Gewaltentwicklung während der Sozial- und Hungerproteste Eine Analyse am Beispiel der Berliner Kartoffelrevolution am 21. und 22. April 1847
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.07.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-01076-5
Die Frage nach der Gewalthaftigkeit bzw. -losigkeit soll in dieser Arbeit vordergründig sein, dennoch ist eine Erklärung und Analyse der Ursachen ebenso notwendig, wie eine Einordnung in die vorherigen sowie weiteren Ereignisse um den Bezug zur Revolution herzustellen.
Die 1840er Jahre wurden von einer großen Anzahl von Hungerprotesten erfüllt, die stets nach einem ähnlichen Muster abliefen. Die meisten Proteste gab es 1847, also unmittelbar vor dem Ausbruch der Revolution. Für dieses Jahr können ca. 200 Aufstände nachgewiesen werden, von denen um die 86% in den Monaten April und Mai stattfanden. Dennoch war es schwer, eine Quelle zu finden, da die meisten Berichte und Zeitungsartikel in den Archiven der betroffenen Städte liegen und ich aufgrund des Zeit- und Raumaufwandes diese Archive nicht aufsuchen konnte.
Problematisch ist auch, dass die Hungerrevolten vergleichsweise bedeutungslos waren im Vergleich zu den Ereignissen in den Jahren 1848/49 und deswegen in den Zeitungen und Zeitzeugenberichten weniger Beachtung finden, als die Unruhen in den Jahren davor. Ich habe mich aus diesem Grund für die sogenannte "Kartoffelrevolution" am 21. und 22. April 1847 in Berlin entschieden. Adolf Streckfuß schilderte die Ereignisse als Zeitzeuge. Die Berichte über die anschließenden Gerichtsverhandlungen der bei den Tumulten Festgenommenen wurden in der Zeitschrift "Der Publicist", die ich durch die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zur Verfügung gestellt bekommen habe, veröffentlicht.
In der von mir genutzten Ausgabe vom 02.06.1847 ist unter anderem die Gerichtsverhandlungen vom 28.05.1847 mit einigen Akteuren der Unruhen in Berlin veröffentlicht worden. Dabei wird diese als die wichtigste bezeichnet, denn sie behandelte den Vorfall vor dem Laden des Bäckermeisters Blumberg, der als Signal für die Eskalation der weiteren Tumulte gesehen wird.
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