Ein Häcksler im Garten ist die letzte Station des Ex-Nobelpreisjuroren Bertil Carlsson. Dabei hatte er sich doch so wohl gefühlt im idyllisch gelegenen Kurort, eine Stütze von Trachten- und Heimatverein. War es ein grausiger Unfall? Oder Mord? Kommissar Jennerwein verhört hartleibige Brauchtumswächter und enttäuschte Nobelpreiskandidaten. Als die Gerichtsmedizin feststellt, dass im Puzzle der Leichenknochen ein Körperteil fehlt, sucht Jennerwein nach ähnlichen Fällen und stößt auf ein schier unfassbares Forschungsprojekt...
»Die Spurensicherer packten ihre Geräte ein. Alle, die einen Blick in die Zinkwanne geworfen hatten und die Professor Dr. Bertil Carlsson in diesem Zustand gesehen hatten, rührten für den Rest ihres Lebens keine Fleischpflanzl, Buletten, Frikadellen, Klöpse, Fleischküchle, Hacktäschli, Beefsteaks, Brisoletts, Fleischlaberl, Fleischkrapfen, Hackklößchen, Hackhuller, Faschierte, Köttbullar, Ćevapčići und Keftedes mehr an. Nie mehr.«
Ein Gartenhäcksler ist eine wirklich eklige Mordwaffe und das Team rund um Kommissar Jennerwein nicht zu beneiden. Dabei sieht zunächst alles nach einem Unfall aus, der Mediziner und ehemalige Nobelpreisjuror Bertil Carlsson handhabte den Häcksler regelmäßig auf eine höchst leichtsinnige Art und das hatte diesmal wohl bedauerliche Folgen. Doch Jennerweins Bauchgefühl spricht gegen einen Unfall und wird natürlich recht behalten…
Als Leser dieser Krimireihe ist man bereits ungewöhnliche Todesfälle gewöhnt, der bayerische Kurort mit Bindestrich beflügelt beim Verbrechen offenbar die Kreativität. Auch diesmal können sich Ermittler, Spurensicherer und die Gerichtsmedizin nicht über fehlende Abwechslung und mangelnde Herausforderungen beklagen. Ich fühlte mich wieder einmal gut unterhalten!
Neben den Ermittlungen im Kurort gibt es einen zweiten Handlungsstrang in Rumänien, der auf ein bizarres Forschungsprojekt hinweist. Wer die Vorgängerbände kennt, trifft auf einen bekannten jugendlichen Hacker, der mal wieder alle Register seiner Fähigkeiten zieht. Außerdem begeben sich die Eheleute Grasegger, Bestatter a.D., auf eine Gruft-und-Sensen-Rallye (Normalsterbliche würden das als Weltreise bezeichnen), mit Schwerpunkt – natürlich – bei der Erkundung von Friedhöfen. Ebenfalls sehr unterhaltsam ;-)
Die Ereignisse sollen laut Autor auf einem wahren Fall beruhen, lediglich Eigennamen und Ortsangaben wurden verändert. Wenn das stimmt, wäre das mal wieder ein Beweis dafür, wie schräg auch die Realität sein kann.
Diese Krimireihe, ich habe es schon früher geschrieben, wird polarisieren. Entweder man liebt sie oder kommt damit gar nicht klar. Der Stil ist sehr eigenwillig, skurril, sarkastisch und voller Wortwitz. Mit kultigen Charakteren und einem Hang zu Ausschweifungen, bei denen trotzdem die Spannung erhalten bleibt. Ich lese sicher weiter!
Fazit: Leicht eklig diesmal, aber wie immer sehr unterhaltsam. Ich mag diese Reihe.
Super!
Bewertung aus Hemmingen am 26.06.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich bin, wie bisher von allen gelesenen Jennerweinromane, begeistert. Kann ich mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen. Habe mir sogar schon den 13. Roman vorbestellt.
Unfall oder Mord - das ist hier die Frage. Hubertus Jennerwein hat mal wieder den richtigen Riecher und deckt eine perfide Mordserie auf.
Das Hörbuch wird vom Autor selbst gelesen, dadurch bekommen die Charaktere genau die Züge, die sich der Autor beim Schreiben des Krimis vorgestellt hat. Man ist mitten im beschaulichen Kurort und fragt sich, wie so ein bestialischer Mord in dieser beschaulichen Kulisse passieren kann. Bei den Ermittlungen fiebert man mit Jennerwein und seinem Team mit und hofft, dass es noch nicht zu spät ist, den wahren Täter zu überführen.
Kurzweilig und spannend bis zum Schluss – daher klare Lese- bzw. Hörempfehlung.
Der Schwede Bertil Carlsson, seines Zeichens Arzt und ehemaliges Nobelpreis-Jurymitglied, lebt seit Jahren in einem beschaulichen süddeutschen Ort und ist dem bayerischen Brauchtum und seiner Anhängerschaft herzlich zugetan. Leider macht ein Häcksler im Garten seinem Leben ein grausames Ende. Der ganze Kurort ist bestürzt über das schreckliche Unglück des allseits beliebten Zeitgenossen. Allein Kommissar Jennerwein glaubt nicht an einen Unfall. Gemeinsam mit seinem stark verknappten Team macht er sich an die Auflösung des Falles, was im Angesicht des Zustandes der Leiche gar nicht so einfach ist. Als die Gerichtsmedizinerin feststellt, dass im Puzzle der Leichenknochen etwas Entscheidendes fehlt, stößt Jennerwein auf ein unglaubliches Forschungsprojekt.
Der Kabarettist Jörg Maurer präsentiert hier seinen siebten Jennerwein-Krimi, der seinen Vorgängern an Skurrilität und Spannung das Wasser reichen kann.
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