Descartes sechste Meditation. Über die Existenz materieller Dinge und die reale Unterschiedenheit des Geistes vom Körper
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
23.10.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
909 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668073814
Er untermauert den Wahrheitsgehalt seiner Aussage einerseits, indem er darauf hinweist, dass Gott sicherlich alles erzeugen kann, was er "auf diese Weise" wahrzunehmen vermag. Mir scheint, er meint mit "diese Weise", dass er in der Mathematik alles von Gott hervorgebrachte klar und deutlich erkennen kann. Das würde besser erklären, was er später noch anführen wird. Dort weist Descartes ausdrücklich auf die optischen und sensorischen Täuschungen unserer Sinnesorgane hin. In der verwendeten Literatur wird diese Phrase in den Fußnoten hingegen anders gedeutet.
Andererseits spricht er von der Einbildungskraft, die er im Folgenden noch vom reinen Verstehen unterscheiden wird. Diese Kraft der Einbildung ist seiner Meinung nach "...nichts anderes (...) als eine gewisse Anwendung des Erkenntnisvermögens auf den Körper, der ihm am innigsten präsent ist und daher existiert."
Es ist interessant, dass an dieser Stelle für Descartes sicher scheint, dass sein Körper existent sein muss, sofern er sich der Einbildung bedienen kann. Warum kann denn die Einbildung nicht ein Produkt des reinen Verstandes sein? Warum stellt er einen Zusammenhang zwischen dem Vermögen der Einbildung und der Existenz eines bzw. seines eigenen Körpers her? Er spricht davon, dass die Einbildungskraft "...eine gewisse Anwendung des Erkenntnisvermögens auf den Körper, der ihm am innigsten präsent ist und daher existiert." sei. Doch es wird daraus nicht klar, weshalb dieser Prozess an etwas eigenes körperliches gebunden sein muss, was er jedoch deutlich sagt.
Diese Fragestellung versucht er nun im nachfolgenden Abschnitt zu beantworten. Dort wird von ihm der Unterschied zwischen Einbildung und reinem Verstehen untersucht.
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