Sprachliche Kommunikation im Drama des 19. Jahrhunderts Hebbels "Maria Magdalena", Büchners "Woyzeck" und Hauptmanns "Die Weber" im Vergleich
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
13.08.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-70945-9
Die Allgegenwart klassischer Vorbilder - die deutsche Klassik vertreten durch Schiller, Goethe und Lessing, Shakespeare mit seinen historischen Dramen und die antike Tragödie -kommt im Epigonenbewusstsein der Dramatiker, zum Beispiel bei Grillparzer oder Grabbe zum Vorschein. Dennoch ist auch eine schrittweise Modernisierung des Dramas zu konstatieren. Der Wandel, der sich vollzieht, führt vom eingreifend handelnden Menschen, über "leeres Heldenspiel" bis zum Endpunkt der Reflexion, an dem die restlose Determination des Individuums steht.
Thematisch vollzieht sich eine Abkehr vom adeligen Personal, indem der Mittelstand bzw. die unteren Stände und Klassen tragikfähig werden. Die soziale Lage bedingt nun den Konflikt.
Hauptmann gilt als Fazit der Entwicklung des Dramas im 19. Jahrhundert. Sein Werk vereint alle Innovationen der Epoche, vor allem ästhetischer Art. Doch wie sehen diese Neuerungen auf dem Gebiet der sprachlichen Kommunikation aus?
In der vorliegenden Arbeit sollen die Veränderungen der Figurenrede anhand drei ausgesuchter Dramen aufgezeigt werden. Mit Friedrich Hebbels "Maria Magdalena", zur Gattung des bürgerlichen Trauerspiels gehörend, geht die Abwendung von der heroischen Tragödie einher und damit auch vom Versdrama. Die "natürliche Sprache des Herzens" soll nun in Prosa wiedergegeben werden. "Woyzeck" von Georg Büchner markiert die Schnittstelle zwischen bürgerlichem Trauerspiel und sozialem Drama. Indem die Sprachautonomie des Subjekts aufgehoben wird, verändert sich die Kommunikation im Drama grundlegend. Mit Gerhart Hauptmanns "Die Weber" kommt ein naturalistisches Sozialdrama der 1890er Jahre in den Blick, bei dem es zur Ausdifferenzierung eines milieugebundenen Sprechens kommt.
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