Die Kinder der Kirschblüte
Band 1
Die Kinder der Kirschblüte Band 1

Die Kinder der Kirschblüte

Teil 1: Die Kinder erwachen

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Die Kinder der Kirschblüte

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Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

02.08.2016

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

160

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

02.08.2016

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/1,1 cm

Gewicht

226 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7386-5517-9

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Toller Trilogie-Auftakt

Bewertung aus dem Saarland am 15.03.2016

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich lese mittlerweile nur noch selten Selfpublisher-Bücher, da die Menge an Büchern, die jeden Tag veröffentlicht werden, kaum noch zu durchschauen und oft auch recht eintönig ist. Doch als ich das Cover von Cardo Polars „Die Kinder der Kirschblüte 1: Die Kinder erwachen“ sah, war ich direkt hin und weg. Es hebt sich so von der Masse ab, dass man gern auch einen Blick auf den Klappentext riskiert und dieser macht mehr als neugierig auf die Story. Wenn man das Buch dann erstmal aufgeschlagen hat, fliegt man nur so durch den Auftakt dieser Reihe. Die Story ist in der dritten Person geschrieben, wobei man die meiste Zeit Protagonistin Hanna begleitet. Hanna ist ein depressiver Teenie, sie hasst sich und die Welt, verletzt sich selbst, sieht keinerlei Perspektive in ihrem Leben und wird in der Schule gemobbt. Wie viele Jugendliche in dieser Situation sucht sie Trost im Internet und hat dort über ein Forum andere gefunden, denen es ähnlich ergeht. Sie wissen keine Details, wie Wohnort oder Name voneinander, sind sich aber durch die gemeinsamen Erfahrungen als Außenseiter extrem nah. Als einer aus dieser Clique sich an seinen Mitschülern rächt und ihm darauf die Polizei auf den Fersen ist, kommt Spannung auf – den plötzlich scheint nur noch Hanna im Fokus zu stehen – und nicht nur bei der Polizei. Der Schreibstil konnte mich sofort fesseln. Einige Sätze sind kurz und prägnant, peitschen den Leser durch den Text, während die meisten anderen Sätze viele Kommas enthalten und so mehr wie eine Aufzählung als ein Satz wirken, was das quasi rasante durch den Text fliegen noch begünstigt. Nebenher gibt es noch Kapitel, die in der Vergangenheit spielen und die tragische Geschichte eines jungen Mädchens erzählen, das eine besondere Gabe besitzt. In Zusammenhang mit dem Klappentext und dem Verlauf der Story wird dem Leser schnell klar – dieses Mädchen muss eine Verwandte von Hanna sein. Obwohl das Buch mit rund 150 Seiten sehr dünn ist, war ich von der Wendung in der Mitte der Geschichte ziemlich überrascht. Während ich am Anfang dachte, es würde sich nur um ein paar in Selbstmitleid verfließende Teenies handeln, war ich am Ende so von der Story gefangen, dass ich am liebsten direkt Teil 2 gelesen hätte. Fazit: Für Liebhaber von spannenden Jugendbüchern und Urban Fantasy – toller Schreibstil, spannende Entwicklung und damit ein richtig guter Trilogieauftakt.

Toller Trilogie-Auftakt

Bewertung aus dem Saarland am 15.03.2016
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich lese mittlerweile nur noch selten Selfpublisher-Bücher, da die Menge an Büchern, die jeden Tag veröffentlicht werden, kaum noch zu durchschauen und oft auch recht eintönig ist. Doch als ich das Cover von Cardo Polars „Die Kinder der Kirschblüte 1: Die Kinder erwachen“ sah, war ich direkt hin und weg. Es hebt sich so von der Masse ab, dass man gern auch einen Blick auf den Klappentext riskiert und dieser macht mehr als neugierig auf die Story. Wenn man das Buch dann erstmal aufgeschlagen hat, fliegt man nur so durch den Auftakt dieser Reihe. Die Story ist in der dritten Person geschrieben, wobei man die meiste Zeit Protagonistin Hanna begleitet. Hanna ist ein depressiver Teenie, sie hasst sich und die Welt, verletzt sich selbst, sieht keinerlei Perspektive in ihrem Leben und wird in der Schule gemobbt. Wie viele Jugendliche in dieser Situation sucht sie Trost im Internet und hat dort über ein Forum andere gefunden, denen es ähnlich ergeht. Sie wissen keine Details, wie Wohnort oder Name voneinander, sind sich aber durch die gemeinsamen Erfahrungen als Außenseiter extrem nah. Als einer aus dieser Clique sich an seinen Mitschülern rächt und ihm darauf die Polizei auf den Fersen ist, kommt Spannung auf – den plötzlich scheint nur noch Hanna im Fokus zu stehen – und nicht nur bei der Polizei. Der Schreibstil konnte mich sofort fesseln. Einige Sätze sind kurz und prägnant, peitschen den Leser durch den Text, während die meisten anderen Sätze viele Kommas enthalten und so mehr wie eine Aufzählung als ein Satz wirken, was das quasi rasante durch den Text fliegen noch begünstigt. Nebenher gibt es noch Kapitel, die in der Vergangenheit spielen und die tragische Geschichte eines jungen Mädchens erzählen, das eine besondere Gabe besitzt. In Zusammenhang mit dem Klappentext und dem Verlauf der Story wird dem Leser schnell klar – dieses Mädchen muss eine Verwandte von Hanna sein. Obwohl das Buch mit rund 150 Seiten sehr dünn ist, war ich von der Wendung in der Mitte der Geschichte ziemlich überrascht. Während ich am Anfang dachte, es würde sich nur um ein paar in Selbstmitleid verfließende Teenies handeln, war ich am Ende so von der Story gefangen, dass ich am liebsten direkt Teil 2 gelesen hätte. Fazit: Für Liebhaber von spannenden Jugendbüchern und Urban Fantasy – toller Schreibstil, spannende Entwicklung und damit ein richtig guter Trilogieauftakt.

„Die Kinder der Kirschblüte“ ist ein wirklich gutes und berührendes Buch

Nicky von >Die Librellis< aus Dresden am 27.10.2016

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung zum Buch Schreibstil: Wie das Thema an sich ist auch der Schreibstil sehr modern, locker und jugendlich gehalten, sodass sich junge Leser sicher problemlos darin wiederfinden und sich noch leichter auf die Charaktere einlassen können. Besonders der Anfang zeichnet sich durch größtenteils kurze, schnell aufeinanderfolgende Sätze aus, die sehr gut Hannas rasende und zum Teil etwas verwirrte Gedankenwelt wiederspiegelt. Auch später sind viele Passagen in einem recht zackigen Stil mit kurzen prägnanten Sätzen gehalten, was spannende Stellen zwar unterstützt, dennoch hätte ich mir oft noch ein paar mehr erzählende oder beschreibende Elemente gewünscht, um ab und zu etwas mehr Ruhe reinzubringen. So wirkten einige Szenen doch viel gehetzter, als sie hätten sein müssen und für mich hatte es den Effekt, dass ich zwar gut im Lesefluss blieb und das Buch auch erstaunlich schnell durch hatte, mir allerdings so gut wie keine Formulierungen nachhaltig im Gedächtnis blieb. Und exzellent geschriebene Passagen gab es durchaus, nur gingen sie leider etwas in der Schnelllebigkeit des Schreibflusses unter. Was für viele junge Leser sicher ein Segen ist, wurde für mich allerdings bald zu einem Alptraum… die Jugendsprache. Natürlich war mir von Anfang an bewusst, dass die sehr moderne Sprache hier durchaus Sinn und Berechtigung hat, denn immerhin sind die „Kinder der Kirschblüte“ Jugendliche aus dem Hier und Jetzt und ihre Sprache macht sie authentisch und fassbar. Deshalb konnte ich es auch zum Teil tolerieren. Dennoch rollen sich bei mir leider schon alle Fußnägel hoch, wenn ich die Jugendlichen auf der Straße so sprechen höre und bin der Meinung, dass man ihnen wenigstens in Büchern nahe bringen sollte, wie deutsche Sprache eigentlich geht und sie nicht noch darin bestärken, dass es vollkommen richtig so ist. Authentizität schön und gut, aber irgendwann gingen mir „krass“, „Scheiße“ und „Alta“ so auf die Nerven, dass bei Verwendung eines dieser Wörter der Charakter automatisch einen IQ-Punkt verlor. Zum Glück setzte das Wirklich-Nicht-Mehr-Ertragen-Können erst im zweiten Teil ein, ansonsten hätte die Geschichte lauter Pantoffeltierchen als Protagonisten gehabt. Als auch noch die Polizisten mit bestimmten Artikeln vor Namen anfingen, verlegte sich die Ausdrucksmesslatte gleich noch in den unterirdischen Bereich. Und vor allem stieß mir das so bitter auf, da dies bewusst so gewählt wurde und nicht etwa aus dem sprachlichen Unvermögen des Autors resultiert, denn oft genug gibt es großartig geschriebene Absätze mit Bedacht gewählten Formulierungen, die durchblicken lassen zu was der Autor eigentlich fähig ist. Für meinen Geschmack hätten diese gern häufiger „krasse Scheiße“ ersetzen können. Aber da dies wirklich mein ganz persönlicher Geschmack ist und es einen Zweck erfüllt, ist es dennoch kein extrem schwerwiegender Minuspunkt. Story: Mobbing ist gleichzeitig ein zu aktuelles und großes Thema um es zu ignorieren und dennoch auch etwas zu heikel um pur serviert zu werden und dabei noch den richtigen Ton zu treffen. Mit der Mischung aus aktuellen Brennpunktthema und Sci-Fi /Fantasy-Elementen schafft der Autor einen äußerst interessanten Mix, der neben einer spannenden Story auch genügend Platz für Gesellschaftskritik und Momenten zum Nachdenken lässt. Auch wenn die Idee der kräfteverleihenden Artefakte und einer nach Weltherrschaft strebenden Organisation nicht die Neuste ist, kommt sie von Anfang an gut durchdacht und interessant umgesetzt rüber. Manche Dinge sind zwar ein bisschen vorhersehbar, dennoch gelingt es Cardo Polar auch mit einigen überraschenden Wendungen aufzuwarten, gerade was die Verknüpfung der einzelnen Storystränge betrifft. Hier ergibt sich allerdings auch ein kleiner Haken, denn in den beiden großen Themen Mobbing und die Artefakte, verlaufen sich einige Teilstränge, die zwar stimmig zusammenpassen, dennoch kommen manche Sachen dabei doch ein wenig zu kurz. Und gerade beim Mobbing und Rache kann dies nach hinten losgehen, denn Hanna und ihre Freunde gehen mit den „Kindern der Kirschblüte“ keinen unkritischen Weg. Sie treten etwas los, von dessen Ausmaß sie keine Ahnung haben und jeder halbwegs vernünftige Mensch wird schnell erkennen, in was für eine schlimme Negativspirale sich das Ganze entwickeln kann. Die Zweifel der Charaktere klingen zwar auch an, dennoch wird bricht leider an einer sehr kritischen Stelle dieser Handlungsstrang ab und geht nahtlos in den Fantasybereich über, sodass für meinen Geschmack die Folgen ihres „Wirkens“ nicht gründlich genug aufzeigt werden. Denn momentan hat es den Status Quo „naja ist schon irgendwie alles gut gegangen und wir haben ja im Grunde nichts Schlimmes gemacht“, was für meine Begriffe keinen besonders guten „Vorbildeffekt“ hat. Mir fehlt der ganz große erhobene Zeigefinger und eine nicht zu ignorierende Warnung die herüberbringt, dass Rache nichts bringt, so süß sie sich im ersten Moment auch anfühlen mag. Das wird zwar alles angeschnitten, aber wer selbst von der Thematik betroffen ist, der wird sich die „Kinder der Kirschblüte“ genauso wünschen und die negativen Aspekte schlichtweg überlesen, weil sie eben oft nur nebenbei erwähnt werden. Natürlich hat der Autor mit so viel Thematik in der Kürze der Story wirklich etwas Großartiges geschaffen und der Spagat zwischen den verschiedenen Bereichen ist auch gut gelungen, dennoch hätte ich mir an manchen Stellen einfach noch eine intensivere Beschäftigung mit allen Aspekten gewünscht, um es Hieb und Stichfest zu machen und nicht am Ende noch die eigentlich gewünschte Aussage ins Gegenteil zu verkehren. Aber dann hätte das Buch wahrscheinlich auch doppelt so lang werden müssen. Mein persönliches Highlight waren die Kapitel um die „GamesCom“, denn da ich selbst dort schon mehrfach war, konnte ich mir des Gedankens nicht erwehren: „Ja, die hast du definitiv schon dort gesehen!“ Da rücken die diesjährigen verschärften Sicherheitskontrollen doch gleich in ein ganz anderes Licht ;) Fazit: „Die Kinder der Kirschblüte“ ist ein wirklich gutes und berührendes Buch, das ich trotz persönlicher Mankos auf jeden Fall weiter empfehlen werde. Die Verknüpfung des Mobbing-Themas mit Fantasy macht es zu einer spannenden wie lehrreichen Lektüre, die an manchen Stellen aber auch mit Vorsicht zu genießen ist. Ich bin auf jeden Fall auf den Ausgang der Geschichte gespannt und hoffe auf weitere interessante Entwicklungen, sowohl storytechnisch, also auch charakterlich. Taja von Nickypaulas Bücherwelt Für eine vollständige Rezension besucht uns doch auf unserem Blog :)

„Die Kinder der Kirschblüte“ ist ein wirklich gutes und berührendes Buch

Nicky von >Die Librellis< aus Dresden am 27.10.2016
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung zum Buch Schreibstil: Wie das Thema an sich ist auch der Schreibstil sehr modern, locker und jugendlich gehalten, sodass sich junge Leser sicher problemlos darin wiederfinden und sich noch leichter auf die Charaktere einlassen können. Besonders der Anfang zeichnet sich durch größtenteils kurze, schnell aufeinanderfolgende Sätze aus, die sehr gut Hannas rasende und zum Teil etwas verwirrte Gedankenwelt wiederspiegelt. Auch später sind viele Passagen in einem recht zackigen Stil mit kurzen prägnanten Sätzen gehalten, was spannende Stellen zwar unterstützt, dennoch hätte ich mir oft noch ein paar mehr erzählende oder beschreibende Elemente gewünscht, um ab und zu etwas mehr Ruhe reinzubringen. So wirkten einige Szenen doch viel gehetzter, als sie hätten sein müssen und für mich hatte es den Effekt, dass ich zwar gut im Lesefluss blieb und das Buch auch erstaunlich schnell durch hatte, mir allerdings so gut wie keine Formulierungen nachhaltig im Gedächtnis blieb. Und exzellent geschriebene Passagen gab es durchaus, nur gingen sie leider etwas in der Schnelllebigkeit des Schreibflusses unter. Was für viele junge Leser sicher ein Segen ist, wurde für mich allerdings bald zu einem Alptraum… die Jugendsprache. Natürlich war mir von Anfang an bewusst, dass die sehr moderne Sprache hier durchaus Sinn und Berechtigung hat, denn immerhin sind die „Kinder der Kirschblüte“ Jugendliche aus dem Hier und Jetzt und ihre Sprache macht sie authentisch und fassbar. Deshalb konnte ich es auch zum Teil tolerieren. Dennoch rollen sich bei mir leider schon alle Fußnägel hoch, wenn ich die Jugendlichen auf der Straße so sprechen höre und bin der Meinung, dass man ihnen wenigstens in Büchern nahe bringen sollte, wie deutsche Sprache eigentlich geht und sie nicht noch darin bestärken, dass es vollkommen richtig so ist. Authentizität schön und gut, aber irgendwann gingen mir „krass“, „Scheiße“ und „Alta“ so auf die Nerven, dass bei Verwendung eines dieser Wörter der Charakter automatisch einen IQ-Punkt verlor. Zum Glück setzte das Wirklich-Nicht-Mehr-Ertragen-Können erst im zweiten Teil ein, ansonsten hätte die Geschichte lauter Pantoffeltierchen als Protagonisten gehabt. Als auch noch die Polizisten mit bestimmten Artikeln vor Namen anfingen, verlegte sich die Ausdrucksmesslatte gleich noch in den unterirdischen Bereich. Und vor allem stieß mir das so bitter auf, da dies bewusst so gewählt wurde und nicht etwa aus dem sprachlichen Unvermögen des Autors resultiert, denn oft genug gibt es großartig geschriebene Absätze mit Bedacht gewählten Formulierungen, die durchblicken lassen zu was der Autor eigentlich fähig ist. Für meinen Geschmack hätten diese gern häufiger „krasse Scheiße“ ersetzen können. Aber da dies wirklich mein ganz persönlicher Geschmack ist und es einen Zweck erfüllt, ist es dennoch kein extrem schwerwiegender Minuspunkt. Story: Mobbing ist gleichzeitig ein zu aktuelles und großes Thema um es zu ignorieren und dennoch auch etwas zu heikel um pur serviert zu werden und dabei noch den richtigen Ton zu treffen. Mit der Mischung aus aktuellen Brennpunktthema und Sci-Fi /Fantasy-Elementen schafft der Autor einen äußerst interessanten Mix, der neben einer spannenden Story auch genügend Platz für Gesellschaftskritik und Momenten zum Nachdenken lässt. Auch wenn die Idee der kräfteverleihenden Artefakte und einer nach Weltherrschaft strebenden Organisation nicht die Neuste ist, kommt sie von Anfang an gut durchdacht und interessant umgesetzt rüber. Manche Dinge sind zwar ein bisschen vorhersehbar, dennoch gelingt es Cardo Polar auch mit einigen überraschenden Wendungen aufzuwarten, gerade was die Verknüpfung der einzelnen Storystränge betrifft. Hier ergibt sich allerdings auch ein kleiner Haken, denn in den beiden großen Themen Mobbing und die Artefakte, verlaufen sich einige Teilstränge, die zwar stimmig zusammenpassen, dennoch kommen manche Sachen dabei doch ein wenig zu kurz. Und gerade beim Mobbing und Rache kann dies nach hinten losgehen, denn Hanna und ihre Freunde gehen mit den „Kindern der Kirschblüte“ keinen unkritischen Weg. Sie treten etwas los, von dessen Ausmaß sie keine Ahnung haben und jeder halbwegs vernünftige Mensch wird schnell erkennen, in was für eine schlimme Negativspirale sich das Ganze entwickeln kann. Die Zweifel der Charaktere klingen zwar auch an, dennoch wird bricht leider an einer sehr kritischen Stelle dieser Handlungsstrang ab und geht nahtlos in den Fantasybereich über, sodass für meinen Geschmack die Folgen ihres „Wirkens“ nicht gründlich genug aufzeigt werden. Denn momentan hat es den Status Quo „naja ist schon irgendwie alles gut gegangen und wir haben ja im Grunde nichts Schlimmes gemacht“, was für meine Begriffe keinen besonders guten „Vorbildeffekt“ hat. Mir fehlt der ganz große erhobene Zeigefinger und eine nicht zu ignorierende Warnung die herüberbringt, dass Rache nichts bringt, so süß sie sich im ersten Moment auch anfühlen mag. Das wird zwar alles angeschnitten, aber wer selbst von der Thematik betroffen ist, der wird sich die „Kinder der Kirschblüte“ genauso wünschen und die negativen Aspekte schlichtweg überlesen, weil sie eben oft nur nebenbei erwähnt werden. Natürlich hat der Autor mit so viel Thematik in der Kürze der Story wirklich etwas Großartiges geschaffen und der Spagat zwischen den verschiedenen Bereichen ist auch gut gelungen, dennoch hätte ich mir an manchen Stellen einfach noch eine intensivere Beschäftigung mit allen Aspekten gewünscht, um es Hieb und Stichfest zu machen und nicht am Ende noch die eigentlich gewünschte Aussage ins Gegenteil zu verkehren. Aber dann hätte das Buch wahrscheinlich auch doppelt so lang werden müssen. Mein persönliches Highlight waren die Kapitel um die „GamesCom“, denn da ich selbst dort schon mehrfach war, konnte ich mir des Gedankens nicht erwehren: „Ja, die hast du definitiv schon dort gesehen!“ Da rücken die diesjährigen verschärften Sicherheitskontrollen doch gleich in ein ganz anderes Licht ;) Fazit: „Die Kinder der Kirschblüte“ ist ein wirklich gutes und berührendes Buch, das ich trotz persönlicher Mankos auf jeden Fall weiter empfehlen werde. Die Verknüpfung des Mobbing-Themas mit Fantasy macht es zu einer spannenden wie lehrreichen Lektüre, die an manchen Stellen aber auch mit Vorsicht zu genießen ist. Ich bin auf jeden Fall auf den Ausgang der Geschichte gespannt und hoffe auf weitere interessante Entwicklungen, sowohl storytechnisch, also auch charakterlich. Taja von Nickypaulas Bücherwelt Für eine vollständige Rezension besucht uns doch auf unserem Blog :)

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