Stigmata oder veränderbar? Einstellungsänderung gegenüber Depressiven durch persuasive Fiktion
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.10.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
61 (Printausgabe)
Dateigröße
656 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656757788
Diese Studie untersucht die Auswirkungen des Romans "Als meine Seele dunkel wurde" (Leonhardt, 2011) auf die Einstellung und Überzeugungen gegenüber Menschen mit Depressionen. Mittels einer Prä- und Post-Messung wurden die Ansichten der Befragten ermittelt. Annahme ist, dass der Leser im Anschluss an die Lektüre, in der die Protagonistin vorteilhaft dargestellt wird, aufgrund von starker Transportation positiv gegenüber der depressiven Protagonistin eingestellt ist. Die vorliegende Studie ist eine experimentelle Laborstudie, die aus zwei Gruppen, Buch und E-Book-Lesen, besteht (studentische Stichprobe N = 75). Die Gruppen wurden nach der Variablen "need for affect" parallelisiert, die für die Motivation des Aufsuchens oder der Vermeidung von emotional induzierten Situationen und Aktivitäten steht. Folglich erleben Personen mit einem hohen Wert bei need for affect den Zustand der Transportation intensiv und die überzeugende Wirkung der Erzählung hat einen starken Einfluss auf ihre Haltung (Appel & Richter, 2010).
Die Einstellungsänderung wird durch drei Skalen operationalisiert: Wissen, stereotype Vorstellungen über Depressionen sowie soziale Distanz. Diese drei Skalen stellen die Komponenten dar, die Menschen bei bestimmten Gruppen wie den Depressiven im Kopf haben. Zudem wurde in dieser Studie diskutiert, welche Auswirkung die Art des Mediums (Bücher und E-Books) auf das Publikum hat.
Die Ergebnisse decken sich nicht mit den Hypothesen und werden nicht signifikant. Sowohl die Veränderung zum zweiten Messzeitpunkt als auch die Wechselbeziehungen zwischen den Variablen wurden erfasst.
Die Einbeziehung der Komponenten der Einstellungsänderung und der Typ des Mediums erlaubt eine Betrachtung der gleichen Frage aus klinischer sowie medienpsychologischer Perspektive und füllt so die Schnittstelle zwischen diesen beiden Disziplinen.
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