Erfolgreicher Unterricht ist planbar: Handlungsorientierter und expositorischer Unterricht im Vergleich

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Beschreibung

Das Grundlagenwerk stellt die Frage, welche unterrichtlichen Ausrichtungen bei verschiedenen Lernvoraussetzungen erfolgswirksam sind, ins Zentrum der Untersuchung.
Erfolgreicher Unterricht hängt von vielen Variablen ab, diese werden erläutert. Im Fokus steht jedoch die von den Lehrkräften zu beeinflussende Entscheidung der richtigen Methodenwahl. In dieser Studie wird zwischen einer expositorischen Unterrichtsausrichtung auf der einen Seite und einer handlungsorientierten Gestaltung des Unterrichts auf der anderen Seite unterschieden, die als konträre Punkte auf einem Kontinuum stehen. Zum einen werden, übersichtlich und prägnant, theoretisch die relevantesten Studien und deren Ergebnisse zum Thema Unterrichtswirksamkeit zusammengetragen, zum anderen illustriert ein ökonomisches Experiment, das in einer Lerngruppe einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme durchgeführt wurde, die Outcomes dieser zwei konträren Ansätze hinsichtlich kognitivem Kompetenzzuwachs und motivationalen Einstellungen zu ökonomischen Themen.
Der Aufbau und die Themensetzung dieser Studie sind so gewählt, dass diese als konzeptionelles Nachschlagewerk im Rahmen der Planung von Lernprozessen hilfreich Verwendung finden kann und somit eine Vorarbeit leistet, auf deren Grundlage Unterrichtsplanungen erfolgreich erfolgen können.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.04.2015

Verlag

Bachelor + Master Publishing

Seitenzahl

48

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.04.2015

Verlag

Bachelor + Master Publishing

Seitenzahl

48

Maße (L/B/H)

22/15,5/0,3 cm

Gewicht

107 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95820-392-1

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Textprobe:
Kapitel 3.3, Entdeckendes Lernen:
Spricht man vom Entdeckungslernen, so versteht man darunter eine Form des Wissenserwerbs, bei der die Neugierde und die Eigenaktivität des Lerners zentral ist (vgl. Helmke 2009: 68f.). Lernen ist ein schwierig zu beobachtender Prozess, an die Lerntheorie des Konstruktivismus jedoch orientiert sehe ich folgende Definition über das Lernen als geeignet: "Lernen ist die Entfaltung der Reflexions- und Handlungskompetenz durch die selbstorganisierte Verarbeitung äußerer Anregungen und innerer Impulse" (Meyer 2009: 133). Dabei ist das entdeckende Lernen keine neue Erfindung, sondern geht bis ins 4. Jahrhundert vor Christus zurück. Nachdem ich in einem ersten Schritt kurz die Idee des entdeckenden Lernens und deren Historie skizziert habe, erläutere ich den Begriff anhand seiner Charakteristika und führe dann kurz das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts an, indem es sich um einen Teilbestand des entdeckenden Lernens handelt, bevor ich in einem abschließenden Schritt wieder die Verbindung zum Konstruktivismus offenlege und einen Bezug zum Experiment herstelle, das sowohl symbolisch für ein entdeckendes Lernen sowie für das didaktische Prinzip der Handlungsorientierung steht.
Als Ausgangspunkt des heutigen entdeckenden Lernens lässt sich die Projektmethode von Dewey ausmachen. Nach ihm ist jedes Wissen individuell, aufgrund der Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand, entstanden (vgl. Forkel 2009: 63). Hierbei geht man besonders vom Interesse am Kinde aus, was heutzutage dem "Fachdidaktischen Prinzip" der Schülerorientierung nahe kommt. Der Sputnik-Schock in den 50er und 60er Jahren ließ die Erkenntnis reifen, dass rezeptive Lernformen entdeckenden Lernformen unterlegen seien. Einen Versuch der Kombination von der theoretischen Idee des entdeckenden Lernens in Kombination mit der Unterrichtsrealisation unternahm Wagenschein, der den Ansatz des genetisch-sokratisch-exemplarischen Lehrens hervorbrachte (vgl. Forkel 2009: 65). So sieht er nicht ausschließlich im entdeckenden Lernen den Primat aller Bildungsanstrengungen, vielmehr gehe es darum, Themen zu identifizieren, bei dem durch das Betrachten des Einzelnen Erkenntnisse über das Ganze gefunden werden können, somit steht das Einzelne exemplarisch für ein ganzes Themengebiet, was einen Zeitvorteil mit sich bringt. Nachfolgend sehe ich es für meine Arbeit als notwendig, aus den vielen verschiedenen Auffassungen des entdeckenden Lernens meine Arbeitsdefinition dieses Begriffes zu bestimmen. Spricht man vom entdeckenden Lernen, so kann man dieses, an Neber orientiert, wie folgt definieren: "Die Lernenden sollen ihr Wissen durch eigene Aktivitäten aufbauen, Fakten und Zusammenhänge selbständig suchen und ihre Lernvoraussetzungen zur Erweiterung ihrer Kenntnisse produktiv einsetzen - das heißt dann entdeckendes Lernen" (Forkel 2009: 68). Diese Definition halte ich für meine Arbeit als geeignet, da sie der Idee des Experiments, das folglich exemplarisch für das entdeckende Lernen steht, relativ nahekommt. Doch an welchen Merkmalen lässt sich entdeckendes Lernen identifizieren? Kommt man als Unterrichtsbeobachter spontan in eine Unterrichtssituation, so würde Entdeckungslernen schwierig wahrnehmbar sein, jedoch kann man dieses doch an ein paar wenigen Merkmalen erkennen. Entdeckendes Lernen liegt da vor, wo Schüler eigenaktiv in einem hohen Maß an Selbststeuerung individuell Lernergebnisse erzielen. Ausgangspunkt ist ein meist komplexes Problem verbunden mit der "freien" (nicht zu stark lehrergelenkten) Kommunikation darüber. Am Ende steht die Entdeckung mit all ihren Facetten. Entdeckungslernen im Unterricht vollzieht sich meist nach einem identischen Muster. Wichtiger Bestandteil des entdeckenden Lernens ist das Prinzip der Handlungsorientierung, das später durch die Anwendung des Experiments weiter konkretisiert wird. Dieses Prinzip bildet mit dem entdeckenden Unterricht den gleichen Kern, der aus de
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