Möglichkeiten und Grenzen der Medienerziehung an einer Sonderschule für Lernbehinderte Am Beispiel des Experiments "Schüler machen Radio"
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- Deutsch ausgewählt
38,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.06.2000
Verlag
GRINSeitenzahl
112
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,9 cm
Gewicht
174 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-2453-2
"Gestern noch in der Schule - heute schon bei uns im Tonstudio!" - so oder ähnlich könnte das Motto der Landesbildstelle in Düsseldorf lauten, die mit ihrem Projekt "Rads" (Radio aus der Schule) für eine Einbindung der Bürgerfunkarbeit in die Schulen des Landes NRW wirbt. Da ich selbst auf eine langjährige Mitarbeit in einer Bürgerfunkgruppe zurückblicken kann, und seit vier Jahren lernbehinderte Schüler unterrichte, war schnell die Idee entstanden, dieses Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Kann der lernbehinderte Schüler Radiobeiträge produzieren, die sendefähig sind? Kann er vielleicht sogar Förderung durch den Umgang mit dem Medium Radio erfahren? Diese Fragestellungen versucht die vorliegende Arbeit zu untersuchen.
Gang der Untersuchung:
In einem theoretischen Teil (Gliederungspunkte 2-4) sollen dazu die Basisinformationen zur Entstehung des Bürgerfunks und das technisch-journalistische Grundwissen im Hinblick auf seine Anwendbarkeit an einer Schule für Lernbehinderte dargelegt werden. Des weiteren wird die Frage zu beantworten sein, wie die Produktionsabläufe eines Radiobeitrags und eines kompletten Magazins didaktisch und methodisch umgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang soll auch untersucht werden, ob das Produzieren von Radiobeiträgen dem Lernbehinderten helfen kann, seine Lerndefizite abzubauen, ob das "Radiomachen" vielleicht sogar Fördermöglichkeiten bietet. Kann der Lern- und Förderort Schule zu einem Lern- und Förderort Tonstudio werden? Nach dem Motto: vom Klassenraum direkt ins Studio!?
Das Projekt "Rads" soll in einem weiteren Kapitel (Gliederungspunkt 5.1) dargestellt werden. Intentionen und Konzept des auf drei Jahre festgeschriebenen Projekts werden vorgestellt, und es wird zu prüfen sein, ob die Aus- und Fortbildung der Lehrer den Anforderungen an den schulischen Alltag gerecht wird. Der Beobachtungszeitraum von fünf Monaten läßt dabei nur eine eingeschränkte Beurteilung zu. Die sich unmittelbar anschließende Darstellung (Glie-derungs-punkt 5.2) über die Produktion eines Radiomagazins mit einer 10. Klasse wird zeigen, ob und unter welchen Bedinungen eine solche Produktion möglich ist, und wie sie organisatorisch und didaktisch-methodisch vorbereitet und durchgeführt werden muß. Kann sich so etwas wie eine Redaktionsgruppe etablieren und auf Dauer im schulischen Alltag integrieren lassen?
Die vorhandene Literatur bzgl. Radioarbeit mit Kindern und Jugendlichen beschränkt sich, mit wenigen Ausnahmen, auf den außerschulischen Bereich. Hier werden Projekte im Freizeit- und Sozialbetreuungsbereich vorgestellt, oder rein theoretische Ausführungen angeboten. Die vorliegende Arbeit kann somit auch eine Lücke schließen und Anlaß sein, die Möglichkeiten der im Landesrundfunkgesetz verankerten Bürgerbeteiligung am privaten Rundfunk, für die Schule zu erschließen.
Der Gliederungspunkt 6 versucht, die theoretischen Vorgaben und die Praxistauglichkeit in einer kritischen Reflexion darzulegen. Im Vordergrund der Betrachtungen sollen dabei die gemachten Erfahrungen im Projekt stehen. Die Praktikabilität und somit die langfristige Einbindung von Radioarbeit in den pädagogischen Alltag einer Lernbehindertenschule sollen dabei hinterfragt werden. Ein Ausblick auf weitere mögliche wissenschaftliche Untersuchungen und Hinweise bzgl. der Möglichkeiten und Grenzen des "Radiomachens in der Schule" schließen sich an.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
1.Einleitung4
2.Darstellung des Hörfunks und Entwicklung des Bürgerfunks6
2.1Das Medium Hörfunk unter historischen Gesichtspunkten6
2.2Das Landesrundfunkgesetz Nordrhein-Westfal...
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