Ins Paradies?

Ins Paradies?

Buch (Taschenbuch)

9,90 €

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Beschreibung

Adnan ist 13 Jahre alt und lebt auf der tunesischen Insel Djerba. Seine Mutter ist arbeitslos, sein Vater nach einem Schlag auf den Kopf während einer Demonstration gegen den früheren Machthaber Ben Ali Invalide. Die Not der vierköpfigen Familie ist groß. Deshalb wird Adnan, der älteste Sohn, auf die glückverheißende Reise nach Europa geschickt. Er soll mit dem Boot nach Lampedusa geschleust werden und von dort weiter nach Frankreich, ins vermeintliche Paradies. Nach einer lebensgefährlichen Überfahrt in einem überfüllten Flüchtlingsboot erreicht Adnan gemeinsam mit der neugewonnenen somalischen Freundin Dhura, die ebenfalls allein unterwegs ist, die italienische Insel und später Deutschland. Dort wird es einen Neuanfang für ihn geben.
Das neue Jugendbuch von Iris Lemanczyk beruht auf Tatsachen und beleuchtet die aktuelle Geschichte Tunesiens sowie zwei Schicksale von minderjährigen Flüchtlingen.

Iris Lemanczyk ist 1964 in Kirchheim/Teck bei Stuttgart geboren. Sie studierte Germanistik und Geographie, wurde Zeitungsredakteurin und reiste auf allen Kontinenten. Seit 1997 arbeitet sie als Autorin und freie Journalistin. Lemanczyk erhielt zahlreiche Stipendien und war Stadtschreiberin von Rottweil.

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 10 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

27.07.2015

Verlag

Horlemann Verlag

Seitenzahl

192

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 10 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

27.07.2015

Verlag

Horlemann Verlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21,1/12,8/2 cm

Gewicht

268 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89502-391-0

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"Adnan wurde wach. Sein Rücken war nass. […] Es dauerte eine Minute, bevor Adnan kapierte wo er war und was geschehen war. Dann aber waren die Bilder sofort wieder da. Das Bild des ertrinkenden Mannes. Das Bild von der Welle. Vom kaputten Motor. Aber auch das Bild von seiner weinenden Mutter. Und von der lachenden Maya. Er schluckte und hustete. Er hatte Durst und Hunger. Und schreckliches Heimweh. Alles wurde schlimmer. Tief unten im Bauch fing es an, ein leichtes Stechen erst, dann kroch es hinauf, füllte den Mund mit Trauer und Bitterkeit. Durch den Durst fehlte Spucke, um Trauer und Bitterkeit hinunter zu schlucken. Am schlimmsten aber war das Hämmern im Kopf. Um sich abzulenken, summte er ein Lied, das seine Mutter ihm immer gesungen hatte, wenn sie ihn trösten wollte.
Gleichzeitig drehte er seinen Kopf nach allen Seiten, irgendwo musste doch Land zu sehen sein. Wenn nicht Lampedusa, dann vielleicht Afrika. Tunesien. Egal, wenn sie wieder zurückfahren würden. Hauptsache Land. Doch er sah nur Wasser."
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