Die Darstellung von Frauen und Männern in der deutschen Telenovela "Verliebt in Berlin"
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.02.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
145 (Printausgabe)
Dateigröße
921 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638010726
Die Arbeit ist in den Kontext der sozialwissenschaftlichen Geschlechterforschung einzuordnen. Diese fordert in Verbindung mit der Frauenbewegung die Gleichbehandlung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Hinterfragt werden soll, ob das Frauen-Genre Telenovela hinsichtlich des Geschlechts, alte Rollenbilder und Stereotype aufweist.
Die inhaltsanalytische Betrachtung der Telenovela-Charaktere zeigt, dass Frauenfiguren in dieser Telenovela einen niedrigeren Berufsstatus haben als Männer. Die männlichen Figuren tragen in ihren Positionen mehr Verantwortung und geben häufiger Anweisungen, während die weiblichen Figuren die Anweisungen erhalten und sich an bestehenden Regeln orientieren müssen.
Sie sind im Schnitt jünger als die männlichen Figuren und auch in Partnerschaften
sind sie stets der jüngere Part. Über das Aussehen lässt sich sagen, dass ein Körperkult, wie in jeder Soap oder Telenovela, zu beobachten ist.
Frauen und Männer in der Telenovela unterhalten sich vorwiegend über die gleichen Themen, wenn auch der Fokus bei den weiblichen Figuren auf das Berufliche, bei den männlichen auf die Liebe gerichtet ist. Gefühle offenbaren Frauen häufiger als Männer, die sich, wenn es um Emotionen geht, eher bedeckt halten.
Im Gegensatz zu Telenovela-Männern treten Frauen in ihrem Verhalten häufiger unsicher auf und handeln etwas spontaner. In Konfliktsituationen ringen sie häufiger mit sich selbst, Männer haben eher Probleme mit Arbeitskollegen oder Personen aus dem privaten Umfeld.
Die Inszenierung weiblichen und männlichen Auftretens unterscheidet sich letztlich
darin, dass Männer selbstsicherer handeln und dadurch kompetenter wirken als
Frauen, was zu einer unterschwelligen Abwertung der Frauenfiguren führen kann.
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