Stadt als Palimpsest Zur Wechselwirkung von Materialität und Gedächtnis
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- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
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Sprache:Deutsch
24,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
08.10.2015
Abbildungen
mit zahlreichen schwarzweissen - und Farbabbildungen
Verlag
NeofelisSeitenzahl
222
Maße (L/B/H)
21,1/13,3/2,2 cm
Gewicht
306 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95808-024-9
Der Mensch verdrängt, blendet aus und kehrt unter den Teppich, um handlungsfähig zu bleiben. Unstimmigkeiten werden kaschiert, um vor sich selbst und vor Anderen identitätsstiftende Kohärenz verkörpern zu können. Nichtsdestotrotz erscheint das längst Verdrängte immer wieder an der Oberfläche; die eigene Geschichte bestimmt die Wahrnehmung, das Denken und Handeln. Sie provoziert Konflikte mit Neuem und Unbekanntem. Ebenso verdrängen oder verbergen auf kollektiver Ebene Gesellschaften Bereiche der eigenen Geschichte, deuten sie um, setzen sie in neue Kontexte oder geben ihnen neue Formen.
Gleich der vielfach beschriebenen antiken Papyrusrolle weist die Stadt als Palimpsest verschiedene historische Schichten auf. Wenn es schwerwiegende politische Zäsuren in der Vergangenheit gegeben hat, treten materielle Relikte dieser Regime als dissonante Störungen umso deutlicher in Erscheinung, werden als unpassend erlebt und sorgen für Irritation. Das Heute gibt Aufschluss über das Gestern. Erinnerungskonflikte tragen gleichsam die Frage nach dem Umgang mit der eigenen Geschichte in sich und gewinnen somit an Bedeutung.
Wie beeinflussen sich Gedächtnis und Materialität an ehemaligen Orten von Diktaturen wechselweise? Mit Hilfe ausgewählter Fallbeispiele – der Berliner Mauer, dem Gebäudekomplex des ehemaligen DDR-Rundfunks in der Nalepastraße, Berlin, und ehemaliger Haft- und Folterzentren in Buenos Aires – kontrastiertStadt als Palimpsesträumliche Aushandlungen von Gedächtnis und möchte einen Beitrag dazu leisten, raum- und gedächtnistheoretische Ansätze zusammenzuführen.
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