Warschau im ersten Weltkrieg: Deutsche Besatzungspolitik zwischen kultureller Autonomie und wirtschaftlicher Ausbeutung.
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- Deutsch ausgewählt
47,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
20.12.2015
Abbildungen
mit 7 Abbildungen
Verlag
Verlag Herder-InstitutSeitenzahl
250
Maße (L/B/H)
24/18/1,5 cm
Gewicht
448 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-87969-402-0
Die jahrzehntelange russische Präsenz im Königreich Polen hatte ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Warschau und dem Zarenreich erzeugt. Dies zeigte sich u.a. in der Aberkennung autonomer Stadtrechte, in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen sowie in der Russifizierung des Bildungswesens und des Stadtbildes.
Die Einnahme der Stadt durch die deutschen Besatzer unterbrach diesen Prozess und führte zu administrativen, bildungspolitischen und auch kulturpolitischen Veränderungen. Diese Neuerungen waren zum einen das Resultat deutscher militärischer Interessen und zum anderen integraler Bestandteil der Doppelstrategie der deutschen Besatzungspolitik: Diese wusste die einheimische Bevölkerung mit kulturellen und politischen Zugeständnissen zu beschwichtigen, verfolgte gleichzeitig aber auch aus wirtschaftlichen Interessen eine ausbeuterische Linie. Interessant dabei ist, dass dieses Vorgehen der Deutschen auch nachhaltige Entwicklungen im Besatzungsgebiet bewirkte.
Als Ergebnis der ambivalenten, gezielt auf die Metropole abgestimmten Politik wandelte sich nicht nur die physische Stadtlandschaft, sondern auch die Verwaltungsstruktur, das Bildungswesen und die gesellschaftliche Position einzelner Bevölkerungsgruppen. Die Weichselmetropole erlebte den Einbruch einer neuen Kultur, in der die Besatzer mit einer den Warschauern bis dahin unbekannten Genauigkeit den städtischen Raum und seine Gesellschaft kategorisierten, ordneten und verwalteten. Sie führten eine Normierung ein, die unter russischer Herrschaft nicht praktiziert worden war und der Stadt zahlreiche neue Potenziale bot.
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