Inszenierung von Weiblichkeit in ausgewählten Kurzgeschichten von Edgar Allan Poes 'Tales of the Grotesque and Arabesque'
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
24.02.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
72 (Printausgabe)
Dateigröße
400 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656140313
Das Bild der toten Frau beschäftigt seit mehreren Generationen Literaturwissenschaftler. Viele haben in der Vergangenheit versucht, einen Zusammenhang zwischen der Biografie Edgar Allan Poes und den mysteriösen Todesfällen in seinen Kurzgeschichten zu ziehen. Poes leibliche Mutter, Poes sieben Jahre jüngere Cousine und Ehefrau Virginia Clemm und seine Pflegemutter Frances Allan starben alle in einem relativ jungen Alter an der damals noch unheilbaren Krankheit Tuberkulose. Besonders der Tod von Poes leiblicher Mutter gibt vielen Literaturwissenschaftlern Anlass dazu, Poes Gedichte und Kurzgeschichten psychoanalytisch zu interpretieren und die Basis der Interpretation in Poes Vergangenheit zu suchen. Sie betrachten die sterbende Frau und deren Verlust als Vergangenheitsbewältigung des Erzählers der Kurzgeschichte und setzen den Erzähler mit Poe gleich. Es ist eine Art der Trauer, eine Rückkehr in die Vergangenheit, so als ob Poe versuchte, die Dinge wieder gut zu machen.
In manchen Fällen erscheint diese Lesart sinnvoll, gerade in den Fällen der später geschriebenen Gedichte wie The Raven oder Annabel Lee. Für einige Kurzgeschichten in Tales of the Grotesque and Arabesque, halte ich diese Lesart nicht für sinnvoll. Die Kurzgeschichten Berenice, Morella, Ligeia und The Fall of the House of Usher handeln zwar von sterbenden Frauen, sollten dennoch nicht als Vergangenheitsbewältigung des Autors verstanden werden, weil der Erzähler in diesen Kurzgeschichten nicht mit einem naiven, schwachen und zärtlichen weiblichen Geschlecht konfrontiert wird, sondern mit einem starken, intellektuellen weiblichen Geschlecht.
Wenn die Kurzgeschichten nicht von Frauen handeln, die stellvertretend für die Trauer um den Verlust von Poes leiblicher Mutter stehen, dann stellt sich die Frage, wofür diese Frauen stehen, was sie symbolisieren oder auf welches Problem Poe mit dieser Thematik hinweisen wollte.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice