Der Medea-Mythos und die Doppelfigur Mariam/Laila: Figuration in Christa Wolfs 'Medea. Stimmen' und Khaled Hosseinis ' A Thousand Splendid Suns'
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- Deutsch ausgewählt
39,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.01.2015
Verlag
Diplomica Verlag GmbHSeitenzahl
100
Maße (L/B/H)
22/15,5/0,8 cm
Gewicht
206 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95850-837-8
Zwei Bilder: Medea aus der antiken Mythologie und eine verschleierte Kindfrau in Afghanistan. Unterschiedlicher könnten die Kulissen für den Entwurf dieser Arbeit nicht sein, und dennoch treffen sich diese beide Figuren, tauschen sich aus, tauschen permanent Plätze aus und resultieren in einer produktiven Kongruenz, die aus mythologischen und fiktionalen Figureninteraktion besteht. Der Medea-Mythos kommt in einer Zeitspanne von 2.400 Jahren auf eine stolze Zahl von mehr als 300 Über- und Bearbeitungen, und hat sich so bis heute nicht nur einen sicheren Rang in der Mythosbearbeitung in antiken Tragödien, Kunst, Dramen und Literatur errungen, sondern ist zum Mammut-Mythos geworden, der jede Zeit und jeden Raum zu sprengen droht. Für diesen "Medea-Boom" ist noch längst kein Ende in Sicht. Je markanter der Mythos der Medea, desto weniger manifest zeigen sich die Züge einer kleinen Heroine, einer Kindfrau, in der figurenkompositorischen Gegenüberstellung des komparatistischen literaturwissenschaftlichen Vergleichs. Gegenstand dieser Arbeit ist es, die Kongruenz und die Ergänzungen anzudeuten, die sich in der Figur Medea der Göttlichen in Christa Wolfs Medea. Stimmen (1996) gegenüber der Doppelfigur Mariam/Laila in Khaled Hosseinis A Thousand Splendid Suns (2007) auf einer parallel strukturierten Ebene kaleidoskopisch betrachten lassen, wobei sich die Figuren als Doppelfiguren und "Grenzgängerinnen" erweisen. Sie soll keine zwanghafte Suche nach dem Mythos darstellen. Auch die Tatsache, dass die Gegensätzlichkeit der Bilder von Medea und Mariam nicht drastischer sein könnte, stellt eine Herausforderung dar. Ist der Kontrast der Figuren zwischen der bedeutenden Medea und der unbedeutenden Mariam zu groß, der Graben zwischen den Kulturen von Korinth und Afghanistan unter den realen Umständen zu tief?
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