From the national bestselling author of Ghost Tree comes a mind-bending novel inspired by the twisted and wondrous works of Lewis Carroll...
In a warren of crumbling buildings and desperate people called the Old City, there stands a hospital with cinderblock walls which echo the screams of the poor souls inside.
In the hospital, there is a woman. Her hair, once blond, hangs in tangles down her back. She doesn’t remember why she’s in such a terrible place. Just a tea party long ago, and long ears, and blood...
Then, one night, a fire at the hospital gives the woman a chance to escape, tumbling out of the hole that imprisoned her, leaving her free to uncover the truth about what happened to her all those years ago.
Only something else has escaped with her. Something dark. Something powerful. And to find the truth, she will have to track this beast to the very heart of the Old City, where the rabbit waits for his Alice.
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Eine düstere, faszinierende Adaption vom Klassiker Alice im Wunderland
Ricarda Heeskens am 13.01.2021
Bewertungsnummer: 1058784
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt
Wir begegnen Alice in einem Sanatorium in Old City, denn sie wurde blutüberströmt, mit einem Messer in der Hand und von einem Kaninchen vor sich hinfaselnd aufgefunden und so jemand hat keinen Platz (mehr) in New City. Sie hat bis auf wage Vorstellungen von einer Teaparty keinerlei Erinnerungen an die Geschehnisse und wird in der Anstalt mit Medikamenten ruhig gestellt. Der einzige, zu dem Alice im Sanatorium Kontakt hat, ist ihr Mitinsasse Hatcher, den sie allerdings nur durch ein Loch in der Wand sehen kann. Als eines Tages ein Brand in dem Sanatorium ausbricht, können die beiden von dort fliehen und machen sich auf die Suche nach Alices Erinnerung. Doch zusammen mit den beiden entkommt auch der Jabberwocky...
Meine Meinung
Am Anfang der Geschichte erfährt man nicht viel über den Handlungsort. Es gibt nur vage Informationen, dass die Stadt in New und Old City aufgeteilt ist und dass die Magie von dort verschwunden ist. Die Stadt selbst hat keinen Namen und man erfährt auch nichts über das Land, in dem sie liegt. Während ich damit zunächst ein wenig Startschwierigkeiten hatte, hat es mich im weiteren Verlauf der Geschichte nicht mehr weiter gestört. Gemeinsam mit Alice und Hatcher entdecken wir als Leser nach und die verschiedenen Orte in Old City und bekommen so mit der Zeit ein ziemlich genaues Bild einer düsteren Stadt, die es so eigentlich in jedem beliebigen Land der Welt liegen könnte.
Auf unserer "Entdeckungstour" durch Old City begegnen wir mehr als nur einer grausigen Gestalt, die alle mehr oder weniger direkt mit Alice Vergangenheit zu tun haben. Darunter befinden sich Chesire (Cat), The Caterpillar und natürlich The Rabbit. Allerdings sind es in Christina Henrys Version vom Wunderland keine Tiere, sondern Personen, denen ich ehrlich gesagt nicht über den Weg laufen möchte. Ihre Grausamkeit ist quasi berühmt in Old City und hat mir beim Lesen manchen Schauer über den Rücken laufen lassen. Doch genau das finde ich so genial an diesem Buch: diese absolut düstere Interpretation von Carrols Figuren. Hatte ich noch nach den ersten Kapiteln die Befürchtung, dass sich in dem Buch ein blutiges Gemetzel nach dem anderen die Hand reicht, konnte ich es irgendwann kaum mehr aus der Hand legen, weil es so fesselnd geschrieben ist und ich als Leser unbedingt wissen wollte, was in Alices Vergangenheit passiert ist und ob es den beiden gelingt, den Jabberwocky auszuschalten.
Besonders gut hat mir die Entwicklung von Alice gefallen. War sie anfangs außerhalb vom Sanatorium total ängstlich und abhängig von Hatchers Fähigkeiten mit der Axt umzugehen, entwickelt sie sich im Laufe der Handlung zu einer starken und mutigen Persönlichkeit, die sich den Schrecken ihrer Vergangenheit stellt. Diese Wandlung erfolgt nicht von jetzt auf gleich, sondern wird meiner Meinung nach absolut authentisch dargestellt. Alice entdeckt ihre innere Stärke gemeinsam mit dem Wunsch, Licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen.
Ein weiterer Pluspunkt ist für mich, dass nicht nur die Vergangenheit von Alice aufgedeckt wird, sondern auch die von Hatcher und vom Jabberwocky. Dadurch bekommt die Geschichte die nötige Tiefe ohne zu sehr von der Hauphandlung abzukommen. Tatsächlich spielt auch Magie eine Rolle, aber in welcher Art und Weise müsst ihr schon selbst herausfinden ;)
Für mich ist Alice von Christina Henry defintiv ein Lesehighlight im Jahr 2017 und das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen! Ich freue mich riesig darauf, die Fortsetzung "The red queen" zu lesen.
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