Schlachtbank Düppel: 18. April 1864.

Schlachtbank Düppel: 18. April 1864.

Die Geschichte einer Schlacht

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Schlachtbank Düppel: 18. April 1864.

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ePUB

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Nein

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Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.06.2015

Verlag

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Erscheinungsdatum

01.06.2015

Verlag

Osburg Verlag

Seitenzahl

360 (Printausgabe)

Dateigröße

5301 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzer

Ulrich Sonnenberg

Sprache

Deutsch

EAN

9783955101015

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Spannende Geschichts-Lektüre

Stefan Flomm aus Rellingen am 18.02.2021

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Anatomie einer Schlacht als spannendes Sachbuch. Dass dieser literarische Ansatz nicht zum Scheitern verurteilt ist, zeigt Tom Buk-Swienty in „Schlachtbank Düppel“ eindrucksvoll. 1870/71 und Düppeler Schanzen: Jeder halbwegs geschichtsinteressierte Mensch bringt diese Begriffe mit der Gründung des Deutschen Reiches in Zusammenhang. Die Jahreszahl des Deutsch-Französischen Krieges, der mit der Reichsgründung im Schloss von Versailles endete, noch besser als jenen Ort, der 1864 Schauplatz der Entscheidungsschlacht im Krieg zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark war. Gerade im Bezug auf Düppel endet dann aber meist das Wissen. Was genau in der Nähe des heute so beschaulichen nordschleswigschen Städtchens Sonderburg passierte, welches Grauen dort für die beteiligten Soldaten herrschte, ist weitestgehend unbekannt. Tom Buk-Swienty liefert keine analytische Draufsicht auf das Geschehen an den Schanzen, der an der Flensburger Förde gelegenen Festungsanlage, sondern die Innenansichten der Beteiligten. Er beschreibt die fünfwöchige Belagerungsphase, die mit dem Sturm am 18. April 1864 endete. In der komplizierten Auseinandersetzung um das Herzogtum Schleswig hatten sich die Skandinavier vom Danewerk nach Düppel zurückgezogen. Die dänische Krone versuchte Zeit zu gewinnen, um bei einer internationalen Konferenz einen für Dänemark günstigen Verständigungsfrieden zu erreichen. Doch der von Preußen geführte Deutsche Bund drängte auf eine Entscheidung. Mit höchstem Aufwand wurden ein Netz von Gräben ausgehoben, bis diese schließlich auf etwa 400 Meter an die insgesamt zehn Schanzen heranreichten – von dort aus stürmten die Preußen die nach mehrstündigem Trommelfeuer teilweise beschädigten Befestigungsanlagen. Nach kurzem, aber sehr heftigem Nahkampf wurden die dänischen Besatzungen überwältigt. Die Leser von „Schlachtbank Düppel“, ein Begriff, der im Übrigen von der dänischen Seite geprägt wurde, erfahren von Einzelschicksalen an der Auseinandersetzung beteiligter Soldaten, Kriegsberichterstatter, Beobachter des Internationalen Roten Kreuzes. Und auch von den Erfahrungen der Kriegschirurgen. Die nämlich sahen sich gänzlich veränderten Anforderungen gegenüber, da der Deutsch-Dänische Krieg – vor allem von deutscher Seite – mit modernstem Gerät geführt wurde, die fürchterliche Wunden zur Folge hatten. „Schlachtbank Düppel“ ist ein Musterbeispiel für spannende Geschichts-Literatur. (Erschienen in den Harburger Anzeigen und Nachrichten)

Spannende Geschichts-Lektüre

Stefan Flomm aus Rellingen am 18.02.2021
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Anatomie einer Schlacht als spannendes Sachbuch. Dass dieser literarische Ansatz nicht zum Scheitern verurteilt ist, zeigt Tom Buk-Swienty in „Schlachtbank Düppel“ eindrucksvoll. 1870/71 und Düppeler Schanzen: Jeder halbwegs geschichtsinteressierte Mensch bringt diese Begriffe mit der Gründung des Deutschen Reiches in Zusammenhang. Die Jahreszahl des Deutsch-Französischen Krieges, der mit der Reichsgründung im Schloss von Versailles endete, noch besser als jenen Ort, der 1864 Schauplatz der Entscheidungsschlacht im Krieg zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark war. Gerade im Bezug auf Düppel endet dann aber meist das Wissen. Was genau in der Nähe des heute so beschaulichen nordschleswigschen Städtchens Sonderburg passierte, welches Grauen dort für die beteiligten Soldaten herrschte, ist weitestgehend unbekannt. Tom Buk-Swienty liefert keine analytische Draufsicht auf das Geschehen an den Schanzen, der an der Flensburger Förde gelegenen Festungsanlage, sondern die Innenansichten der Beteiligten. Er beschreibt die fünfwöchige Belagerungsphase, die mit dem Sturm am 18. April 1864 endete. In der komplizierten Auseinandersetzung um das Herzogtum Schleswig hatten sich die Skandinavier vom Danewerk nach Düppel zurückgezogen. Die dänische Krone versuchte Zeit zu gewinnen, um bei einer internationalen Konferenz einen für Dänemark günstigen Verständigungsfrieden zu erreichen. Doch der von Preußen geführte Deutsche Bund drängte auf eine Entscheidung. Mit höchstem Aufwand wurden ein Netz von Gräben ausgehoben, bis diese schließlich auf etwa 400 Meter an die insgesamt zehn Schanzen heranreichten – von dort aus stürmten die Preußen die nach mehrstündigem Trommelfeuer teilweise beschädigten Befestigungsanlagen. Nach kurzem, aber sehr heftigem Nahkampf wurden die dänischen Besatzungen überwältigt. Die Leser von „Schlachtbank Düppel“, ein Begriff, der im Übrigen von der dänischen Seite geprägt wurde, erfahren von Einzelschicksalen an der Auseinandersetzung beteiligter Soldaten, Kriegsberichterstatter, Beobachter des Internationalen Roten Kreuzes. Und auch von den Erfahrungen der Kriegschirurgen. Die nämlich sahen sich gänzlich veränderten Anforderungen gegenüber, da der Deutsch-Dänische Krieg – vor allem von deutscher Seite – mit modernstem Gerät geführt wurde, die fürchterliche Wunden zur Folge hatten. „Schlachtbank Düppel“ ist ein Musterbeispiel für spannende Geschichts-Literatur. (Erschienen in den Harburger Anzeigen und Nachrichten)

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