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Ruhige Straße in guter Wohnlage

Die Geschichte meiner Nachbarn

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Ruhige Straße in guter Wohnlage

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.10.2015

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

19/12,6/2,7 cm

Gewicht

306 g

Beschreibung

Rezension

Keineswegs nur für Berliner eine spannende Lektüre. ("Oberbayerisches Volksblatt")
Brillant und voller Empathie. ("Weinheimer Nachrichten")
Pascale Hugues spart nicht mit Fakten; sie zitiert Gesetze, Erlasse, Zeitungen, dokumentiert Daten und Zahlen. Trotzdem hat sie kein historisches Bilderbuch geschaffen, sondern eine höchst lebendige Erzählung. ("Die Welt")
Ein kleines Wunder von Buch. ("Neue Zürcher Zeitung")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.10.2015

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

19/12,6/2,7 cm

Gewicht

306 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Rue tranquille dans beau quartier: L'histoire des mes voisins

Übersetzt von

Lis Künzli

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-63006-4

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Biografie einer Straße

Bewertung am 25.09.2013

Bewertungsnummer: 403075

Bewertet: eBook (ePUB)

2008 ist die Französin Pascale Hugues, die in Berlin wohnt, bei dem deutschen Publikum bekannt geworden. Denn in diesem Jahr ist ihr Buch über ihre beiden Großmütter Marthe und Mathilde erschienen. Jetzt gibt es ein neues Buch von ihr. Pascale Hugues beschreibt in ihrem neuen Buch die Biografie ihrer Straße in Berlin. Es ist eine x-beliebige Straße, in die sie per Zufall gezogen ist. Es sind dort keine historisch interessanten Gebäude zu finden und auch die richtig großen bekannten Persönlichkeiten, denen man eine Plakette an der Hauswand widmet, sucht man vergebens. Sie erzählt uns nicht, wie ihre Straße heißt, nur dass sie in Berlin Schöneberg liegt. Sie beginnt damit, zu beschreiben, wie sie diese Straße gefunden hat und wie ihre Straße heute aussieht. Und dann erzählt sie, was sie recherchiert hat. Anfang des 20. Jahrhunderts war Schöneberg noch nicht Berlin, sondern ein Dorf, das strategisch günstig an der Reichsstraße 1 liegt. Nach der Gründung des Deutschen Reichs und der Wahl Berlins als Reichshauptstadt erlebte Berlin einen ungeahnten Aufschwung. Neue Wohnungen mussten her und so entstand ein Immobilienboom. In Schöneberg wurde ein neues Viertel für Menschen der höheren Einkommensklassen geschaffen. Es entstanden die typischen repräsentativen, überladenen Häuser der Gründerzeit. Doch die beiden Kriege haben diese Straße nachhaltig verändert. Natürlich beschreibt die Autorin nicht nur die Architektur der Straße, sondern sie schildert auch die Geschichten einiger Bewohner dieser Straße. Sie erzählt, welches die ersten Familien waren. Da dies häufig jüdische Familien waren, änderten sich die Bewohner zwangsläufig während des 3. Reichs. Und so sind einige sehr interessante Biografien von Menschen entstanden, die einmal für eine gewisse Zeit in dieser Straße gelebt haben. Sie folgt den Spuren dieser Menschen und besucht sie teilweise sogar im Ausland. Es gibt Geschichten von Menschen, die es geschafft haben, rechtzeitig ins Ausland zu fliehen und Geschichten von Menschen, die geblieben sind. Sie erzählt von der Kaiserzeit, von den Goldenen Zwanziger Jahren, der schweren Zeit während des 3. Reichs, dem 2. Weltkrieg und dem Wiederaufbau danach. Und sie beschreibt wie ihre Straße heute aussieht und welcher neuerliche Wandel ihr wieder bevorsteht. Herausgekommen ist eine interessante Geschichte über ganz normale Menschen in einer ganz normalen Straße in Deutschland. Gerade diese kleinen Geschichten, die jeder in uns trägt und die wir leider von unseren Vorfahren oder Nachbarn gar nicht wirklich kennen, machen dieses Buch sehr lesenswert. Außerdem schafft sie damit natürlich auch eine sehr eigene Art der Geschichtsschreibung, denn es ist sehr interessant zu sehen, wie sich diese Straße entwickelt hat. Früher war es das vornehme Großbürgertum. Zwischenzeitlich gab es sogar einmal zeitweise ein Bordell in der Straße und jetzt wird sie ein Opfer der Gentrifizierung, wogegen sich einige Bewohner der Straße zur Wehr setzen. Dieses Buch hat von mir deshalb nur 3 Sterne bekommen, da es etwas viel Thema für ein relativ dünnes Buch ist. Die Autorin hat vieles angeschnitten, aber ich hätte mir die einzelnen Biografien ausführlicher gewünscht. Sehr interessant, aber ich hatte mir mehr davon versprochen.
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Biografie einer Straße

Bewertung am 25.09.2013
Bewertungsnummer: 403075
Bewertet: eBook (ePUB)

2008 ist die Französin Pascale Hugues, die in Berlin wohnt, bei dem deutschen Publikum bekannt geworden. Denn in diesem Jahr ist ihr Buch über ihre beiden Großmütter Marthe und Mathilde erschienen. Jetzt gibt es ein neues Buch von ihr. Pascale Hugues beschreibt in ihrem neuen Buch die Biografie ihrer Straße in Berlin. Es ist eine x-beliebige Straße, in die sie per Zufall gezogen ist. Es sind dort keine historisch interessanten Gebäude zu finden und auch die richtig großen bekannten Persönlichkeiten, denen man eine Plakette an der Hauswand widmet, sucht man vergebens. Sie erzählt uns nicht, wie ihre Straße heißt, nur dass sie in Berlin Schöneberg liegt. Sie beginnt damit, zu beschreiben, wie sie diese Straße gefunden hat und wie ihre Straße heute aussieht. Und dann erzählt sie, was sie recherchiert hat. Anfang des 20. Jahrhunderts war Schöneberg noch nicht Berlin, sondern ein Dorf, das strategisch günstig an der Reichsstraße 1 liegt. Nach der Gründung des Deutschen Reichs und der Wahl Berlins als Reichshauptstadt erlebte Berlin einen ungeahnten Aufschwung. Neue Wohnungen mussten her und so entstand ein Immobilienboom. In Schöneberg wurde ein neues Viertel für Menschen der höheren Einkommensklassen geschaffen. Es entstanden die typischen repräsentativen, überladenen Häuser der Gründerzeit. Doch die beiden Kriege haben diese Straße nachhaltig verändert. Natürlich beschreibt die Autorin nicht nur die Architektur der Straße, sondern sie schildert auch die Geschichten einiger Bewohner dieser Straße. Sie erzählt, welches die ersten Familien waren. Da dies häufig jüdische Familien waren, änderten sich die Bewohner zwangsläufig während des 3. Reichs. Und so sind einige sehr interessante Biografien von Menschen entstanden, die einmal für eine gewisse Zeit in dieser Straße gelebt haben. Sie folgt den Spuren dieser Menschen und besucht sie teilweise sogar im Ausland. Es gibt Geschichten von Menschen, die es geschafft haben, rechtzeitig ins Ausland zu fliehen und Geschichten von Menschen, die geblieben sind. Sie erzählt von der Kaiserzeit, von den Goldenen Zwanziger Jahren, der schweren Zeit während des 3. Reichs, dem 2. Weltkrieg und dem Wiederaufbau danach. Und sie beschreibt wie ihre Straße heute aussieht und welcher neuerliche Wandel ihr wieder bevorsteht. Herausgekommen ist eine interessante Geschichte über ganz normale Menschen in einer ganz normalen Straße in Deutschland. Gerade diese kleinen Geschichten, die jeder in uns trägt und die wir leider von unseren Vorfahren oder Nachbarn gar nicht wirklich kennen, machen dieses Buch sehr lesenswert. Außerdem schafft sie damit natürlich auch eine sehr eigene Art der Geschichtsschreibung, denn es ist sehr interessant zu sehen, wie sich diese Straße entwickelt hat. Früher war es das vornehme Großbürgertum. Zwischenzeitlich gab es sogar einmal zeitweise ein Bordell in der Straße und jetzt wird sie ein Opfer der Gentrifizierung, wogegen sich einige Bewohner der Straße zur Wehr setzen. Dieses Buch hat von mir deshalb nur 3 Sterne bekommen, da es etwas viel Thema für ein relativ dünnes Buch ist. Die Autorin hat vieles angeschnitten, aber ich hätte mir die einzelnen Biografien ausführlicher gewünscht. Sehr interessant, aber ich hatte mir mehr davon versprochen.

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von Pascale Hugues

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