Der Begriff "Europa" in antiken Quellen und in der deutschen althistorischen Forschung des 20. Jahrhunderts Diplomarbeit
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Sprache:Deutsch
47,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
10.10.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
92
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,7 cm
Gewicht
146 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-76276-8
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: Sehr gut, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Alte Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits 1933 deutete der italienische Historiker Arnaldo Momigliano an, dass der antike Begriff "Europa" zu Rückbezügen hinsichtlich zeitgenössischer politischer Vorstellungen und Ideale einlade. Ein Dreivierteljahrhundert später zeigt der Blick auf die deutsch(sprachige) Wissenschaftslandschaft, dass vor allem seit Mitte/Ende der 1980er Jahre die Beschäftigung mit dem Begriff "Europa" und seinen Wurzeln, bzw. der Frage nach der Existenz eines "politisch-kulturellen Europagedankens" in der Antike zugenommen hat - ebenso wie die Zahl von Arbeiten, die aus einem Vergleich mit der Antike Lehren für das heutige politische Europa zu ziehen versuchen. Zwar reichen die antiken Zeugnisse und Vorstellungen zum geographischen und mythischen Inhalt des Begriffs bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die Frage, ob es bereits in der Antike eine politisch-kulturelle Idee von Europa gegeben hat, gilt in der Forschung aber als umstritten. Der Grund hierfür liege in der unterschiedlichen Interpretation bestimmter antiker Quellen. In der vorliegenden Arbeit soll erstens versucht werden zu klären, welche Bedeutung der Begriff "Europa", insbesondere in Abgrenzung zu "Asien" in den antiken Zeugnissen hat, zweitens, welche Schwierigkeiten sich bei der Interpretation der Quellen ergeben, und drittens, welche Charakteristika, Themen und Motive in den Quellen auftauchen, die es für die moderne Wissenschaft interessant machen, einen Bezug zwischen antiken und zeitgenössischen Gegebenheiten herzustellen, wie zum Beispiel der Begriff des "Barbaren" oder ein von griechischen wie römischen Autoren konstruierter Gegensatz zwischen Osten und Westen. In einem ersten Kapitel werden die antiken Quellen, die von der modernen Forschung zur Begründung (oder Zurückweisung) der Existenz eines "politisch-kulturellen Europagedankens" in der Antike herangezogen werden, dargestellt und interpretiert. Es wird versucht zu klären, welche Bedeutung der Begriff "Europa" im jeweiligen politischen und kulturellen Kontext der antiken Autoren hatte - und was jeder Autor aus den Vorgaben seiner Zeit gemacht hat. In einem zweiten Teil wird ein Überblick über Forschungsstand sowie aktuelle Kontroversen in der deutschen Altertumswissenschaft des 20. Jahrhunderts gegeben.
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