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Pici Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück

10

19,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

11.03.2016

Abbildungen

mit 33 Abbildungen

Verlag

Marta Press UG (haftungsbeschränkt)

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

22/15,5/1,6 cm

Gewicht

370 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-944442-40-2

Beschreibung

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Paperback

Erscheinungsdatum

11.03.2016

Abbildungen

mit 33 Abbildungen

Verlag

Marta Press UG (haftungsbeschränkt)

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

22/15,5/1,6 cm

Gewicht

370 g

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Deutsch

ISBN

978-3-944442-40-2

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Email: info@bod.de

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So beeindruckend, dass mir die Worte fehlen!

Bewertung aus Essen am 10.08.2016

Bewertungsnummer: 965456

Bewertet: Buch (Paperback)

2014 besucht Robert Scheer seine neunzigjährige Großmutter Elisabeth, genannt Pici, "die Kleine", in Israel, um seine wohlmöglich letzte Chance, etwas über ihre Vergangenheit zu erfahren, wahrzunehmen. So erfährt er von der Lage der Juden, die sich in der 1940er Jahren in Ungarn zunehmend verschlechterte. Sehr detailreich erzählt sie von ihrer Kindheit und Jugend, davon, wie schwierig es für das intelligente Mädchen war, Bildung zu erhalten, von ihren Verwandten, wie Juden immer mehr ausgegrenzt und diskriminiert wurden, Erfahrungen in Ghettos und Konzentrationslagern, Judengesetzen und vielem mehr. So erhält der Leser einen sehr tiefen Einblick in die Erlebnisse einer Holocaust-Überlebenden, die im Holocaust ihre ganze Familie verloren hat. Dadurch, dass der Leser direkt an dem Gespräch zwischen Pici und ihrem Enkel teilhaben kann, ist man dem Erzählten sehr nahe. Darüber hinaus spürt man beim Lesen die tiefe Verbindung der beiden, was sehr beeindruckt. Man merkt außerdem immer wieder, wie schwer es Pici, besonders im zweiten Teil des Buches, fällt, über ihre Erlebnisse zu sprechen, manchmal kommt sie ins Stocken oder hat Erinnerungen verdrängt. Besonders solche Passagen haben mich erschüttert... Manchmal springen ihre Gedanken auch, was zunächst verwirrend, dann aber auch wieder sehr eindrucksvoll ist. Ich bin beeindruckt von ihrem guten Gedächtnis und der Offenheit, mit der sie ihre Geschichte erzählt. Robert Scheer stellt ihr dabei immer an geeigneter Stelle ein Frage, hakt nach oder motiviert seine Großmutter zum Fortfahren, sodass man sich immer gut durch das Gespräch geführt fühlt. Gerade diese emotionale Komponente ist etwas, das vielen Büchern zu dem hier behandelten Thema fehlt; oft werden Fakten genannt, Schicksale angerissen, aber kaum Zeitzeugen über ihre Gefühle gefragt. Sehr gelungen sind auch die vielen Fotos, die eingestreut werden, sodass man zu den Schicksalen auch Gesichter im Kopf hat oder sich unmenschliche Gräueltaten besser vor Augen führen kann. Bildunterschriften wie "Nicht arbeitsfähiges "Menschenmaterial", wie alte Menschen, Kinder, Schwangere, Behinderte wurden an der Rampe selektiert und auf den Weg in das Todeslager Auschwitz-Birkenau geschickt." (S.129), Deportationslisten oder Ähnliches bedrücken zutiefst und vermitteln ein Gefühl des Grauens. Im Anhang finden sich viele zusätzliche Informationen, die Picis Erzählungen stützen und Glaubwürdigkeit verstärken sollen. Ich bin von diesem Werk schwer beeindruckt. Lange wusste ich nicht, was ich zu diesem Buch schreiben sollte, denn wie soll man angesichts solcher Erlebnisse die richtigen Worte finden? Auch nun werde ich das Gefühl nicht los, dem Buch nicht gerecht geworden zu sein, weswegen es mir nur übrig bleibt, jedem, der sich über den Holocaust informieren möchte, dieses Buch zu empfehlen. Sehr nahegehend, eindrucksvoll und informativ wird man durch das Leben einer durch die Jahre sehr weisen und gebildeten Frau geführt. Von mir gibt es daher 5 Sterne und große Anerkennung.

So beeindruckend, dass mir die Worte fehlen!

Bewertung aus Essen am 10.08.2016
Bewertungsnummer: 965456
Bewertet: Buch (Paperback)

2014 besucht Robert Scheer seine neunzigjährige Großmutter Elisabeth, genannt Pici, "die Kleine", in Israel, um seine wohlmöglich letzte Chance, etwas über ihre Vergangenheit zu erfahren, wahrzunehmen. So erfährt er von der Lage der Juden, die sich in der 1940er Jahren in Ungarn zunehmend verschlechterte. Sehr detailreich erzählt sie von ihrer Kindheit und Jugend, davon, wie schwierig es für das intelligente Mädchen war, Bildung zu erhalten, von ihren Verwandten, wie Juden immer mehr ausgegrenzt und diskriminiert wurden, Erfahrungen in Ghettos und Konzentrationslagern, Judengesetzen und vielem mehr. So erhält der Leser einen sehr tiefen Einblick in die Erlebnisse einer Holocaust-Überlebenden, die im Holocaust ihre ganze Familie verloren hat. Dadurch, dass der Leser direkt an dem Gespräch zwischen Pici und ihrem Enkel teilhaben kann, ist man dem Erzählten sehr nahe. Darüber hinaus spürt man beim Lesen die tiefe Verbindung der beiden, was sehr beeindruckt. Man merkt außerdem immer wieder, wie schwer es Pici, besonders im zweiten Teil des Buches, fällt, über ihre Erlebnisse zu sprechen, manchmal kommt sie ins Stocken oder hat Erinnerungen verdrängt. Besonders solche Passagen haben mich erschüttert... Manchmal springen ihre Gedanken auch, was zunächst verwirrend, dann aber auch wieder sehr eindrucksvoll ist. Ich bin beeindruckt von ihrem guten Gedächtnis und der Offenheit, mit der sie ihre Geschichte erzählt. Robert Scheer stellt ihr dabei immer an geeigneter Stelle ein Frage, hakt nach oder motiviert seine Großmutter zum Fortfahren, sodass man sich immer gut durch das Gespräch geführt fühlt. Gerade diese emotionale Komponente ist etwas, das vielen Büchern zu dem hier behandelten Thema fehlt; oft werden Fakten genannt, Schicksale angerissen, aber kaum Zeitzeugen über ihre Gefühle gefragt. Sehr gelungen sind auch die vielen Fotos, die eingestreut werden, sodass man zu den Schicksalen auch Gesichter im Kopf hat oder sich unmenschliche Gräueltaten besser vor Augen führen kann. Bildunterschriften wie "Nicht arbeitsfähiges "Menschenmaterial", wie alte Menschen, Kinder, Schwangere, Behinderte wurden an der Rampe selektiert und auf den Weg in das Todeslager Auschwitz-Birkenau geschickt." (S.129), Deportationslisten oder Ähnliches bedrücken zutiefst und vermitteln ein Gefühl des Grauens. Im Anhang finden sich viele zusätzliche Informationen, die Picis Erzählungen stützen und Glaubwürdigkeit verstärken sollen. Ich bin von diesem Werk schwer beeindruckt. Lange wusste ich nicht, was ich zu diesem Buch schreiben sollte, denn wie soll man angesichts solcher Erlebnisse die richtigen Worte finden? Auch nun werde ich das Gefühl nicht los, dem Buch nicht gerecht geworden zu sein, weswegen es mir nur übrig bleibt, jedem, der sich über den Holocaust informieren möchte, dieses Buch zu empfehlen. Sehr nahegehend, eindrucksvoll und informativ wird man durch das Leben einer durch die Jahre sehr weisen und gebildeten Frau geführt. Von mir gibt es daher 5 Sterne und große Anerkennung.

Starke Frau

Katrin Roisz aus Wien am 20.06.2016

Bewertungsnummer: 955750

Bewertet: Buch (Paperback)

Die Memoiren von Elisabeth Scheer, genannt Pici, haben mich tief berührt. Man kann noch so viele Bücher über diese Zeit, noch so viele Erlebnisse von Betroffenen hören, es erschüttert einem immer wieder was sich Menschen damals gegenseitig angetan haben. Zum 90. Geburtstag seiner Oma reist Robert Scheer nach Israel um ihre Lebensgeschichte zu hören. Und genau so ist das Buch auch aufgebaut. Pici erzählt und der Autor stellt mal da mal dort eine Zwischenfrage. Sie wurde 1924 in Carei, Rumänien, geboren, damals gehörte der Ort zu Österreich-Ungarn. Das Buch beginnt in der Kindheit von Elisabeth und hier sind die Erzählungen oft noch lustig und ausschweifend, aber schon in jungen Jahren bekommt Pici mit was es heißt Jüdin zu sein. Obwohl sie die beste in der Klasse ist gewinnt sie nur den zweiten Preis, denn eine Jüdin darf nicht Sieger sein. Das empfindet sie als ungerecht. 1938 bekam sie dann mit was es heißt ein Jude zu sein. Da flüchtete ein Jude aus Österreich und sie nahmen ihn auf und Pici verstand nicht warum er so grausam behandelt wird. Er sei doch ein Mensch. Da sagte ihr Vater: "Ein Jude sollte froh sein, wenn man ihn am Leben lässt." Ein Satz der mich schockiert hat, zeigt er doch mit aller Deutlichkeit die Grausamkeit die damals herrschte. Pici berichtet aber auch über ihre furchtbaren Erlebnisse in den Ghettos Carei und Satu Mare, im Konzentrationslager Auschwitz, im Außenlager Walldorf, im Konzentrationslager Ravensbrück und im mecklenburgischen Rechlin, bis sie 1945 befreit wurde. Sie verlor fast ihre ganze Familie im Holocaust, dennoch ist sie eine starke Frau geblieben, deren Geschichte sehr lesenswert ist. Pici stirbt 2015 mit 91 Jahren.

Starke Frau

Katrin Roisz aus Wien am 20.06.2016
Bewertungsnummer: 955750
Bewertet: Buch (Paperback)

Die Memoiren von Elisabeth Scheer, genannt Pici, haben mich tief berührt. Man kann noch so viele Bücher über diese Zeit, noch so viele Erlebnisse von Betroffenen hören, es erschüttert einem immer wieder was sich Menschen damals gegenseitig angetan haben. Zum 90. Geburtstag seiner Oma reist Robert Scheer nach Israel um ihre Lebensgeschichte zu hören. Und genau so ist das Buch auch aufgebaut. Pici erzählt und der Autor stellt mal da mal dort eine Zwischenfrage. Sie wurde 1924 in Carei, Rumänien, geboren, damals gehörte der Ort zu Österreich-Ungarn. Das Buch beginnt in der Kindheit von Elisabeth und hier sind die Erzählungen oft noch lustig und ausschweifend, aber schon in jungen Jahren bekommt Pici mit was es heißt Jüdin zu sein. Obwohl sie die beste in der Klasse ist gewinnt sie nur den zweiten Preis, denn eine Jüdin darf nicht Sieger sein. Das empfindet sie als ungerecht. 1938 bekam sie dann mit was es heißt ein Jude zu sein. Da flüchtete ein Jude aus Österreich und sie nahmen ihn auf und Pici verstand nicht warum er so grausam behandelt wird. Er sei doch ein Mensch. Da sagte ihr Vater: "Ein Jude sollte froh sein, wenn man ihn am Leben lässt." Ein Satz der mich schockiert hat, zeigt er doch mit aller Deutlichkeit die Grausamkeit die damals herrschte. Pici berichtet aber auch über ihre furchtbaren Erlebnisse in den Ghettos Carei und Satu Mare, im Konzentrationslager Auschwitz, im Außenlager Walldorf, im Konzentrationslager Ravensbrück und im mecklenburgischen Rechlin, bis sie 1945 befreit wurde. Sie verlor fast ihre ganze Familie im Holocaust, dennoch ist sie eine starke Frau geblieben, deren Geschichte sehr lesenswert ist. Pici stirbt 2015 mit 91 Jahren.

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von Robert Scheer

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