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Alles, was ich bin Roman

5

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2015

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,3/2,7 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

All that I am

Übersetzt von

Reinhild Böhnke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-19328-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

stellenweise wie ein Thriller […] wenn Funder die Vorgänge im Exil beschreibt, gewinnt das Buch große Eindringlichkeit. ("Stuttgarter Zeitung")
Voller Spannung und ohne überflüssiges Heldenpathos entwirft sie das Panorama der dunklen Zeit von Terror, Vertreibung und Exil, dargeboten als kunstvolles Spiel mit den Erzählebenen. ("Der Tagesspiegel")
Ein Buch, das als Heldenepos beginnt und als tragischer Kriminalfall endet. ("Sonntagsblick")
Eine mysteriöse Exil-Geschichte, aus der Anna Funder ein Meisterwerk über Mut und Menschlichkeit macht. ("Brigitte")
Die australische Autorin Anna Funder hat aus einem realen Stoff einen wunderbaren Roman komponiert. ("DONNA")
Abenteuerlich, herzzerreißend, kaufen. ("Harper’s Bazaar")
Der Roman lebt von seiner atmosphärischen Dichte und der emotionalen Nähe zu seinen Figuren, die Anna Funder packend miteinander verwebt hat. ("Brigitte Woman")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2015

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,3/2,7 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

All that I am

Übersetzt von

Reinhild Böhnke

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-19328-8

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • TochterAlice

    aus Köln

    5/5

    24.07.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Sie sind Mitglieder der USPD,…

    Sie sind Mitglieder der USPD, also Sozialisten, in vielen Fällen auch Juden: Dora Fabian, Mathilde Wurm, Doras Cousine Ruth Wesemann/Becker und ihr Mann Hans sowie viele andere, allen voran der noch heute bekannte Ernst Toller, dessen "Eine Jugend in Deutschland" ich schon als Teenager verschlungen habe: das macht ihr Leben im nationalsozialistischen Deutschland so unerträglich, dass sie noch 1933 fliehen: in die Schweiz, nach Frankreich, aber vor allem nach Großbritannien, nach London. Hier werden Dora Fabian und Mathilde Wurm 1935 in Doras Wohnung tot aufgefunden - eine wahre historische Begebenheit - nicht die Einzige, die in dieser Geschichte zur Sprache kommt. Für mich ist dies ein Zeitzeugenroman, basierend auf wahren historischen Ereignissen - einiges wurde modifiziert, doch alles hat einen wahren Kern. So kommt bspw. die zweifelhafte Rolle des späteren NDR-Intendanten und Bundesverdienstkreuzträgers Hans Wesemann als Nazi-Agent und somit als Verräter zur Sprache. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Ernst Toller und der von Ruth geschildert, zwei in ihrer Wahrnehmung sehr verschiedene, in ihren politischen Standpunkten jedoch sehr ähnliche Sichtweisen. Wir sehen Dr. Ruth Becker nun in Australien , eine sehr alte und sehr kluge Dame - die gerade eine beunruhigende Diagnose erhalten hat. Doch sie nimmt sie eher gelassen an, kann sie doch auf ein bewegtes und nicht ungefährliches Leben zurückblicken, auf die Zeit der Machtergreifung Hitlers und der Zeit davor, als sie und ihre Familie fleißige Synagogenbesucher waren, auf ihre Cousine Dora - die, wie auch der Rest der Familie, nicht überlebt hat - wir erleben ihre Sicht also in Form von Rückblicken. Toller hingegen spricht aus dem Jenseits, in das er sich bereits 1939 freiwillig verabschiedet hat. Ein sehr atmosphärischer und aufschlussreicher Roman mit einigen - durchaus erträglichen - Längen, die offenbar dem Spagat zwischen Roman und historischer Realität geschuldet sind, mit denen die Autorin sehr verantwortungsvoll und einfühlsam umgeht. Mich erstaunt, dass eine Australierin so lebendig über Nazideutschland schreiben kann, aber möglicherweise ist dieses Erstaunen auch nur irgendwelchen Vorurteilen meinerseits geschuldet. Auf jeden Fall ein empfehlenswerter Roman, der den Leser bereichert dadurch, dass er sowohl aufschlussreich als auch lehrreich ist.

  • I. Schneider

    aus Mannheim

    5/5

    10.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Die Autorin Anna Funder hat Bekanntschaft...

    Die Autorin Anna Funder hat Bekanntschaft mit der überlebenden Ruth gemacht, die ihr aus ihrem Leben und von ihrem bewegenden Schicksal erzählte. Ein grandioser Roman!

  • Bewertung

    5/5

    22.07.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Deutsche (unbekannte) Geschichte...

    Anna Funder hat nicht nur einen Roman geschrieben. Sie erinnert auch an deutsche Geschichte, die sonst kaum erzählt wird. Die Leben der Protagonisten beruhen auf echten Biographien. Sie haben für die Freiheit vieler Menschen gekämpft - und wurden doch geschlagen. Funder rekonstruiert Geschichte, hinterfragt vermeintliche Fakten. Ein beeindruckendes Buch!

  • Bewertung

    5/5

    26.03.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Schauplätze einer aufwühlenden Zeit...

    Anna Funder ist ein spannender Roman gelungen, der auf wahren Hintergründen basiert. Sie hatte die außerordentliche Gelegenheit eine letzte Überlebende des Freundeskreises um Ernst Toller kurz vor ihrem Tode zu interviewen und war so in der Lage ein Kapitel deutsche Widerstandsgeschichte aufleben zu lassen. Erzählt wird in Rückblenden, die Schauplätze sind Berlin, London und New York und man muss schon ganz dabei bleiben um alle Fäden zusammenzuhalten, das fällt einem allerdings nicht schwer, da die Geschichte so eindrucksvoll mehrere Ebenen anspricht: politisch, kulturell und realitätsnah ist das Porträt dieser Jahre - Verrat und Untreue sind allerdings das traurige Ende...trotz Kampf und Widerstand !

  • Bewertung

    4/5

    11.03.2014

    eBook (ePUB 3)

    Was ist wirklich 1935 in London passiert?

    Anna Funder ist eine 1966 geborene australische Autorin, Anwältin und Dokumentarfilmerin. Ihr Erstling „Stasiland“ (Fischer Taschenbuch), eine Reisereportage in die ehemalige DDR, erhielt den Johnson Award. Durch ihre ungewöhnliche Freundschaft mit der zuletzt in Australien lebenden Deutschen Ruth Blatt (vormals Wesemann, 1906 - 2001) ist ihr die Idee zu diesem Roman gekommen. Sie erzählt darin die Geschichte von Deutschen, die aus politischen Gründen Deutschland verlassen mussten und in England Zuflucht gefunden haben. Hauptsächlich ist es die Geschichte von Dora Fabian und Ernst Toller. Die Geschichte wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Da ist zum einen Ruth und zum anderen Ernst Toller. Nach einem kurzen Kapitel, der vom Abend der Machtergreifung Hitlers erzählt, beginnt der Roman 2001 in Australien. Die 95jährige Ruth erhält überraschenderweise einen Brief von einem Hotel aus New York. Dieser Brief enthält Notizen und das überarbeitete Manuskript von Ernst Toller. Während sie darin liest, erinnert sie sich zurück an die Zeit vom 1. Weltkrieg bis 1935. Sie erzählt von ihrem Leben als junge, politische Frau, die immer zu ihrer etwas älteren Cousine Dora Fabian aufschaut. Beide Frauen sind Pazifistinnen und gehören der USPD an. Dadurch lernen sie auch den Autor Ernst Toller kennen. Dora arbeitet für ihn als Sekretärin und ist auch gleichzeitig seine Geliebte. Als Hitler an die Macht kommt, müssen sie fliehen. Sie alle landen in London, wo ihnen politische Agitation verboten ist, was sie aber nicht daran hindert, diese weiter zu betreiben. Gerade Dora Fabian ist hierbei sehr aktiv und steht dadurch sehr weit oben auf der Liste der Nationalsozialisten, die auch ihre Agenten in London haben. An Hand des Klappentextes wissen wir, dass sie angeblich 1935 mit ihrer Parteigenossin Mathilde Wurm Selbstmord begangen haben soll. Aber stimmt dies wirklich? Ruth Blatt hat dazu ihre berechtigen Zweifel. Der zweite Erzählstrang spielt in einem Hotelzimmer in New York, wo Ernst Toller mit seiner Sekretärin Clara versucht, seine Erinnerungen „Eine Jugend in Deutschland“ zu überarbeiten. Er möchte darin die Rolle, die Dora Fabian in seinem Leben und in der Politik gehabt hat, stärker herausarbeiten. Und dadurch erfahren wir viel über das Leben von den beiden. Dieser Erzählstrang endet mit dem Selbstmord von Ernst Toller. Die Autorin setzt das Leben dieser Menschen wie eine Kollage zusammen. Nach und nach erfährt man immer mehr über sie und das Leben in Deutschland von 1918 bis 1933. Mir war bis dahin z.B. nicht bewusst, dass die Deutschen in England nicht politisch aktiv sein durften und damit den Widerstand in Deutschland nicht unterstützen konnten. Und ich wusste auch nicht, dass Deutschland ins vermeintlich sichere Ausland geflohene Regimegegner dort hat umbringen lassen oder zurück ins Reich entführt hat. Da die Umstände um den Tod von Dora Fabian und Mathilde Wurm bis heute nicht eindeutig geklärt sind, hat sich die Autorin bewusst für die Romanform entschieden. Interessanterweise findet man im deutschsprachigen Internet kaum etwas über dieses Thema, wohl aber im englischsprachigen. Ein sehr interessanter, spannender Roman, mit dem man einmal wieder Geschichtslücken auf angenehme Weise schließen kann.

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