"Clean Labeling" bei Kinderlebensmitteln Täuschungsversuch an Eltern?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
02.02.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
77 (Printausgabe)
Dateigröße
1519 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656888420
für ihn wichtigsten Informationen zu filtern, welche für seinen Griff nach dem Lebensmittel relevant sind. Viele Entscheidungen werden dabei erst direkt am Regal im Laden gefällt. Deshalb ist die Optik eines Produktes, besonders der Aufdruck der Vorderseite als Marketinginstrument von großer Bedeutung. Ein Beispiel wären dafür die Versprechungen der Befreiung von Zusatzstoffen auf Kinderlebensmitteln.
Unternehmen werben nicht mehr nur damit, welche Inhaltsstoffe sich im Produkt befinden sondern welche Zusätze nicht enthalten sind. Dies geschieht durch Verzichts-
Auslobungen, so genannte Clean Label. Durch sie entfällt der negative Nachgeschmack von den ansonsten mit E-Nummern gekennzeichneten künstlichen Zusatzstoffen in einem Lebensmittel. Während Kinder mit Fantasienamen und auffälligen, bunten Verpackungen angesprochen werden, sind es die auf dem Produkt abgedruckten Verzicht-Bewerbungen, die deren Eltern adressieren. Jedoch weisen gerade diese
Produkte häufig ein ungünstiges Nährstoffprofil auf, da sie meist sehr salzig, fettig oder süß sind. Kinderlebensmittel mit einem Clean Label bilden dabei einen guten Kompromiss für Eltern dem Wunsch ihrer Kinder nach einem bestimmten Produkt nachzugehen und dem eigenen Wunsch, einen bewussten Ernährungsstil zu unterstützen, da die Auslobungen ein gesundes und natürlicheres Produkt suggerieren
können.
Diese Arbeit soll an dem Punkt der Täuschung anknüpfen. Dabei wird betrachtet, ob die Zielgruppe der Eltern die Bedeutung der Clean Label kennt oder sich bei der Definition
täuscht. Es wird angenommen, dass Eltern fehlerhafte Vorstellungen von den Auslobungen haben könnten und dadurch geblendet werden, was folglich die Täuschung in dieser Arbeit definiert. Bei den Herstellern wird vermutet, dass sie das Verständnis der Konsumenten kennen und bewusst Clean Label einsetzen, um das Unwissen oder die falsche Wahrnehmung für sich zu nutzen. Im Fokus liegen dafür die
Verzichts- und Reduktionsbewerbungen von Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern sowie Zucker. Dazu werden zuerst Kinderlebensmittel definiert und hinsichtlich ihrer Notwendigkeit in der Kinderernährung und ihrer Profitabilität analysiert. [...]
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