Verleger Helge Malchow, Übersetzer Ulrich Blumenbach sowie Literaturkritiker Elmar Krekeler und Denis Scheck stellen den Roman vor, aus dem acht Schauspieler ein Best-of zu Gehör bringen. Dieser Live-Mitschnitt ist so tiefgründig, satirisch, spannend, originell, eindrucksvoll und traurig wie das Original - als Hörbuch bekommt es gegenüber der literarischen Vorlage nun noch eine ganz eigene Intensität.
Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, scharfe Analyse sowie der Humor machten diesen Roman zum Meilenstein der Literatur und zu DEM Feuilleton-Ereignis des Jahres 2009. (Laufzeit: 2h 50)
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Robert P.
aus Oybin
5/5
06.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Der vielleicht anspruchsvollst…
Der vielleicht anspruchsvollste und zugleich unterhaltendste Roman aller Zeiten. Extrem komplex und vielschichtig, zutiefst verstörend, saukomisch, tragisch und mitreißend. Es mag eine Mehrheit geben, welche das langweilig findet, aber das ist dann auch nur der eigenen Blödheit geschuldet. Wer wissen will, wie großartig Literatur sein kann, muss diesen Roman zumindest einmal versucht haben. Er reicht für Jahre!
Lux
aus Berlin
5/5
02.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ganz was anderes
Dieses Buch beinhaltet tiefe Einblicke in geschundene Seelen, gepaart mit einem Humor der extreme Reibungen in die eigene Stimmungen hervorruft.
Literarisch gesehen sucht dieser Roman seines gleichen, wundervoll geschrieben! Ein Abenteuer das nicht immer leicht zu verdauen ist, es gehört zu den umfangreichsten Bücher die ich gelesen habe.
Bewertung
5/5
22.12.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einer der Klassiker der modernen...
Einer der Klassiker der modernen amerikanischen Literatur.
Auf unnachahmliche Weise beschreibt David Foster Wallace den Zustand unserer modernen Konsumgesellschaft und wie wir Menschen daran zugrunde gehen.
Wer keine Angst vor schwerer Lektüre hat ist hier gut aufgehoben.
Bories vom Berg
aus München
5/5
03.12.2018
Buch (Taschenbuch)
Auf dem Weg zum besseren…
Auf dem Weg zum besseren Menschen Im exklusiven Club der literarischen Überflieger ist David Foster Wallace mit seinem 1996 veröffentlichten Opus magnum «Unendlicher Spaß» das einzige US-amerikanische Mitglied. Er gilt als der innovativste postmoderne Schriftsteller, und sein voluminöser Roman, ein intellektuell solitäres Werk der englischsprachigen Literatur, gilt als Meilenstein, Maßstäbe setzend und Horizonte öffnend für die Literatur des neuen Jahrhunderts. Erst 2009 wurde nach sechsjähriger Arbeit auch eine deutsche Übersetzung veröffentlicht, eine Sisyphosarbeit mit mehr als 1500 Buchseiten. Als sein literarisches Vorbild hat der Autor Thomas Pynchon bezeichnet, mich hat diese komplexe Prosa beim ersten Lesen in einigen Aspekten unwillkürlich auch an James Joyce erinnert. Drogen und Tennis sind die beherrschenden Themen dieses dystopischen Romans, der zeitlich in einer nahen Zukunft angesiedelt ist mit radikalen politischen und sozialen Umwälzungen. Die USA, Kanada und Mexico haben den neuen Staat ONAN gebildet, der den Gregorianischen Kalender abgeschafft hat und das Recht auf die Benennung der Jahre an zahlungskräftige Firmen verkauft. Der überwiegende Teil des Plots ist demzufolge im Jahr der Inkontinenz-Unterwäsche angesiedelt, das folgende Jahr wird das Jahr des Glad-Müllsacks sein. Frankokanadische Separatisten wollen sich der Videokassette «Unendlicher Spaß» als Waffe bedienen, ein Film, der seine Zuschauer schon nach wenigen Minuten unwiderruflich in den Geisteszustand von Kleinkindern versetzt und damit die Amerikaner zu wehrlosen Opfern ihrer unbändigen Konsumgier macht. Zentraler Handlungsort ist die Bostoner Enfield-Tennisakademie und eine nahegelegene Drogenentzugsanstalt. Die beißende Kapitalismuskritik des Autors wird sinnfällig durch seine sarkastische Beschreibung des geisttötenden, medialen Dauerfeuers, unter dem die manipulierten Menschen stehen und auf das sie zumeist hedonistisch einseitig durch extensiven Drogenkonsum reagieren. Das Absurde ist hier aber nicht nur auf die Handlung selbst beschränkt, der verwegene Schreibstil von David Foster Wallace ergänzt gekonnt den wirren Plot durch eine ironisch eingebrachte Unzahl von Neologismen, Fremdwörtern und äußerst komplizierten Satzgebilden, in die neben vielerlei absurdem Fachjargon auch häufig ordinärer Alltagsslang mit eingebaut ist. All das aber ist in einer geschliffenen, grammatikalisch korrekten, glasklaren Sprache geschrieben und kongenial übersetzt, Chapeau! Leicht lesbar also, wären da nicht die immer wieder ausufernden, überlangen Wortkaskaden mit den ungewohnten, neuartigen Wortgebilden. Außerdem, und das ist typisch für DFW, wird der Lesefluss durch ein umfangreiches Glossar mit nicht weniger als 388 kleingedruckten Anmerkungen gestört, die allein schon 134 Buchseiten füllen, - beim Hin- und Herblättern sind allerdings die doppelten Lesebändchen sehr hilfreich. Bleibt die Frage zu klären, ob die Lektüre lohnt? Dem ernsthaft literarisch Interessierten sei, allein der eigenen Belesenheit wegen, dieser Roman unbedingt empfohlen, er gehört nun mal zum literarischen Kanon. Was die schiere Textmasse anbelangt, so sei angeraten, in Etappen mit längeren Zwischenpausen zu lesen, wie ich es gemacht habe, - denn egal, wo man das Buch aufschlägt, man ist sofort wieder «drin» in diesem originären Text. Aber auch unvollständiges Lesen ist hier sinnvoll! Denn wer auch nur hundert Seiten davon gelesen hat, ist in jeder Hinsicht bereichert, hat den wichtigsten Roman eines der kreativsten Schriftsteller unserer Zeit kennengelernt und kann durchaus auch mitreden. Nicht zuletzt aber ist dieses satirische Textkonvolut mit viel Humor gewürzt, erheitert immer wieder mit überraschendem Wortwitz und allerlei narrativen Finessen, wird also seinem dem Hamlet entlehnten Titel vollinhaltlich gerecht. Glaubt man dem Feuilleton, ändert man sich als Leser nach «Unendlicher Spaß», wird sogar ein besserer Mensch. Na, wenn das kein Grund ist zum Lesen!
Bewertung
5/5
19.07.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch eines Genies!
Dieses Buch ist eines der faszinierendsten, die ich je gelesen habe. Es geht um Drogenabhängige, die versuchen clean zu werden und welche die es nicht versuchen. Es geht um Depression, so beeindruckend geschildert, dass ich mehrere Stellen schon mehrfach gelesen habe und trotzdem bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut und mir steigen Tränen in die Augen. Es geht um junge Tennisspieler und deren Suche nach dem richtigen Weg.
Es ist ein sehr psychologischer Roman, der Einblicke gewährt, die man kaum erreichen kann, es sei denn man macht das alles selbst durch, wie es auch David Foster Wallace ergangen ist, bevor er sich das Leben nahm.
Jahre werden nicht mehr gezählt, sondern gesponsert und entsprechend benannt, z.B. das Jahr der Inkontinenzunterwäsche, beinlose Rollstuhlfahrer sind exzellente Agenten. Wenn Sie sich auf dieses Buch einlassen, werden Sie all das und so unendlich viel mehr entdecken. Dieses Buch ist ein Meisterwerk über eine Zukunftsidee und David Foster Wallace war meiner Meinung nach ein absolutes Genie.
Ein Buch wie dieses habe ich noch nie gelesen! Nicht selten herausfordernd, häufig schwerer zu verstehen, aber auch vielschichtig, hochintelligent, abwechslungsreich und vollkommen unvergleichbar!
Ich bin begeistert!
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