Über die Zweitrangigkeit des Zeugnisses Anderer bei David Hume
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.11.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
659 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656839767
Vor dem Hintergrund dieser Tatsache entwickelte sich die erkenntnistheoretische Position des "Antireduktionismus", die das Zeugnis Anderer in Hinsicht auf Relevanz und Zuverlässigkeit in die Reihe der "traditionellen" Wissensquellen einreiht. Sie richtet sich gegen die als "Reduktionisten" bezeichneten Vertreter der These, dass das Zeugnis Anderer als Quelle unseres Wissenserwerbs weniger zuverlässig sei als die Erkenntnisse, die durch internalistische Zugänge erworben werden. Die auf Quellen wie Wahrnehmung, Erinnerung und Schlussfolgerung bauenden Reduktionisten waren daher oft dem Vorwurf des "Individualismus" ausgesetzt. Um einen vonseiten der Antireduktionisten angegriffenen Philosophen handelt es sich bei David Hume, der sich im Kapitel "About Miracles" seines Werks "An Enquiry concerning Human Understanding" unter Anderem über den Status des Zeugnisses Anderer äußert. Hierin argumentiert er, warum Berichte, die von Wundern erzählen, als unwahrscheinlich angesehen werden müssten und entwickelt gleichzeitig Bedingungen, die das Zeugnis Anderer glaubhaft machten. Hierbei hält er jedoch daran fest, dass das Zeugnis Anderer in jedem Falle als eine zweitrangige Wissensquelle zu erachten sei. Das Kapitel "About Miracles" gilt als die Schrift Humes, die nicht nur vonseiten des Antireduktionismus, sondern auch der Theologie vielfach Reaktionen provozierte, da der schottische Philosoph hier entwaffnende Kritik an den auf Wundern basierenden Offenbarungsreligionen übt. In der vorliegenden Arbeit wird Humes Argumentation jedoch weniger vom theologischen, sondern vielmehr vom erkenntnistheoretischen Standpunkt her beleuchtet. Hierbei werden seine Ausführungen über den Status des Zeugnisses Anderer zunächst herausgefiltert und anschließend den Vorwürfen der "Antireduktionisten" gegenübergestellt. Im Zuge dessen wird der Frage nachgegangen, ob David Humes Auffassung über den epistemischen Status des Zeugnisses Anderer wiederlegt werden kann.
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