Produktbild: Deutschland, eine Winterreise

Deutschland, eine Winterreise

2

18,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.10.2014

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,1/13,3/2 cm

Gewicht

271 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-87134-796-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.10.2014

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,1/13,3/2 cm

Gewicht

271 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-87134-796-2

Herstelleradresse

Rowohlt Berlin
Neue Promenade 5
10178 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Ein ganz anderes Wander-Buch

RolandvonRonceval aus Ritterhude am 24.11.2014

Bewertungsnummer: 861688

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Willi Winkler quält sich im Winter zu Fuß, meist entlang an Bundes- und Landstraßen, von Hamburg nach Altötting. Für einen anscheinend ungeübten 57-jährigen Wanderer sind die 800 km schon eine starke Leistung. Und das nur, weil die FDP nicht in den Bundestag gekommen ist. Obwohl manche Regionen fast entvölkert zu sein scheinen, trifft er dennoch Menschen, die ihm die Welt erklären. In Wirtshäusern wird er Ohrenzeuge, was an Stammtischen diskutiert oder deklamiert wird. Das ist oft banal, manchmal skurril, doch nie langweilig. Auf Schritt und Tritt stößt er auf zahlreiche geschichtsträchtige und literarische Spuren, berichtet von Heinrich dem Löwen, Luther, Goethe, Jean Paul, doch auch die Mörder von Rathenau oder das NSU-Trio haben ihren Fußabdruck auf seinem Wanderweg hinterlassen. In Bayern dürfen König Ludwig und Franz Josef Strauß natürlich nicht fehlen. Gedichte werden eingestreut, viel Kluges wird sprachgewaltig gesagt. Wer dieses Buch liest, wird nicht dümmer. Auch ohne zu wissen, was eine „kynologische Erkenntnis“ ist, macht die Lektüre einfach Spaß. Und immer wieder fällt er saftige, fast garstige Urteile: „Die Wallfahrt verbessert sich in Bayern allmählich zur Tour de porc, zum Schweinebratenweg. Das Fleisch unterwegs war manchmal so verflachst, dass sich jeder überfahrene Kater schämen würde, so auf dem Teller liegen zu kommen, doch hat die Qualität des Essens jenseits der Zonengrenze schlagartig zugenommen.“ Mir hat dieses so andere Wander-Buch gefallen. Viel Spaß beim Lesen.

Ein ganz anderes Wander-Buch

RolandvonRonceval aus Ritterhude am 24.11.2014
Bewertungsnummer: 861688
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Willi Winkler quält sich im Winter zu Fuß, meist entlang an Bundes- und Landstraßen, von Hamburg nach Altötting. Für einen anscheinend ungeübten 57-jährigen Wanderer sind die 800 km schon eine starke Leistung. Und das nur, weil die FDP nicht in den Bundestag gekommen ist. Obwohl manche Regionen fast entvölkert zu sein scheinen, trifft er dennoch Menschen, die ihm die Welt erklären. In Wirtshäusern wird er Ohrenzeuge, was an Stammtischen diskutiert oder deklamiert wird. Das ist oft banal, manchmal skurril, doch nie langweilig. Auf Schritt und Tritt stößt er auf zahlreiche geschichtsträchtige und literarische Spuren, berichtet von Heinrich dem Löwen, Luther, Goethe, Jean Paul, doch auch die Mörder von Rathenau oder das NSU-Trio haben ihren Fußabdruck auf seinem Wanderweg hinterlassen. In Bayern dürfen König Ludwig und Franz Josef Strauß natürlich nicht fehlen. Gedichte werden eingestreut, viel Kluges wird sprachgewaltig gesagt. Wer dieses Buch liest, wird nicht dümmer. Auch ohne zu wissen, was eine „kynologische Erkenntnis“ ist, macht die Lektüre einfach Spaß. Und immer wieder fällt er saftige, fast garstige Urteile: „Die Wallfahrt verbessert sich in Bayern allmählich zur Tour de porc, zum Schweinebratenweg. Das Fleisch unterwegs war manchmal so verflachst, dass sich jeder überfahrene Kater schämen würde, so auf dem Teller liegen zu kommen, doch hat die Qualität des Essens jenseits der Zonengrenze schlagartig zugenommen.“ Mir hat dieses so andere Wander-Buch gefallen. Viel Spaß beim Lesen.

Wer unterzieht sich schon den…

MaWiOr aus Halle am 26.11.2014

Bewertungsnummer: 2703995

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer unterzieht sich schon den Mühen einer über 800 km langen Wanderung? Höchstens, man hat eine Wette verloren. Bei Willi Winkler (Jg. 1957), seines Zeichens langjähriger Redakteur beim „Spiegel“, bei der „Zeit“ und der „Süddeutschen“, war es eher ein leichtfertiges Gelübde, das er schon vor zwanzig Jahren abgelegt hatte. Also machte sich der Autor auf eine Art „Fußwallfahrt“ quer durch das wiedervereinigte Deutschland - vom atheistischen Hamburg bis ins erzkatholische Altötting. Und das ausgerechnet im Winter - zum Glück war der Winter 2013/14 nicht so grimmig. Zunächst geht es durch die Lüneburger Heide, meist bei tiefhängenden Wolken und Nie-selregen. Stationen sind hier z.B. Lüneburg oder Eschede, wo 1998 das furchtbare Eisenbahnunglück geschah. Als der Harz näherkommt, zeigt sich auch der erste Schnee. Mit Wolfenbüttel und der berühmten Herzog-August-Bibliothek ist ein Viertel der Strecke geschafft. Schließlich passiert der Wanderer die ehemalige innerdeutsche Grenze. Halberstadt, Eisleben, Naumburg oder Jena sind einige seiner mitteldeutschen Stationen, ehe er Thüringen, das grüne Herz Deutschlands, durchquert und hinter Hirschberg in Franken und damit im Freistaat Bayern landet. Über Hof, Grafenwöhr, Regensburg und Landshut erreicht er schließlich nach fünfunddreißig Tagen sein Ziel Altötting. Mit etlichen Umwegen genau 855 Kilometer. Auf seiner abenteuerlichen Pilgerreise durch das winterliche Deutschland geht es Winkler weniger um die persönliche Inspiration, es ist eher ein Durchwandern. Neben den Sehenswürdigkeiten registriert er auch die Einfallslosigkeit der Bau- und Supermärkte und endlosen Autohäuser an den Rändern der Städte. Die tagespolitischen Nachrichten finden in seinen Aufzeichnungen keinen Niederschlag. Vielmehr berichtet der Wanderer von seinen Mühen der allabendlichen Unterkunftssuche oder von den Begegnungen mit den Menschen, obwohl ihm Deutschland zu dieser Jahreszeit ziemlich menschenleer vorkommt. Auf seinem langen Weg von Niedersachsen nach Bayern macht Winkler jedoch eine erstaunliche Entdeckung: Deutschland ist immer noch geteilt - wer kennt in Hamburg schon die Schwarze Madonna von Altötting und wer kennt im tiefsten Bayern die Hamburger Alster. Die 172 Seiten sind eine heitere, aber auch nachdenkliche Lektüre.

Wer unterzieht sich schon den…

MaWiOr aus Halle am 26.11.2014
Bewertungsnummer: 2703995
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer unterzieht sich schon den Mühen einer über 800 km langen Wanderung? Höchstens, man hat eine Wette verloren. Bei Willi Winkler (Jg. 1957), seines Zeichens langjähriger Redakteur beim „Spiegel“, bei der „Zeit“ und der „Süddeutschen“, war es eher ein leichtfertiges Gelübde, das er schon vor zwanzig Jahren abgelegt hatte. Also machte sich der Autor auf eine Art „Fußwallfahrt“ quer durch das wiedervereinigte Deutschland - vom atheistischen Hamburg bis ins erzkatholische Altötting. Und das ausgerechnet im Winter - zum Glück war der Winter 2013/14 nicht so grimmig. Zunächst geht es durch die Lüneburger Heide, meist bei tiefhängenden Wolken und Nie-selregen. Stationen sind hier z.B. Lüneburg oder Eschede, wo 1998 das furchtbare Eisenbahnunglück geschah. Als der Harz näherkommt, zeigt sich auch der erste Schnee. Mit Wolfenbüttel und der berühmten Herzog-August-Bibliothek ist ein Viertel der Strecke geschafft. Schließlich passiert der Wanderer die ehemalige innerdeutsche Grenze. Halberstadt, Eisleben, Naumburg oder Jena sind einige seiner mitteldeutschen Stationen, ehe er Thüringen, das grüne Herz Deutschlands, durchquert und hinter Hirschberg in Franken und damit im Freistaat Bayern landet. Über Hof, Grafenwöhr, Regensburg und Landshut erreicht er schließlich nach fünfunddreißig Tagen sein Ziel Altötting. Mit etlichen Umwegen genau 855 Kilometer. Auf seiner abenteuerlichen Pilgerreise durch das winterliche Deutschland geht es Winkler weniger um die persönliche Inspiration, es ist eher ein Durchwandern. Neben den Sehenswürdigkeiten registriert er auch die Einfallslosigkeit der Bau- und Supermärkte und endlosen Autohäuser an den Rändern der Städte. Die tagespolitischen Nachrichten finden in seinen Aufzeichnungen keinen Niederschlag. Vielmehr berichtet der Wanderer von seinen Mühen der allabendlichen Unterkunftssuche oder von den Begegnungen mit den Menschen, obwohl ihm Deutschland zu dieser Jahreszeit ziemlich menschenleer vorkommt. Auf seinem langen Weg von Niedersachsen nach Bayern macht Winkler jedoch eine erstaunliche Entdeckung: Deutschland ist immer noch geteilt - wer kennt in Hamburg schon die Schwarze Madonna von Altötting und wer kennt im tiefsten Bayern die Hamburger Alster. Die 172 Seiten sind eine heitere, aber auch nachdenkliche Lektüre.

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Deutschland, eine Winterreise

von Willi Winkler

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