Bildungsgeschichte. Von Wilhelm von Humboldt nach Bologna. Ein Paradigmenwechsel?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.11.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
82 (Printausgabe)
Dateigröße
561 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656060031
der europäischen Bildungsminister: Schlagworte, die in aller Munde sind und oft unpräzise
und unreflektiert gebraucht werden. Doch was steckt genau dahinter? Wer war Wilhelm von
Humboldt? Was waren seine Bildungstheorien? Und was ist der Bologna-Prozess genau? Wie
wirkt er sich auf die deutsche Hochschullandschaft aus? Hat von Wilhelm von Humboldts Bildungstheorien
nach Bologna ein Paradigmenwechsel in der Bildungsgeschichte stattgefunden?
Wilhelm von Humboldts 200 Jahre alte Bildungstheorien prägen bis heute unser Bild von
Bildung. Das Lernen zu lernen war seine Haupterwartung an die Schule. Die Fähigkeit, sein
Leben selbstmotiviert und reflektiert zu gestalten sowie sich gescheit zu verhalten, war sein
Anspruch an das gebildete Individuum. Den Menschen geschützte Entwicklungsräume zu ermöglichen
war seine Forderung an einen sich aber dennoch inhaltlich nicht in die Erziehung
einmischenden Staat. Spannende Gedankenansätze, die auch nach zwei Jahrhunderten noch
aktuell klingen.
Forschungsfrage und somit auch das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszuarbeiten, ob der Bologna-
Prozess dem neuhumanistischen Bildungsideal Wilhelm von Humboldts gerecht wird.
Dazu ist es zunächst nötig, sich mit der Zeitgeschichte auseinander zu setzen, in der von Humboldts
Theorien und Reformideen entstanden sind. Bei der Betrachtung der historischen Ausgangssituation
im beginnenden 19. Jahrhundert wird der Schwerpunkt auf die Entwicklungen
in den Jahren bis 1809 / 1810 gelegt. In den Jahren 1809 bis 1810 war Wilhelm von Humboldt
für 16 Monate als Geheimer Staatsrat und Direktor der Sektion für Kultus und öffentlichen
Unterricht im Ministerium des Inneren für die Bildungspolitik (Bildungsreform) Preußens zuständig.
Durch die Skizzierung der Umbrüche in Europa und Preußen sowie die Darstellung
der Bildungsinstitutionen und Bildungstheorien im endenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts
wird der Kontext zwischen der allgemeinen gesellschaftlichen Situation und der Arbeit von
Wilhelm von Humboldt dargestellt. Wilhelm von Humboldt hat seine Ansprüche an Bildung
im Zusammenhang mit Gesellschaft und Staat formuliert. Weder sein Leben noch seine Bildungsreform
lassen sich losgelöst aus dem Kontext seiner Lebens- und Wirkensepoche adäquat
betrachten. Der Darstellung der historischen Ausgangssituation im beginnenden 19. Jahrhundert
folgt daher eine Biographie Wilhelm von Humboldts. Zentrale Inhalte sin
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