Produktbild: Aufkommender Atem

Aufkommender Atem Gedichte

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.03.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

99

Maße (L/B/H)

20/12/0,7 cm

Gewicht

124 g

Farbe

Aubergine

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-24108-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.03.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

99

Maße (L/B/H)

20/12/0,7 cm

Gewicht

124 g

Farbe

Aubergine

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-24108-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Produktbild: Aufkommender Atem

  • Jahrein



    Vorfrühling



    Ich hab geschlafen, ich war wach



    In mich hinein sieht eine klare Nacht



    Vögel diese Vögel, ohne Halten



    Aufkommender Atem



    Und was ich glaube, ist ganz unverstanden



    Dort liegen meine Hände auf der Bank



    Du sprichst noch, Wasser, sprichst noch



    So unbifestigt sind die vielen Zeichen



    Zuletzt im Frost, da sind die Blätter klar



    Hier bei den Kerzen denk ich diesen Stillstand



    Wie ein Papier im Licht, das ohne Zeichen



    Die losen Fäden, die sich um mich legen



    Umgifallen, auf der Seite kriechend



    Das Blasse mein ich, das im Licht verschwindet



    Als schliifen Steine aus von ihrem Lauschen



    Die Bäume stehen dicht und ausgehungert



    Die Birken warten noch, bereiten sich



    Zu ungewisser, zu der neunten Stunde



    Ich folge Lichtenz, tröstliches Abteil



    Die stete Stimme, die die Tage zählt



    »Ich lebe, doch nicht ich«, es geht ein Atem



    Wer mochte fortfahrn, wer das abgebrannte



    Was alles noch vergaß ich? Daß die Krähen



    Verwoben, seltsam ineinander, Hauch



    Relief in einer Bruchsteinwand, ein Kiefer



    Und Heimat? Laß die Kabelrollen liegen!



    Das Erdreich, unverändert seit November



    Was ist verflogen? Ich erkenn nichts wieder



    Die Füchse liifen lange in die Stadt



    Du bist mein Schlaf und meine späte Stunde



    Ganz plötzlich Schnee, ein Marmorepigraph



    Jetzt sei es an der Zeit, was vor mir liegt



    Sie schläft, ihr Köpfchen hat noch keine Dauer



    Woraus erfährt man denn die Herkunft? Schrift



    Die Höfe dunkeln mit den Atemzügen



    Den Tag durchziehen unbekannte Fährten



    Die Katzen haschen nach dem Ahornblatt



    Der Tag ist still und wartet auf dein Kommen



    Die Fledermäuse überm Wald durchstjJen



    Die Wolken schieben sich heran wie Gletscher



    Doch, daß der Augenschein nicht stimmt, daß jeder



    Sie atmet leise, kleiner Kehlkopf zuckt



    Wir warten, dämmern, sind fast taub: Der Wind



    Der schwarze Sand verrinnt. Die schwarzen Burgen



    Die Hirten hüten Schatten, hüten Spuren



    Ein schwarzer Strudel, dessen Maß noch fehlt



    Wenn auf Asphalt der Nieseiregen dampft



    Nur wie ein Schaumkranz zwischen Möwenkrallen



    Ein heißer Atem kommt von Süden, dringt



    Das Flugzeug atmet über blauen Decken



    Die Katze strauchelt, fällt. Ein langer Abend



    Nun ist es Zeit. Am Morgen das Gefühl



    Woran soll ich mich halten in der Fülle



    Es folgen Krähen meinen schnellen Tagen



    Die Bänke bilden einen Korridor



    Aus Wellen Sand, aus schwarzem Sand im Dunkel



    Jetzt, angesichts des Eisens auf der Hand



    Mich schlägt in diese Zeit ein kurzer Ton



    Gott sei in mir? Ein reines, leeres Feld



    Du bist die Aussicht und du bist das Auge



    Die Walm lag auf einem Balken Holz



    Ich sammle Spuren, über weite Strecken



    Der Nlfbaum, dralfßen, ist erinnert, Nebel



    Die Starefliegen nicht mehr in den Süden



    Du bist der Wald, der Tiefdruckhimmel, tropfst



    Es ist jetzt alles weit und zittert, Mund



    Was hid am Abend Angekommensein?



    Geburt des Dunkels, wie ein Mottenkind



    Trost (Moments musicaux)