Der Universalismus in Herders Literatur- und Geschichtskonzept
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.08.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
565 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656721581
setzt bereits früh an: 1764 hielt er mit 19 Jahren eine Rede im Collegium Fridericianum in
Königsberg über den Nutzen und den Wert des Fremdsprachenerwerbs. Die Rede steht am
Anfang in der von Bernhard Suphan herausgegebenen 33-bändigen Ausgabe der Werke
Herders, die für den Druck überarbeitet wurde und unter dem Titel "Über den Fleiß in
mehreren gelehrten Sprachen" und im Oktober 1761 erstmals erschien. Darin legt Herder
seinen dem Leser nahe, Fremdsprachen zu studieren und literarische Texte möglichst im
Original zu lesen, da durch Übersetzungen an vielen Stellen der Reiz des Originals verloren
geht: "Jene heilige Reliquien der Dichtkunst und Beredsamkeit unter den Römern, den
Griechen, und insonderheit unserer Offenbarung [i.e. Hebräisch, Anm.], verlieren ihren Kern
der Stärke, das Kolorit, den Glanz der Einfalt, den klingenden Rhythmus; [...]." Die
Prämisse, Texte möglichst im Original zu lesen, bekräftigt er auch in anderen Schriften: "Ihr
könnt also die Literatur eines Volkes ohne ihre Sprache nicht übersehen". Herder
beschäftigte sich zeitlebens intensiv mit den Literaturen fremder Länder und versuchte damit,
"den Geist jedes Volkes in meine Seele"4, den er v.a. in folkloristischen Liedern vorfand, zu
sammeln. [...]
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