Von der "diversité" zur "uniformité". Sprachpolitik in der Französischen Revolution Inwiefern widersprechen die Eingriffe der französischen Regierung der Revolutionszeit in die Sprachpolitik dem heutigen europäischen Vielfaltsprinzip?
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.02.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-15735-4
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Linguistik, Note: 2, Universität Wien (Romanistik), Veranstaltung: Sprachwissenschaftliches Proseminar 2, Sprache: Deutsch, Abstract: Am Ende des 18. Jahrunderts beseitigte die Große Französische Revolution das Ancien Régime. Die französische Aufklärung hatte ihren Anteil an der Entwicklung und am Ausbau der revolutionären Gesinnung. Die Folgen daraus auf die sprachlichen und kommunikativen Verhältnisse in Frankreich sind bis heute noch spürbar. Die grundlegenden Veränderungen äußern sich vor allem in der Auseinandersetzung mit der, zeitweise auch widersprüchlichen, Norm- und Sprachpolitik unter Einbezug der gesamten Nation. Die Sprache erhält im Laufe der Epoche viele bedeutungstragende Aufgaben und Titel, wie zum Beispiel "langue de la libérte" oder "Sprache der Menschenrechte", und wird somit für die Regierung zum Mittel der Verbreitung eines neuen zentralistischen, revolutionären Idealismus. Das Prestige der Sprache Französisch erhält seinen Höhepunkt mit der Erhebung von der Sprache der Höfe zur Nationalsprache. Die Verbreitung der Neuordnung der innerstaatlichen Verhältnisse und ihrer sprachpolitischen Veränderungen für Frankreich war eine vorerst schwierige Aufgabe, denn eine Bestandsaufnahme machte deutlich, dass von ungefähr 25 Millionen Franzosen und Französinnen nur etwa die Hälfte, und zwar oftmals nur rudimentär, Französisch spricht. Nachdem man diesem Missstand zuerst mit einer Übersetzungspolitik beikommen wollte, setzte man später auf eine Politik der sprachlichen Vereinheitlichung des Landes. Einheit im Sinne von Einheitlichkeit war dagegen für Europa nie charakteristisch. Der vielräumige Kontinent "Europa" ist geprägt von kultureller wie sprachlicher Pluralität, deren Differenzen weniger als Kritikpunkte, die man beseitigen muss- im Vergleich zum damaligen Frankreich- gelten, sondern als wichtigste Charakteristika, schon sozusagen Voraussetzungen, für den intensiven kulturellen Austausch und Transfer. Ich werde in der vorliegenden Arbeit versuchen, einen geschichtlichen Rückblick über die sprachpolitischen Maßnahmen der Revolution von der Phase der "diversité" ausgehend, über die Phase der Übersetzungspolitik, bis zur "uniformité" zu erläutern und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Sprachgebrauch des Volkes zusammenzufassen. Schlussendlich werde ich diese spezielle Phase der französischen Sprachpolitik mit dem europäischen Prinzip der Mehrsprachigkeit vergleichen. Besonders die Unterschiede beider Sprachpolitiken werden dargestellt.
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