Ein Liebesdrama voller Mut, Emotion und unerschütterlicher Verbundenheit. Ein Augenblick verändert alles: Ben und Zita sind frisch verliebt, als ein Unfall ihr gemeinsames Leben erschüttert. Plötzlich sieht sich Ben mit einer bleibenden Behinderung konfrontiert und mit der Angst, Zita zu verlieren. Doch sie bleibt. Entschlossen, liebevoll, voller Hoffnung. In diesem bewegenden Roman begleiten wir ein junges Paar durch eine existenzielle Krise. Es ist eine Geschichte über die Herausforderungen körperlicher Einschränkungen, über emotionale Abgründe und darüber, was es heißt, wirklich füreinander da zu sein. Werden sie den Weg gemeinsam gehen, trotz aller Hindernisse? Es handelt sich hierbei um die überarbeitete Neuveröffentlichung aus dem Jahr 2025 und den ersten Teil der Umdrehungen-Reihe.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Die außergewöhnliche Liebe zweier außergewöhnlicher Menschen
Was erwartet man von einem Buch, welches von einer Liebesgeschichte erzählt, die einen tragischen Unfall erleidet? Um ehrlich zu sein, wusste ich das am Anfang auch nicht so genau, denn bisher hatte ich kein derartiges Buch gelesen. Ich freute mich aber sehr auf die Lektüre, denn gerade weil ich beruflich mit körperlich wie auch geistig beeinträchtigen Menschen zu tun habe, war ich gespannt, wie die Autorin das Thema angeht und in einem Roman verbaut.
Wie würden wir uns fühlen, wenn wir von heute auf morgen im Rollstuhl sitzen würden, ohne Aussicht darauf, jemals wieder laufen zu können? Wie würden wir damit umgehen, wen hätten wir noch an unserer Seite und was würden wir aus unserem Leben machen? Vor diesen Fragen sieht sich auch Ben, der nach einem tragischen (Arbeits-)Unfall plötzlich im Rollstuhl sitzt. Er muss sich in seinem neuen Leben zurechtfinden, was ihm, verständlicherweise, jedoch extrem schwer fällt und weiß nicht so recht, wie es mit ihm weitergehen soll. Die Autorin beschreibt sehr gut die Gefühlswelt, des nun behinderten Ben und lässt uns nicht nur daran teilhaben, sondern auch ein wenig mitfühlen, was in ihm vorgeht. Man spürt deutlich seine Ängste, seine Verzweiflung und seine Hoffnungslosigkeit und würde nichts lieber tun, als ihm ein wenig von seinen Problemen abzunehmen, doch leider ist uns dies weder im realen Leben, noch in der Welt der Bücher, möglich.
Besonders spannend fand ich die alltäglichen Probleme, die eine Querschnittslähmung so mit sich bringt, denn hier gibt uns die Autorin einen sehr detaillierten Einblick. Obwohl ich mit behinderten Menschen arbeite und mir durchaus über die funktionierenden/nicht funktionierenden Körperfunktionen im Klaren bin, so habe ich mir (zugegeben) noch nie wirklich Gedanken über die tatsächlichen Einschränkungen und die damit verbundenen Unzulänglichkeiten Gedanken gemacht. (Vermutlich, weil ich eher weniger mit Querschnittsgelähmten Menschen, als eher mit Schwerstmehrfachbehinderten zu tun habe). Die Autorin gibt sich große Mühe, dem Leser einen Einblick in Ben's Welt zu verschaffen und behandelt die Thematik mit großem Respekt, ohne das ganze beim lesen "zu erschweren".
Die Liebesgeschichte zwischen Ben und Zita entwickelt sich rasend schnell, was in diesem Roman allerdings nur zu verständlich ist. Eine Beziehung, die solchem Druck ausgesetzt wird, schreitet zwangsläufig anders voran, als eine "normale" Beziehung, wenn sie überhaupt standhält. Auch wenn Zita häufig wirkt, wie eine oberflächliche, kaufsüchtige junge Frau, so wird schnell klar, dass man sich in ihr getäuscht hat, denn sie steht zu Ben und gibt sich die größte Mühe, um ihm in jeder Lebenslage beistehen zu können.
Insgesamt kann ich euch diesen Roman uneingeschränkt empfehlen, denn die Autorin geht auch mit diesem, zugegeben etwas schwierigen Thema, sehr leicht um, ohne dem ganzen die Dramatik zu nehmen oder das Thema "kleinzureden". Die Charaktere sind wundervoll gestaltet und das Lesevergnügen auf jeden Fall gegeben. Auch wenn man sich zu Beginn der Lektüre nicht so ganz sicher war, was man von einem Roman über ein solch schwierigen Thema zu erwarten hat, so wurden zumindest in meinem Fall nur positive Gefühle hinterlassen.
Wertung: 5 von 5 Sterne!
Book-addicted
aus www.book-addicted.blogspot.com
5/5
06.02.2016
Buch (Taschenbuch)
Was erwartet man von einem…
Was erwartet man von einem Buch, welches von einer Liebesgeschichte erzählt, die einen tragischen Unfall erleidet? Um ehrlich zu sein, wusste ich das am Anfang auch nicht so genau, denn bisher hatte ich kein derartiges Buch gelesen. Ich freute mich aber sehr auf die Lektüre, denn gerade weil ich beruflich mit körperlich wie auch geistig beeinträchtigen Menschen zu tun habe, war ich gespannt, wie die Autorin das Thema angeht und in einem Roman verbaut. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir von heute auf morgen im Rollstuhl sitzen würden, ohne Aussicht darauf, jemals wieder laufen zu können? Wie würden wir damit umgehen, wen hätten wir noch an unserer Seite und was würden wir aus unserem Leben machen? Vor diesen Fragen sieht sich auch Ben, der nach einem tragischen (Arbeits-)Unfall plötzlich im Rollstuhl sitzt. Er muss sich in seinem neuen Leben zurechtfinden, was ihm, verständlicherweise, jedoch extrem schwer fällt und weiß nicht so recht, wie es mit ihm weitergehen soll. Die Autorin beschreibt sehr gut die Gefühlswelt, des nun behinderten Ben und lässt uns nicht nur daran teilhaben, sondern auch ein wenig mitfühlen, was in ihm vorgeht. Man spürt deutlich seine Ängste, seine Verzweiflung und seine Hoffnungslosigkeit und würde nichts lieber tun, als ihm ein wenig von seinen Problemen abzunehmen, doch leider ist uns dies weder im realen Leben, noch in der Welt der Bücher, möglich. Besonders spannend fand ich die alltäglichen Probleme, die eine Querschnittslähmung so mit sich bringt, denn hier gibt uns die Autorin einen sehr detaillierten Einblick. Obwohl ich mit behinderten Menschen arbeite und mir durchaus über die funktionierenden/nicht funktionierenden Körperfunktionen im Klaren bin, so habe ich mir (zugegeben) noch nie wirklich Gedanken über die tatsächlichen Einschränkungen und die damit verbundenen Unzulänglichkeiten Gedanken gemacht. (Vermutlich, weil ich eher weniger mit Querschnittsgelähmten Menschen, als eher mit Schwerstmehrfachbehinderten zu tun habe). Die Autorin gibt sich große Mühe, dem Leser einen Einblick in Ben's Welt zu verschaffen und behandelt die Thematik mit großem Respekt, ohne das ganze beim lesen "zu erschweren". Die Liebesgeschichte zwischen Ben und Zita entwickelt sich rasend schnell, was in diesem Roman allerdings nur zu verständlich ist. Eine Beziehung, die solchem Druck ausgesetzt wird, schreitet zwangsläufig anders voran, als eine "normale" Beziehung, wenn sie überhaupt standhält. Auch wenn Zita häufig wirkt, wie eine oberflächliche, kaufsüchtige junge Frau, so wird schnell klar, dass man sich in ihr getäuscht hat, denn sie steht zu Ben und gibt sich die größte Mühe, um ihm in jeder Lebenslage beistehen zu können. Insgesamt kann ich euch diesen Roman uneingeschränkt empfehlen, denn die Autorin geht auch mit diesem, zugegeben etwas schwierigen Thema, sehr leicht um, ohne dem ganzen die Dramatik zu nehmen oder das Thema "kleinzureden". Die Charaktere sind wundervoll gestaltet und das Lesevergnügen auf jeden Fall gegeben. Auch wenn man sich zu Beginn der Lektüre nicht so ganz sicher war, was man von einem Roman über ein solch schwierigen Thema zu erwarten hat, so wurden zumindest in meinem Fall nur positive Gefühle hinterlassen.
Bewertung
aus Annaburg
5/5
30.09.2015
Buch (Taschenbuch)
Endlich mal wieder ein Buch mit Stil
Wenn man sich die Zusammenfassung durchliest, merkt man schnell, dass die Autorin Sonja Bethke-Jehle ein Thema aufgreift, welches doch recht ungewöhnlich ist, und welches man vllt. auch nicht alle Tage liest.
Aber jede Zweifel wurden schon alleine durch die ersten Seiten wie weggefegt.
Es war wirklich fesselnd!
Die Charaktere haben ihren eigenen Charakter und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Hinzu kommt, dass jeder seine eigene Geschichte, Ziele, Wünsche und Träume hat und am Ende eigentlich alle von der Behinderung betroffen sind.
Und so wird selbst aus dem alten Nachbarn ein neuer Nachbar, der nach dem Aufenthalt im Krankenhaus zwar lebend, aber mit Rollstuhl zurückkehrt...
Es ist wirklich sehr intensiv und einfühlsam beschrieben.
Dennoch braucht man keine Angst haben, dass die Autorin das Thema "Behinderung und Rollstuhl" bis ins kleinste Detail ausgearbeitet hat und man sich bedrängt fühlt.
Sie hat nicht alle Risiken und Nebenwirkungen aufgezählt und erklärt, sondern man kann während des Lesens sich ein Bild davon machen.
Sie gibt uns eher einen Einblick in diese Welt und schafft es dabei auch, eine Handlung Drumherum aufzubauen.
Man kennt das ja, sieht man jemandem im Rollstuhl schaut man weg, weil man denkt, er könnte sich ja sonst begafft fühlen.
Schaut man zu lange hin, fühlt sich die Person vllt. sogar begafft.
Aber sieh hat eine sehr gute Balance zwischen Informationen und Geschichte gefunden.
Es ist sehr schön, dass die Autorin es geschafft hat, durch Ben, dieser Behinderung einen Namen und damit vllt. auch für den einen oder anderen ein Gesicht zu geben, der vllt. noch nie mit einem Rollstuhlfahrer konfrontiert worden ist. Sie zeigt es auf sehr offene Art und Weise, ohne der Absicht, jemandem zu Nahe gehen zu wollen.
Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, denn die Geschichte von Ben und Zita hat noch mehr zu bieten und viele Fragen welche im Buch entstanden sind, wollen ja eine Antwort bekommen. ; )
Denn auch eine Behinderung geht weiter und lässt immer wieder neue Herausforderungen entstehen, wie man sehr schön im Laufe des Buches erkennen konnte.
Gabi R. - GabisBuecherChaos
4/5
02.07.2016
Buch (Taschenbuch)
Das Leben passiert immer dann, wenn wir es nicht brauchen können.
Das erfahren auch Ben und Zita, die sich erst wenige Wochen kennen und deren Liebe noch am Wachsen ist, als Ben in Ausübung seines Berufes angeschossen wird und den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzen muss. Selbst mit dieser Diagnose überfordert, zweifelt er daran, dass Zita sein weiteres Leben mit ihm teilen wird. Doch er soll sich täuschen, denn Zita liebt ihn ohne Einschränkungen.
Den steinigen Weg, den die beiden auf sich nehmen, der ihre Liebe immer wieder auf eine harte Probe stellt, hat Sonja auf liebevolle Art mit all seinen Höhen und Tiefen beschrieben und ich denke, jeder, der in eine ähnliche Situation kommt (was niemandem zu wünschen ist) kann aus der Geschichte der zwei knapp 30-jährigen Protagonisten lernen.
Ich dachte nach dem Lesen des Klappentextes, ob ich mir das wirklich antun soll über so ein Schicksal zu lesen, doch die junge Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil gefesselt und ich möchte nun unbedingt wissen, wie es mit Ben und Zita weitergeht.
Vier Sterne kann ich vergeben
Bewertung
aus Norderstedt
4/5
16.06.2016
Buch (Taschenbuch)
Wenn plötzlich alles anders ist
Stellen Sie sich vor, Sie leben Ihr Leben. Sie planen den nächsten Urlaub, das nächste Wochenende, den nächsten Geburtstag, den nächsten Abend und denken dabei keine Sekunde daran, dass all Ihre Planung plötzlich wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen könnte. Dabei muss es nur eine Kleinigkeit sein...nur ein kleiner Windhauch und schon ist alles, was Sie hatten, nämlich Ihr gesamtes Leben wie sie es kannten einfach weg! Zack! Und nun?
Was tun Sie nun? Mit Ihrem Leben hadern? Es gar von sich weisen wollen? Die anderen beschuldigen? Keine einfachen Fragen. Oder? Stellen Sie sich diese manchmal? Denken Sie manchmal daran wie es wäre, wenn Sie plötzlich den Rest Ihres Lebens in einem Rollstuhl verbringen müssten? Wenn Sie plötzlich nicht mehr auf Toilette gehen sondern rollen?
Die Autorin Sonja Bethke-Jehle stellt uns genau vor diese Frage(n). In Ihrem Roman "Umdrehungen, Das Leben steht still" beschreibt sie uns das Leben eines jungen, frisch verliebten Polizisten, der durch tragische Umstände bedingt für den Rest seines Lebens in einen Rollstuhl gefangen leben muss. Das verwandelte Leben des Polizisten verbirgt für das junge Paar viele Stolperbrocken, Steine auf dem Weg und Steinchen in den Schuhen. Es beginnt für beide ein Weg des ewigen Stürzens und sich wieder Aufrichtens, ein Weg der den Stillstand somit nur vortäuscht .
Es ist eine sehr gute Geschichte mit einer, für den Künstler sehr reichhaltigen Thematik. Trotzdem möchte ich nur fast fünf Sterne geben. Es sind viele Wiederholungen und es fehlt mir ein wenig an Tiefe. Der innere Kampf der beiden Protagonisten berührt mich noch nicht. Ich bin mir aber sicher, dass die junge Autorin im Laufe ihrer Zeit an Tiefe und somit Berührungsfähigkeit dazugewinnen wird.
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