Das Bild des Kindes bei Maria Montessori und Ellen Key und die Konsequenzen für die Gestaltung des Unterrichts
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.02.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
515 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656908937
Im Zuge der Jahrhundertwende, die durch die rasante Industrialisierung und Modernisierung gekennzeichnet ist, entwickelt sich in der gesamten Gesellschaft der starke Wunsch nach einer Umgestaltung des Lebens und damit einhergehend eine Kritik des Erziehungswesens und der Bildungspolitik. Die daraus entstehenden unterschiedlichen Erziehungskonzepte und "Ansätze zur Erneuerung von Schule"1 wurden unter dem Begriff "Reformpädagogik" zusammengefasst. In der reformpädagogischen Bewegung trat das Kind, wie in keiner Epoche zuvor, in seiner individuellen Persönlichkeit in den Mittelpunkt erzieherischen Denkens und Handelns. Der Fokus zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Betrachtung des Kindes als wertvolles, individuelles Wesen, dessen Person und Wünsche respektiert und dessen Verhalten beobachtet und verstanden werden müssen. Die Lebensphase der Kindheit wurde gleichsam neu entdeckt und nahm eine quantitav und qualitativ neue Dimension an.
Die Reformpädagogen übten auf die herkömmlichen traditionellen Schulen vehemente Kritik aus, indem sie vor allem "die Herrschaft des Lehrstoffes"2 in den sog. "Paukschulen" bemängelten. Sie sahen die Schule als Masseninstitution mit einer lebensfernen Überbürdung von Stoff, in der Schüler ihre Individualität und Wissensgier verlieren und forderten eine "entbürokratische Schule, von freiheitlich demokratischen Lebensverhältnissen und liberalen, kindorientierten Bildungsidealen"3, dessen Aufgabe darin bestehe das Kind selbständig und aktiv zu fördern. Außerdem sei der Blick der traditionellen Schule zu stark auf Defizite gerichtet und sollte vielmehr auf die Stärken der Kinder fixiert sein.
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