Die 3a hat den Ruf, eine besonders schwierige Klasse zu sein. Max ist der Boss und mit seinen Anhängern kontrolliert er die Klasse. Julian versucht mit der "Unsichtbar-Taktik" durch die Schule zu kommen. Und Amelie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Freundin, aber für die angesagten Mädchen ist sie nicht cool genug. Doch plötzlich wird alles ganz anders - an dem Tag, als ein Lehrer namens Stern das Klassenzimmer betritt. Die Kids beginnen, einander zuzuhören, miteinander zu reden und arbeiten an einem gemeinsamen Ziel: eine Rockshow am Ende des Schuljahres. Doch nicht nur die berüchtigte Klasse verändert sich ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
LaLi
3/5
23.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Begeisterung und Bedenken
Als die Lehrerin der 3a in Karenz geht, übernimmt Gabriel Stern die Klasse. Durch seine wertschätzende Art zu sprechen und mit Menschen umzugehen, bringt er frischen Wind in die vorher als schwierig abgestempelte Klasse. Doch nicht nur in der 3a sorgt er für positive Veränderungen.
Meine Erfahrung/Meinung:
Ich bin bei diesem Buch sehr hin- und hergerissen! Auf der einen Seite gefällt es mir, wie hier die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation dabei helfen, die Kinder in ihrer Weiterentwicklung zu bestärken. Gleichzeitig sind für mich einige Stellen im Buch etwas schwierig. Ich war zuerst begeistert davon, dass von Schülerinnen und Schülern die Rede war, leider zog sich das Gendern nicht durch das ganze Buch, denn es wurde dann doch immer wieder das generische Maskulinum verwendet.
Auch habe ich nicht verstanden, warum Ausdrücke wie „in den FETTEN Herrn Krauser“ und „er hat den DICKEN Olli“ verwendet werden mussten. Ja, es sind Adjektive, doch wie so häufig werden sie hier für Personen verwendet, die auf den ersten Blick eher fies wirken. Zusätzlich war ich dann auch noch davon irritiert, dass die Illustrationen von Herrn Krauser keinen übergewichtigen Mann darstellten. Auch dass immer wieder das für Wien typische „ur“ verwendet wurde, war für mich eher befremdlich.
Doch ganz besonders verstörend fand ich die Stelle, wo eine Schülerin einen Lehrer von etwas überzeugen möchte. Zitate: „„Herr Fitt“, säuselt sie mit einem Augenaufschlag und zupft scheinbar verlegen an ihren Haaren, „ich habe mir überlegt, dass es cool sein könnte, wenn… .“ … „Friedrich Fitt kann nicht Nein sagen, wenn ein Mädchen in Not ist. Das war immer schon so. Da wird der starke Fritz butterweich.“
Trotz allem hatte das Buch auch sehr viele gute Momente, und ich konnte auch ein, zwei Ideen für den Unterricht gewinnen. Deshalb bin ich wirklich sehr hin- und hergerissen.
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