Über einen für die Traurigkeit bestimmten Minneritter Gâwân aus der Sicht von Wolfram von Eschenbach und Chrétien de Troyes
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Sprache:Deutsch
18,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
28.07.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
42 (Printausgabe)
Dateigröße
559 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656704171
Wolframs wichtigstes Werk Parzivâl ist ein Artusroman, der eine besondere Gattung der westeuropäischen mittelalterlichen Literatur darstellt. Diese Romane sind in Verbindung mit der
charismatischen Persönlichkeit des Königs Artus und seinen Rittern der Tafelrunde. Sie beschreiben die ritterlichen Abenteuern, aber die Minnethematik ist auch von großer Bedeutung.
Der Stoff kommt aus Frankreich nach Deutschland. In diesen Werken erscheinen Beschreibungen der Festspielen des Königs Artus und die Damen spielen eine wichtige Rolle. Die Beziehung zwischen den Damen und Rittern ist institutionalisiert. Das Leitthema der höfischen Kultur ist eine edle Minne und ein echter Kampf. Wenn es um die innere Dimension des Werkes geht, ist darauf hinzuweisen, dass Artus kein wahrer Held ist, sondern ein Garant der Geschichte. Der König ist vorbildlich, aber passiv.
Im Gegensatz zu Hartmann benutzt Wolfram die Quelle freier und so seine eigene Poesie schafft und die Geschichte im Geiste der deutschen Mentalität formt.
Zunächst vor allem für den Adel geschrieben, und zunehmend auch für das breite Publikum, hat die epische Literatur in der späteren Zeit die Bedürfnisse der höheren Schichten der
Gesellschaft in der Entwicklung nicht ausreichend zufriedengestellt. Wenn die erste Zeit der Kriegsbegeisterung vorbei war, was für das 11. Jahrhundert charakteristisch war, wendete sich das Interesse des jetzt freieren Adels und Klerus zu anderen Bereichen. Der Durst nach Produkten der dichterischen Phantasie wird unwiderstehlich stärker, neben chansons de geste, die für künstlerische Umsetzung der historischen Ereignissen gehalten wurden, und außerdem interessiert man sich für die Werke, in denen sich die reine Fiktion mit unterschiedlichsten
biographischen Daten mischt. Deswegen entwickelt sich im 12. Jahrhundert eine andere, auch erzählende Literatur, die sich nach der Thematik und Form von Heldenepen unterscheidet, vor allem von denen aus der heroischen Periode. [...]
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