'Ach, wäre fern, was ich liebe!' - Zum Motiv des Inzests in Thomas Manns 'Der Erwählte' und Robert Musils 'Der Mann ohne Eigenschaften'
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.08.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
100 (Printausgabe)
Dateigröße
643 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638830317
Dabei bindet sich die Inzestthematik an die unterschiedlichsten Sinnzusammenhänge: Sie ist Zeichen für Dekadenz ebenso wie für Utopie, sie beschreibt sowohl eine grausame Handlung als auch einen Liebesrausch. Und sie ist Ausdruck für Schöpfung wie auch für Destruktion. Inzest stellt sich als eine Thematik dar, die sich gegen Eindeutigkeit sperrt. Diese Uneindeutigkeit der Inzestthematik eröffnet gerade deshalb ein weitläufiges Spektrum, das auch innerfamiliäre Gewalt sowie seelischen und physischen Missbrauch implizieren kann - doch gerade auf literarischer Ebene ist häufig ein durchaus positiv konnotiertes Phänomen gemeint. In welchem Bedeutungszusammenhang das Motiv des Inzests zu setzen ist, in welchen (strukturellen) Kontexten es zutage tritt und welche Intention ein Autor bei der Verwendung dieses Motivs verfolgt, soll in der folgenden Arbeit untersucht werden.
Dabei erfolgt die Beschäftigung mit dem Inzestmotiv anhand der Romane "Der Erwählte" (1951) von Thomas Mann und "Der Mann ohne Eigenschaften" (1930-1952) von Robert Musil. Im "Erwählten" wird dabei eine doppelte Inzestkonstellation aufgezeigt. Aus der Verbindung der Zwillinge Wiligis und Sibylla entspringt das Kind Grigorß, das später eine Beziehung zu seiner Mutter eingehen wird. Im "Mann ohne Eigenschaften" hingegen wird allein das Verhältnis der Geschwister Ulrich und Agathe thematisiert.
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