Auslandskarriere versus Sinnkrise. Seinen Job als deutscher Ingenieur in Chile, Valparaíso sitzt Lennard Krupp eher ab, geht bevorzugt dem Vergnügen nach.
Auf einem Kurztrip nach La Paz passiert das Unfassbare: Die Maschine stürzt ab, nur Lennard und Flugbegleiterin Elena überleben. Ein kleines Wunder mitten im peruanischen Regenwald.
Als Retter verklärt, mutiert die Umgebung kurzfristig zur Idylle. Momentaufnahme im Wald ... bis die Realität unerwartet durchbricht. Elena ist plötzlich verschwunden und Lennard findet sich - nach überraschender Rettung - in Cuzco wieder. Wer sind die Retter, und warum ging der Absturz nicht durch die Presse?
Lennard stößt auf fragliche Erklärungen und dunkle Geschäfte. Auf der Suche nach Zerstreuung mischt er sich unter die Backpacker-Szene, philosophiert über das (neu erworbene) Leben - und stolpert von einem Extrem ins andere. Ein mordlustiger Verfolger hängt ihm schon bald an den Fersen ...
Lennard aber treiben mehr als Abenteuerlust und Absturztrauma: Er sucht Elena.
Ein Thriller. Ein Backpacker-Abenteuer. Eine Love-Story.
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Lennard Krupp, ein deutscher Ingenieur in Chile, überlebt einen Flugzeugabsturz im peruanischen Regenwald und plötzlich ist nichts mehr wie es vorher war.
Fern ist jede Vorstellung von dem, was mich in naher Zukunft erwarten wird. Die Vorstellung davon, dass dies erst der Anfang eines Albtraums ist.
Nur Elena, die Flugbegleiterin, ist scheinbar noch unter den Überlebenden. Lennard sieht diesen Absturz als eine Art Wiedergeburt und beginnt über sein bisheriges Leben nach zu denken.
Zu Beginn des Romans ist es etwas verwirrend, dass keiner der beiden einen Versuch startet, nach dem Absturz einen Weg aus dem Urwald zu suchen. Nach dem ersten Drittel der Geschichte beginnt man langsam die wirklichen Zusammenhänge zu verstehen und die Erzählung beginnt an Spannung zu zu nehmen.
Nach einer heißen Liebesnacht ist Elena plötzlich verschwunden.
Aus einer Bewusstlosigkeit erwacht Lennard in einer kirchlichen Institution aus der er flieht, um sich auf die Suche nach Elena zu machen.
Dabei wird er immer mehr in dubiose Machenschaften, die den Flugzeugabsturz betreffen, hinein gezogen. Und nach und nach muss Lennard sogar um sein Leben fürchten und um das seiner Freunde.
Das Ende der ganzen Geschichte ist dermaßen überraschend, dass man ein wenig verwirrend auf den Roman zurück blickt.
Etwas störend in diesem Roman sind immer wieder spanische Sätze. Eine Übersetzung wäre dabei nicht schlecht gewesen.
Im Großen und Ganzen ist es ein interessanter Roman auf den man sich einfach einlassen muss, da nichts so ist wie es scheint.
kingofmusic
aus Bielefeld
4/5
10.12.2015
Buch (Taschenbuch)
Road- und Seelentrip durch Südamerika
Südamerika bei dem Begriff fällt mir zunächst einmal einer meiner Lieblingsautoren, Gabriel Garcia Marquez, ein. Dann natürlich die dazugehörigen Länder wie Brasilien, Peru, Bolivien, Chile. Aber auch Begriffe wie Samba und Lebensfreude.
Nach Lektüre von Absturz überlebt von Kerstin Westerbeck kommen jetzt noch Menschenhandel, Prostitution, Drogen usw. dazu. Kerstin Westerbeck ist durch persönliche Verhältnisse eine tief in Südamerika verwurzelte Autorin, die sich nicht zu schade ist, auch die negativen Aspekte dieses Subkontinents zu beleuchten, was bei der Bewertung dieses Romans mit einfließen muss.
Worum geht´s: Lennard Krupp ist ein Ingenieur aus Deutschland, der in Chile an einem Hafenbau-Projekt teilnimmt und sich ein paar Tage Auszeit gönnen will. So steigt er in ein Flugzeug Richtung La Paz und damit beginnt für ihn ein wilder und irrer Überlebens-Trip, der geprägt ist von Sex, Schwindel und Ohnmacht, der Suche nach Elena (einer weiteren Überlebenden des Absturzes) und der immer wiederkehrenden Frage, wie man mit dem Trauma, einen Flugzeugabsturz überlebt zu haben, richtig umgehen kann, ohne daran zu zerbrechen.
Mancher Leser wird sich fragen, warum ein Mann Anfang 40 und demnach in der Mitte seines Lebens (oder auch Midlife-Crisis genannt) nach einem Flugzeugabsturz ständig an Sex denkt und ebensolchen mit wechselnden Partnern und mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg hat. Diese Frage habe auch ich mir während der Lektüre öfter gestellt und das ist (leider) auch ein Negativ-Aspekt dieses Romans; hier wäre weniger definitiv mehr gewesen. Wer jetzt allerdings denkt, dass es in dem Buch nur um die Demonstration männlicher Potenz geht, liegt hier falsch. Dafür ist Absturz überlebt dann doch zu vielschichtig (s. o.).
Schwierig mögen auch für den ein oder anderen Leser (oder alle, die des spanischen nicht mächtig sind *g*) die in Spanisch gehaltenen Passagen und Sätze sein, wobei das Wichtigste direkt im Anschluss immer sinngemäß wiederholt und so übersetzt wird. Und notfalls gibt es ja auch einen Übersetzer namens na ja, Schleichwerbung mach ich hier jetzt nicht ha ha ha.
Ein weiterer Aspekt, der die Lesefreude etwas trübt, ist die Kommasetzung. Wobei ich hier ein Auge zudrücke, da Kerstin Westerbeck keinen professionellen Lektor im Rücken hat und das sogar auf ihrer Homepage selber zur Sprache bringt (Respekt dafür, so offen mit dem Thema umzugehen!!!). Die Sache mit dem Lektor ist ein Umstand, der heutzutage leider (scheinbar) zum Autoren-Dasein dazugehört. Man kann Kerstin Westerbeck nur wünschen, dass sie die Möglichkeit erhält, jemanden zu finden, der ihr in Zukunft dahingehend mit Rat und Tat zur Seite steht.
Positiv hervorheben muss und will ich die Beschreibung der Szenen, in denen man sich wirklich vorkommt, als wäre man direkt vor Ort. Zum Beispiel, wenn der Protagonist auf eine Bergtour Richtung Machu Picchu aufbricht und oben angekommen, sich ein Panorama entfaltet, wo man einfach nur hofft, eines Tages diese Schönheit der Natur in Wirklichkeit betrachten zu können. Man spürt allerdings auch die versteckte Kritik der Autorin am Massentourismus, der dabei ist, solch unschätzbare Güter der Menschheit unwiederbringlich zu zerstören.
Das Ende bietet für den Leser eine ziemliche Überraschung und man versteht auf einmal, warum das Buch an der einen oder anderen Stelle sprunghaft, wirr und diffus wirkt und warum die Sprache eher an ein Tagebuch als an einen normalen Roman erinnert.
Bei der Bewertung musste ich mich entscheiden: bleibe ich mir und meiner selbstgemachten Vorgabe treu und gebe einem Buch mit viel (unnötigem) Sex und falscher Kommasetzung/ Rechtschreibung drei Sterne oder gebe ich den Südamerika- bzw. Autor mit Potenzial und Luft nach oben-Bonus? Ich habe mich für letzteres entschieden, da Kerstin Westerbeck ungeachtet der Kritikpunkte durchaus in der Lage ist, einen stimmigen Roman zu schreiben, den ich mit ein bisschen Abstand garantiert noch einmal lesen werde.
Mein Dank geht an dieser Stelle an Kerstin Westerbeck für das zur Verfügung gestellte Exemplar mit der tollen Widmung. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Bewertung
aus Limbach-Oberfrohna
4/5
09.12.2015
Buch (Taschenbuch)
Absturz überlebt
Lennard Krupp, Ingenieur aus Chile, startet einen Vergnügunstrip nach La Paz. Das Flugzeug stürzt mitten im peruanischem Regenwald ab, er und Flugbegeiterin Elena Arevalo und Louisa überleben das Unglück.
Während Lennard eine Art Wiedergeburt erlebt, stellt sich Elena der Realität. Als Elena nach ihrer gemeiensamen Liebesnacht verschwunden ist, beginnt für Lennard ein Roadtrip der sein komplettes Leben ändert.
Autorin Kerstin Westerbeck geht mit dem Leser auf eine Reise durch Peru. Man sieht die schönen und aber auch die schlechten Seiten z B. Kindesentführung und Prostitution, Drogenhandel und kaltblütiger Mord, die schönen Seiten sind die Beschreibung der Landschaft. Man kann denken selbt dort zu sein.
Hier und da muß vielleicht m Schreibstil noch etwas verbessert werden. Aber ich kann beruhigt 4 Sterne geben.
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