Rationale Wahl, affektive Reaktion oder Habitus? Determinanten des moralischen Handelns
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.01.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
44 (Printausgabe)
Dateigröße
967 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668124646
Diese Entscheidungen werden durch eine Vielzahl von Determinanten beeinflusst. Neben den erlernten Werten, Normen und Moralvorstellungen, die in ihren Grundzügen relativ konstant sind, spielen insbesondere auch die Umstände in der konkreten Situation eine Rolle. Welche Faktoren führen dazu, dass wir uns in bestimmten Situationen moralisch bzw. nicht moralisch verhalten?
Handelt es sich bei moralischen Handlungen eher um rationale, emotionale oder habituelle Akte? Diese Fragen sollen in vorliegender Projektarbeit beantwortet werden. Im Fokus werden dabei die Faktoren stehen, die in konkreten Situationen von Bedeutung sind. Dazu gehören zum einen rationale Faktoren wie Kosten und Nutzen der Handlung und zum anderen eher emotionale oder affektive Elemente wie das Selbstbild des Entscheiders oder Merkmale anderer Personen, die durch die Entscheidung betroffen sind.
Zunächst werden wir auf Moral und deren Einflussfaktoren im Allgemeinen eingehen. Dabei werden wir grundlegende Definitionen vornehmen sowie die, an unserem Schwerpunkt angrenzenden, Themengebiete kurz umreisen, um dann genauer auf unsere konkrete Fragestellung eingehen zu können. Im darauffolgenden Abschnitt werden wir uns mit den zwei von Epstein unterschiedenen Informationsverarbeitungssystemen des Menschen befassen: das "rational system" und das "experiential system".
Danach werden wir auf verschiedene Theorien zur Erklärung moralischen Handelns eingehen. Dazu gehören sowohl Ansätze, die sich eher mit rationalem Handeln beschäftigen, also dem "rational system" zuzuordnen sind, als auch Theorien, die sich auf Emotionen und habituelles Handeln beziehen und entsprechend dem "experiential system" unterliegen. Die wichtigste Kategorie bilden allerdings die integrativen Ansätze, die daher auch etwas ausführlicher behandelt werden. Schließlich werden wir unsere Darstellungen anhand des Beispiels des Spendenverhaltens veranschaulichen.
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