Rechtliche Rahmenbedingungen für Leiharbeit im Gesundheitswesen
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
13.05.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
637 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656960591
Leiharbeit rückte im Verlauf des 21.Jahrhunderts immer mehr in den gesellschaftlichen und politischen Fokus. Die Argumente strikter Gegner und eifriger Befürworter prallten in den letzten Jahren immer wieder aufeinander. Gewerkschaften beklagen, dass weniger Zeitarbeitsplätze geschaffen werden, dies aber auf Kosten der regulären Arbeitsplätze geschieht. Ökonomen halten dagegen, dass durch die Zeitarbeitsstellen schneller entstehen und vergeben werden und damit Mehrarbeit nicht durch Überstunden oder Preissteigerungen ausgeglichen wird.
Gerade in den letzten Jahren stieg die Zahl der Leiharbeitnehmer exorbitant an. Vor allem seit der Weltwirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 nahm die Zahl der in Leih- bzw. Zeitarbeitsfirmen Beschäftigten enorm zu. Laut der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahr 2011 927000 Menschen als Leiharbeitnehmer beschäftigt. Bei der letzten Erhebung im Juni 2013 immerhin noch 825000 Leute (vgl. Arbeitsmarktberichterstattung, Februar 2014, "Der Arbeitsmarkt in Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle Entwicklungen). Insgesamt sind ca. 2% aller Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland als Zeitarbeitnehmer beschäftigt.
Neben den typischen Branchen wie die Industrie, wird die Arbeitnehmerüberlassung im Gesundheitswesen zunehmend bedeutungsvoller und bringt einzelne Besonderheiten mit sich. Eingesetzt wird die Leiharbeit "weitgehend nicht zur Kompensation von Auftragsspitzen, sondern eher als Mittel zur Aufrechterhaltung der Versorgung bei zu geringer Personalausstattung" (Bräutigam et al. 2010a, S. 3). Der demographische Wandel und die Zunahme von fehlenden Fachkräften in der Pflege sind zentrale Probleme des Gesundheitswesens. Der Einsatz von Leiharbeitnehmern ist auf die Dauer gesehen keine Lösung dieser Probleme, viel mehr bildet dieses Instrument eine Art Scheinlösung (vgl. ebd., S. 31f.). Fest angestellte Mitarbeiter eines Unternehmens sind zunehmend mit Zeitarbeitnehmern konfrontiert und es stellt sich die Frage, ob die Qualität der Pflege darunter leidet, da sich routinierte Arbeitsabläufe nicht einstellen (vgl. Arbeitnehmerkammer Bremen 2011, S. 4f.).
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