Produktbild: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud
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Christa Wolf

1. Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud

Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud

Aus der Reihe suhrkamp pocket
Gesprochen von
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Christa Wolf

Spieldauer

12 Stunden und 45 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.07.2010

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

80

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

4057664024091

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Christa Wolf

Spieldauer

12 Stunden und 45 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.07.2010

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

80

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

4057664024091

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  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    4/5

    26.01.2021

    eBook (ePUB)

    Wolf, Stadt der Engel

    1992/93 war Christa Wolf mit einem Forschungsstipendium in Santa Monica/USA. Im Januar 93 berichteten bundesdeutsche Zeitungen über ihre Stasi-Akte (sie war IM seit März 1959 und schrieb wenige Berichte über Mitstudenten bis 1962). Sehr viel länger wurde Christa Wolf mit ihrem Mann von der Stasi bespitzelt. D.h. etwa 40 "Opferakten" steht eine schmale "Täterakte" gegenüber, deren Inhalt sie völlig vergessen hatte. Sie selber kennt diese Akte seit Mai 1992. In dem Roman "Stadt der Engel" beschreibt C.Wolf, wie sie am Pazifik "überrollt" wird von der Wucht und Häme der Berichterstattung über sie. Wie sie verzweifelt an ihrem "Vergessen" und "Verdrängen" der Akte. Immer wieder fragt sie sich:"Kann man das vergessen? Daß sie mir einen Decknamen gegeben haben? Daß ich einen Bericht geschrieben habe?" Und bekommt z.B. von einem Züricher Psychologen die Antwort:"Na und? Was weiter? Im Übrigen: Man kann alles vergessen."(S. 205) Ich frage mich (und Sie) beim Lesen, weiß ich, was ich mit 20 oder 25 Jahren alles gemacht, gedacht, gesagt und geschrieben habe? Ich glaube jedenfalls der Romanerzählerin sofort, daß sie das wirklich nicht mehr gewußt hat. Daß sie es wirklich vergessen hatte, bis sie in der Gauckbehörde mit ihrer schmalen Akte konfrontiert wurde. Christa Wolf schafft es auch mit diesem Roman wieder (genau so, wie mit "Kindheitsmuster" und "Sommerstück") mich in eine intensive Diskussion mit mir selber, mit meinen Erinnerungen, mit meinem Vergessen zu verwickeln. Ich bin sehr oft nicht ihrer Meinung, aber ich habe großen Respekt vor ihrer Erinnerungsarbeit.

  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    4/5

    21.09.2011

    Buch (Taschenbuch)

    Wolf, Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr.Freud

    1992/93 war Christa Wolf mit einem Forschungsstipendium in Santa Monica/USA. Im Januar 93 berichteten bundesdeutsche Zeitungen über ihre Stasi-Akte (sie war IM seit März 1959 und schrieb wenige Berichte über Mitstudenten bis 1962). Sehr viel länger wurde Christa Wolf mit ihrem Mann von der Stasi bespitzelt. D.h. etwa 40 "Opferakten" steht eine schmale "Täterakte" gegenüber, deren Inhalt sie völlig vergessen hatte. Sie selber kennt diese Akte seit Mai 1992. In dem Roman "Stadt der Engel" beschreibt C.Wolf, wie sie am Pazifik "überrollt" wird von der Wucht und Häme der Berichterstattung über sie. Wie sie verzweifelt an ihrem "Vergessen" und "Verdrängen" der Akte. Immer wieder fragt sie sich:"Kann man das vergessen? Daß sie mir einen Decknamen gegeben haben? Daß ich einen Bericht geschrieben habe?" Und bekommt z.B. von einem Züricher Psychologen die Antwort:"Na und? Was weiter? Im Übrigen:Man kann alles vergessen."(S.205) Ich frage mich (und Sie) beim Lesen, weiß ich, was ich mit 20 oder 25 Jahren alles gemacht, gedacht, gesagt und geschrieben habe? Ich glaube jedenfalls der Romanerzählerin sofort, daß sie das wirklich nicht mehr gewußt hat. Daß sie es wirklich vergessen hatte, bis sie in der Gauckbehörde mit ihrer schmalen Akte konfrontiert wurde. Christa Wolf schafft es auch mit diesem Roman wieder (genau so, wie mit "Kindheitsmuster" und "Sommerstück") mich in eine intensive Diskussion mit mir selber, mit meinen Erinnerungen, mit meinem Vergessen zu verwickeln. Ich bin sehr oft nicht ihrer Meinung, aber ich empfinde großen Respekt vor ihrer Erinnerungsarbeit!

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