Die Linguistik der Satire Eine sprachwissenschaftliche Herangehensweise
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
10.06.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
484 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656668183
Auf die Frage, weshalb die Titanic das Bild eines seit 2007 vermissten englischen Mädchens auf Discounterprodukten abdruckt, antwortete der deutsche Satiriker Martin Sonneborn mit diesem Satz in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Es handelt sich dabei um ein Phänomen, womit man immer wieder konfrontiert wird, wenn man sich mit Satire auseinandersetzt. Die expliziten und impliziten Aussagen von satirischen Artikeln oder Auftritten zu deuten, kann sehr schnell zu einer künstlerischen Auseinandersetzung ausarten. Doch wie funktioniert dieses Deutungsverfahren? Wie kann es für den Rezipienten möglich sein, das Explizite von dem Impliziten zu unterscheiden? Eine Antwort auf diese Frage könnte man möglicherweise durch die sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung finden. Da die Linguistik einen hohen Wert darauf legt, ein sprachwissenschaftliches Phänomen wertungsfrei zu analysieren, scheint dies auch die einzige Möglichkeit zu sein, eine Antwort auf die gestellten Fragen zu finden.
Politische Satire nimmt eine wesentliche Rolle in einer Demokratie ein. Ein demokratischer Staat kann erst als ein wirklich demokratischer Staat bezeichnet werden, wenn die Sicherheit der freien Meinungsäußerung rechtlich gefestigt ist. Politische Satire ist in Deutschland eine Gratwanderung im deutschen Grundgesetz. Dabei handelt es sich um ein Wechselspiel zwischen der im Grundgesetz gefestigten freien Meinungsäußerung und der Unantastbarkeit der menschlichen Würde. Wenn Politiker, religiöse Einrichtungen und Menschen des öffentlichen Lebens auf einer humorvollen Art und Weise an den Pranger gestellt werden, können und dies im Einklang der rechtlichen Verhältnisse des jeweiligen Staates geschieht, erfüllt die politische Satire ihren Dienst.
Setzt man sich nun tiefer mit der Satire auseinander, so stellt man fest, dass immer wieder Ähnlichkeiten im Stil auftauchen. Ironie, Metaphern, Hyperbeln und oft auch scharfer Sarkasmus, sind rhetorische Mittel, von denen sich die Satire bedient. Ein anderes, oft eintretendes Merkmal der Satire ist die Parodie.
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