Lui und Wuck leben in der perfekten, nach außen hermetisch abgeschlossenen Isi-Welt. Alles ist hoch technisiert und streng geregelt, Fragen sind uner- wünscht. Als eines Tages Wuck verschwindet, beginnt Lui zu grübeln. Allmählich erkennt er, auf welchen üblen Praktiken Isis Macht beruht. Es gelingt ihm zu fliehen. Er setzt sich auf Wucks Spur und schlägt sich in der Fremde durch. Dann findet er seinen Freund, doch der scheint völlig verändert. Wird Lui ihm helfen können? Gemeinsam ziehen sie weiter, bedroht von Verfolgung und Verrat. Während sie den sonderbars- ten Gestalten begegnen, erfahren die beiden Jungs immer wieder Hilfe und Unterstützung. Aber finden sie auch ein neues Zuhause?
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Lui und Wuck sind Freunde, aber das darf niemand in Isi wissen, denn da gibt es keine Freundschaften oder Gefühle. Jungs wachsen mit Jungs auf und Mädchen, ja davon haben sie gehört, aber auch die sind woanders untergebracht. Isi ist hochtechnisiert, verrückte Namen für verrückte Dinge. Eines Tages finden Lui und Wuck etwas felliges, ein Tier, sie kümmern sich um das Kleine, zuammen und abwechselnd, am Rand von Isi, da wo sie eigentlich nicht sein dürfen. Und dann passiert es: Wuck verschwindet. Gleich ahnt Lui, dass er in der Draußenwelt ist. Er grübelt und fasst einen Plan - Wuck ist sein Freund und er vermisst ihn: Lui will ihn finden und verschwindet ebenfalls aus Isi.
Das Verschwinden der Jungs bleibt nicht unentdeckt. Einweiser, Vorsetzer, Kontrolleure, Krawallerie, Chefkontrolleur beraten sich, die Jungs müssen gesucht werden, nur war von ihnen auch noch keiner in der Draußenwelt.
Lui begegnet draußen Machmut. Sein Vater Langmut erinnert sich, dass bei seinem Bruder vor zwei Monaten auch so ein komischer Junge auftauchte. Zusammen mit Machmut geht es zu den Niederrüpeln, zu Wismut, der um die Gefahr, die von Isi ausgeht, weiß und Lui mit Machmut nach Mädelau schickt, dort soll Lui von der Schulmeisterin, inmitten von Mädchen, unterrichtet werden, um seinen Freund Wuck zu finden. Eine spannende, gefährliche, und aufregende Reise beginnt, dank einer Fluchtfliege, einem Flugolo, Petzi...
Cover: ganz klar Lui mit seinen Chips um den Hals. Passend, aber wenig aufregend für das, was drinnen im Buch so alles passiert.
Schreibstil: von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd und mich voll mitnehmend. Tolle Fantasieelemente, gut durchdacht und ausgedacht.
Ein tolles Buch über Freundschaft, andere Welten, andere Sitten. Es geht um mutig sein, sich was zu trauen, über sich hinaus wachsen. Ganz großes Lob für die wunderbaren Fantasienamen und Gestalten! In meinem Kopf entstanden ganz tolle Bilder von Trutz Streng, Flachmatte, Rastlaube, Fahrbar, Januaar... und soviel anderes. Ich freu mich auf Lui in der Obenwelt!
Inge Weis
aus Pirmasens
5/5
03.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwei Freunde auf der Suche nach dem »richtigen Ort
Spannend, für Groß und Klein. Ein tolles Buch für alle die gerne träumen und Abenteuer erleben! Einzigartig spannend und schön in diese Welt einzutauchen! Das Paradies heißt Isi. Hier ist für alles bestens gesorgt, Schule und Familie sind längst abgeschafft. Auf Abwegen entdecken Lui und Wuck die verbotene Draußenwelt und entschließen sich zu bleiben, allen Risiken zum Trotz. Ein Abenteuer beginnt. Gemeinsam ziehen sie weiter, bedroht von Verfolgung und Verrat. Während sie den sonderbarsten Gestalten begegnen, erfahren die beiden Jungs immer wieder Hilfe und Unterstützung. Aber finden sie auch ein neues Zuhause? Von Freundschaft und vom Zusammenleben handeln die Geschichten von Yvonne Richter, sie erzählt aus der Lebenswelt der Kinder, zeigt Auswege aus Angstsituationen und vermittelt dabei Mut und Gottvertrauen. Diese Abenteuergeschichte ist bestens geeignet, über Zivilcourage, Widerstand, Totalitarismus und persönlichen Mut nachzudenken, sie gibt Rätsel auf und liefert Stoff zum Nachdenken. Beschrieben wird eine Gesellschaft, in der alles der untergeordnet und Tag und Nacht überwacht, kontrolliert wird. Ein Buch mit einem Schimmer Hoffnung, Gesellschaft als Entwicklungsmodell der besonderen Art und ist eine atmosphärische, düstere und schnelle Abenteuergeschichte. Könnte ein moderner Kinderbuch Klassiker des Science Fiction werden. Aufregung und Spannung für die kleinen aber auch die großen Leser! Einfach klasse! Dieses Buch ist so voller Leben, so brillant gemalt ...in der Geschichte verbindet sich die Lust am Fabulieren mit hintergründigem Humor und Toleranz. Es zeigt auf wie wichtig Freundschaft ist und was man gemeinsam mit Freunden alles erreichen kann. Es ist toll geschrieben, ein einfacher Schreibstil, auch sprachlich ist der Roman ansprechend - kein plattes Jugendkauderwelsch, keine unnützen Anglizismen, kein plumpes Aneinanderreihen von Aktiviäten oder wörtlicher Rede, so dass es richtig Spaß macht, ihn zu lesen.. Zudem ist er von der ersten bis zur letzten Seite spannend und von der ersten Seite an, wird man in eine Welt voller Magie, Gefahren und wundervollen Orten verschluckt. Ein Buch über Abenteuer und den Wert der Freundschaft und der Teamarbeit. Man sollte es lesen, nicht nur Kinder, Lesen ist Pflicht...und das Ende ist legendär! Sehr empfehlenswert. Der zweite Band "Lui in der Obenwelt" hält hoffentlich das hohe Niveau des ersten Teils und ist sowohl schriftstellerisch, wie auch vom Ideenreichtum und der Umsetzung her ein weiteres Meisterwerk von Yvonne Richter!
manu63
aus Oberhausen
5/5
01.03.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Im Rahmen einer Vorableserunde…
Im Rahmen einer Vorableserunde konnte ich das Buch schon vor erscheinen lesen. Lui in der Draußenwelt ist ein Jugendbuch der Autorin Yvonne Richter. Erzählt wird die Geschichte von Lui und Wuck die beide in der technisierten und strengen Regeln unterworfenen Welt Isi leben. Beide freunden sich an, was in Isi nicht gerne gesehen wird und finden eine kleine Nische in Isi wo sie ihre Freundschaft ausleben können. Doch eines Tages ist Wuck verschwunden und Lui vermutet nach einigen Recherchen, das Wuck einen Weg in die Draußenwelt gefunden hat. Lui beschließt ihm zu folgen und nach ihm zu suchen. Die Flucht gelingt und Lui's abenteuerlicher Weg durch die Draußenwelt beginnt. Dort findet er immer wieder Hilfe und Freundschaft, aber es lauern auch Gefahren, nicht nur von der Draußenwelt, sondern auch durch die Verfolger aus der Isi-Welt. Lui findet Wuck letztendlich, aber sein Freund ist nur noch ein Schatten seines früheren Ichs. Auf der Suche nach Hilfe für Wuck durchwandern die Freunde seltsame Welten und begegnen den unterschiedlichsten Charakteren. Beide suchen auch eine Welt in der sie gemeinsam leben können, wird es Hilfe für Wuck geben und werden beide eine Welt für sich finden? Dies wird dem Leser bis zum Ende des Buches erzählt. Ich finde den Schreibstil für das empfohlene Lesealter von 10 Jahren durchaus anspruchsvoll und durch Wortspielereien werden Begriffe leicht verändert und es fordert sicherlich das eine oder andere Mal den Wortspielereien zu folgen. An manchen Stellen erschlagen die Worte durch ihre Fülle. Da wäre es in meinen Augen besser, nicht so einen Schwall auf die Leser los zu lassen. Dann kommen wieder sehr gefühlvoll und gut umschreibende Passagen, welche die Freundschaft zwischen Lui und Wuck erkennen lassen. Außerdem werden viele Welten mit ihren Vor-und Nachteilen gezeigt, die in Anlehnung an die heutige Zeit erschaffen wurden. Jedoch immer in überspitzter und krasser Form des Auslebens. Insgesamt ein gutes und interessantes Buch, das meine Kinder im empfohlenen Lesealter sicherlich gerne gelesen hätten. Aber auch für Erwachsene ist durchaus interessant und mitlesenswert. Lui in der Draußenwelt soll der Auftakt einer Reihe um Lui und Wuck werden die verspricht interessant zu werden, ich würde es dann nur begrüßen wenn die Wortspielereien etwas weniger voluminös ausfallen würden.
Bewertung
aus Dresden
4/5
03.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
1984 für Kinder
Auch die jungen Leser werden Isi für ein Paradies halten. Sauber, sicher, durchgeplant. Für die Kinder dort scheint bestens gesorgt zu sein. Unterhaltung, Nahrung, Wissensvermittlung; alles hoch technisiert. Und dennoch wird man das Gefühl nicht los, das in diesem vermeintlichen Paradies etwas nicht stimmt. Auch Lui kommen allmählich Zweifel. Er beginnt, gewisse besorgniserregende Mechanismen zu hinterfragen. Wer gegen die Regeln verstößt oder sonst irgendwie aus der Reihe tanzt, wird hart bestraft oder verschwindet. Menschen werden gnadenlos verwaltet. Was so spaßig im Vergnügungspark begann, wird mehr und mehr zu einer beängstigenden Geschichte von Gefahr und Flucht. Wo ist Wuck? Lui kann nicht anders, er muss wissen, was mit seinem besten Freund passiert ist und so macht er sich auf eine sehr gefährliche Reise ins Ungewisse in die Draußenwelt. Trotzdem es sich um ein Science-Fiction-Kinderbuch handelt, gibt es doch viele Parallenen zur Gegenwart auf unserem Planeten. Gleichschritt, Indoktrination, Ablenkung durch Action und sonstige Zwangsbeschäftigungen. Für individuelle Belange ist kein Platz. Technik verdrängt die Natur. Viele verfallen einer scheinbar heilen Glitzerwelt. Doch da gibt es noch die anderen, die viel riskieren, um sie selbst zu sein. Sie stellen Fragen, machen sich eigene Gedanken und entdecken so das vielleicht wirklich menschliche in sich, das wirkliche Leben, für das zu kämpfen es sich lohnt. Der so wichtige Blick über den Tellerrand. Eine gelungene Abenteuergeschichte, die für die oft vernachlässigten Facetten des Lebens sensibilisiert und plädiert Natur, Miteinander, Freundschaft, Individualität, Verständnis und Vertrauen. Lui, mit seinen kantigen Gesichtszügen, der gerunzelten Stirn und den zu Sehschlitzen verengten Augen wirkt nicht gerade sympathisch. So gar nicht wie ein Kind wächst er allerdings auch auf. Doch genau wie er, blicken wir hinter die Fassade und so erkennen wir einen mutigen Jungen mit dem Herzen am rechten Fleck. Er ist auch der Indikator für die jungen Leser. Sie machen alles mit gedanklich, die Technik ist toll, man ist immer beschäftigt. Auch sie merken nicht gleich, was ihnen vorenthalten wird. Mach dir eigene Gedanken, sonst redet man dir welche ein. Die Geschichte löst einiges aus Faszination, Skepsis, Spannung und Abenteuerlust; z. B. auch mal weg von der Virtualität der Playstation, hinaus in die Natur und die Realität entdecken. Das ist zwar oft anstrengend oder gar unangenehm, doch keine Technik kann sich mit dieser Wahrhaftigkeit messen. Das mag zwar nicht jeder aus diesem Buch herauslesen, doch der gravierende Unterschied zwischen Schein und Sein, Tatsachen und Tünche wird jedem klar. Es ist nicht leichter, etwas gar nicht zu dürfen, als es vielmehr zu beherrschen, etwas im richtigen Moment zu tun oder zu lassen. Viele charakterfördernde Dinge im Denken und Tun werden den jungen Lesern anhand von Lui´s Geschichte nahegebracht.
esposa1969
aus Mannheim
4/5
04.04.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses etwas andere und…
Dieses etwas andere und oprisch eher ungewöhnliche Kinder- und Jugendbuch "Lui in der Draußenwelt" von Yvonne Richter (Lesealterempfehlung 10 bis 12 Jahre) besticht weder durch aussagekräftigen Illustrationen innerhalb des Buches, noch mit einem optisch ansprechendem Cover. Lediglich kleine Skizzen vor einem jeden Kapitel lockern das Gelesene etwas auf. Zu Beginn der Handlung lernen wir Lui und Wuck kennen, die in der Isi-Welt leben - eine Art Fantasy-Welt - und wir lernen sie und deren Alltag kennen und wie es in dieser Welt zugeht. Hier ist alles streng reglementiert. Geschlechtertrennung, die Kids leben ohne Eltern, eigentlich auch ohne Haustiiere und auch ohne Freundschaften. So müssen die beiden auch ihre Freundschaft verheimlichen. Doch als Wuck eines Tages spurlos verschwindet, macht sich Lui auf die Suche nach ihm und wagt sich weit über das Erlaubte hinaus... Ich habe dieses Buch gemeinsam mit meinem 12-jährigen Sohn gelesen. Natürlich haben wir auch schon weitaus spannendere Bücher gelesen, denn an Spannung mangelte es uns ein klein wenig, aber die Gesamtidee und die Vorstellung, die wir von Lui und Wuck und deren Welt hatten, war sehr interessant und fantasieanregend. Dieses Buch geht in Richtung Science Fiction und ließ sich sprachlich verständlich lesen. Die 31 Kapitel sind allesamt angenehm kurz und verteilen sich auf 268 Seiten, die sich zügig lesen ließen. Sehr hilfreich auch das eingebundene Textillesezeichen, das uns das Seitenwiederfinden erleichterte. Insgesamt hat uns die Geschichte recht gut gefallen, so vergeben wir gerne 4 Sterne.
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