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Killerfrauen

Deutschlands bekanntester Serienmordexperte klärt auf

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Killerfrauen

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

43892

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2017

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

240

Beschreibung

Rezension

"Stephan Harbort weiß, wie Mörder denken.(..) In seinem aktuellen Werk 'Kellerfrauen' lässt er seine Leser erstmals in die abgründigen Seelen von Serienmörderinnen blicken." Badische Neueste Nachrichten 201703

Details

Verkaufsrang

43892

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2017

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,4 cm

Gewicht

242 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-78866-0

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Stephan Harbot klärt auf: Wir sind (vielleicht) alle potentielle Mörder

Dr. M. am 28.06.2018

Bewertungsnummer: 1113924

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Killerfrauen sind in diesem Buch nicht etwa die Frauen von Killern, so wie Spielerfrauen das schöne Anhängsel von gewissen Fussballprofis sind. Gemeint sind Serienmörderinnen, was nicht so auffällig klingt, dafür aber präzise wäre. Auf der Rückseite des Buches findet man dann zu allem Überfluss auch noch die Behauptung, dass der Autor "beklemmende Einblicke in die Abgründe der weiblichen Seele" gibt. Muss ich mich nun vor meiner Frau fürchten, weil ich vielleicht die dunklen Seiten in ihrer Seele noch nicht kennengelernt habe? Glücklicherweise hält sich der Autor in den meisten Fällen mit ähnlich merkwürdigen Aussagen zurück. Er schildert die von ihm beschriebenen Fälle überwiegend mit der gebotenen Sachlichkeit, auch wenn im Hintergrund immer irgendwie anklingt, dass er zu gewissen Verallgemeinerungen neigt, was reichlich zweifelhaft wäre. Allein schon deshalb, weil die Gruppe dieser Täterinnen dafür viel zu klein ist. Selbstverständlich morden Frauen anders als Männer. Das ist eine banale Folge aus ihrer Rolle in der Gesellschaft. Natürlich könnte man, wollte man irgendwelche Theorien über Mörderinnen entwickeln, auch die viel größere Gruppe von Einmaltäterinnen heranziehen. Das hat jedoch wenig Sinn, denn erst in Serien geschehen Morde nicht mehr im Affekt oder aus einer bestimmten Situation heraus. Serienmorde offenbaren ein System, das tiefer blicken lässt. Beispiele dafür, dass die scheinbare Andersartigkeit von Mörderinnen etwas mit ihrer Stellung als Frau zu tun haben, findet man im Text zur Genüge. Da ermordet eine Frau ihre drei Kinder, die sie vorher als Druckmittel gegenüber deren jeweiligen Vätern benutzt hat. Klappte das nicht mehr, brauchte sie ein neues Kind, was gleichzeitig ein Todesurteil für den noch lebenden Nachwuchs war. Eine andere Serienmörderinnen findet immer wieder reiche ältere Herren zur Pflege, die sie bald umbringt, nachdem sie sich deren Vermögen im Todesfall gesichert hat. Männer kämen in beiden Fällen situativ für diese Taten gar nicht in Betracht. Doch was sagt das über die Andersartigkeit von weiblichen Morden aus? Nichts eigentlich, wenn man einmal die weibliche Ausgangslage weglässt. Diese Morde sind in der Regel ebenso hinterhältig und grausam wie entsprechende männliche Taten. Auch erscheint mir die mögliche Absicht des Autors, solche Morde aus der sozialen Situation oder anderen Umständen ableiten zu wollen, nicht zielführend zu sein. Denn das würde schließlich bedeuten, dass alle Menschen, die in vergleichbaren Situationen stecken, auch zum Mörder werden würden. Das aber lässt sich mit Sicherheit nicht nachweisen, weil das Gegenteil wahr ist. Dies kann man alleine schon an den Fallzahlen erkennen. Was bleibt also übrig? Die Schilderung dieser Taten und die Psychogramme der Täterinnen, die einen normal gearteten Menschen sprachlos machen. Meistens geschehen gewöhnliche Morde im sozialen Umfeld der Täter. Doch einige hier der geschilderten Fälle spielten sich weit außerhalb eines solchen Kontextes ab, weshalb sie auch nur selten durch polizeiliche Ermittlungen ans Licht kamen. Am schlimmsten dabei ist wohl der Fall einer abartigen Psychopathin, die völlig wahllos mordete. Übrigens musste diese Täterin nach ihrer Verurteilung im Käfig gehalten werden, weil sie selbst noch im Knast gemeingefährlich wurde. Dagegen klagte sie selbstverständlich, was beim Autor auf völliges Verständnis trifft, denn schließlich muss auch hier der Stern unserer Menschlichkeit hell leuchten. Diese Serienkillerin saß vor ihren Morden wegen massiver Brandstiftung ein und sollte nie entlassen werden. Ein Psychologe fand, dass das nicht nötig war. Man findet also auch zwischen den Zeilen genügend Material um sich zu wundern und seine eigenen Schlüsse zu ziehen. In einem Fall gehen am Ende dann doch die Pferde mit dem Autor durch. Nachdem einen dreifachen Totschlag einer Mutter an den eigenen Neugeborenen geschildert hat, findet man abschließend folgende bemerkenswerten Sätze: "Wie viele Frauen hätten unter ähnlichen Umständen auch gemordet? Wie viele werden es noch tun? Offenbar gibt es in vielen von uns, schlimmstenfalls in jedem Menschen, eine dunkle Seite, die wir noch nicht gut genug kennen, gegen die wir uns irgendwann nicht mehr wehren können oder wollen. Dann zählt ein Menschenleben nicht mehr. Eine ganz und gar unbefriedigende Feststellung, die manche unter uns einer Angst machenden Vorstellung in die Arme treibt: Dieser Mensch könnte ich selbst sein!" Was für ein Unsinn! Nur weil Stephan Harbot Antworten fehlen, vermutet er gleich einmal das Schlimmste. Man könnte allerdings auch vermuten, dass Menschen, die sich zu viel mit solchen Kriminalfällen beschäftigen, der Durchblick für deren statistische Häufigkeit abhanden gekommen ist, was sie zu der Vermutung treibt, dass wir alle potentielle Mörder sind, denn nichts anderes steht in seinem Buch. Am Ende des Buches findet man eine Untersuchung zu den Charakteristika von Tätern und Opfern solcher Verbrechen. Um es kurz zu machen: Damit kann man rein gar nichts anfangen, weil die Anzahl 38 einfach für statistische Aussagen zu klein ist. Bestenfalls kann man aus dieser Auflistung einige Hypothesen aufstellen, die eine größere Grundgesamtheit später statistisch beweisen oder widerlegen kann. Übrigens schreibt der Autor im Nachwort plötzlich: "Indes unterscheidet sich das charakteropathische Profil der Täterinnen signifikant von dem der Normalbevölkerung." Was denn nun? Hieß es nicht weiter oben noch, dass wir alle unseren dunklen Seiten haben und potentielle Mörder sein können? Manchmal wünschte man sich, Autoren würden ihre eigenen Texte besser lesen. Das Buch erweist sich als gute Quelle, um sich ein gewisses Bild von diesen abscheulichen Verbrechen zu machen. Man kann daraus ersehen, dass für solche Taten eine bestimmte Veranlagung vorhanden sein muss und ein entsprechendes Geschehen im Vorfeld, das es aus der pathologischen Sicht der Täterinnen zwingend erforderlich macht, zu solchen Taten zu schreiten. Keinesfalls aber rechtfertigen diese Taten die Schlussfolgerung, dass in jedem von uns ein solches Potential steckt. Das ist einfach absurd.
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Stephan Harbot klärt auf: Wir sind (vielleicht) alle potentielle Mörder

Dr. M. am 28.06.2018
Bewertungsnummer: 1113924
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Killerfrauen sind in diesem Buch nicht etwa die Frauen von Killern, so wie Spielerfrauen das schöne Anhängsel von gewissen Fussballprofis sind. Gemeint sind Serienmörderinnen, was nicht so auffällig klingt, dafür aber präzise wäre. Auf der Rückseite des Buches findet man dann zu allem Überfluss auch noch die Behauptung, dass der Autor "beklemmende Einblicke in die Abgründe der weiblichen Seele" gibt. Muss ich mich nun vor meiner Frau fürchten, weil ich vielleicht die dunklen Seiten in ihrer Seele noch nicht kennengelernt habe? Glücklicherweise hält sich der Autor in den meisten Fällen mit ähnlich merkwürdigen Aussagen zurück. Er schildert die von ihm beschriebenen Fälle überwiegend mit der gebotenen Sachlichkeit, auch wenn im Hintergrund immer irgendwie anklingt, dass er zu gewissen Verallgemeinerungen neigt, was reichlich zweifelhaft wäre. Allein schon deshalb, weil die Gruppe dieser Täterinnen dafür viel zu klein ist. Selbstverständlich morden Frauen anders als Männer. Das ist eine banale Folge aus ihrer Rolle in der Gesellschaft. Natürlich könnte man, wollte man irgendwelche Theorien über Mörderinnen entwickeln, auch die viel größere Gruppe von Einmaltäterinnen heranziehen. Das hat jedoch wenig Sinn, denn erst in Serien geschehen Morde nicht mehr im Affekt oder aus einer bestimmten Situation heraus. Serienmorde offenbaren ein System, das tiefer blicken lässt. Beispiele dafür, dass die scheinbare Andersartigkeit von Mörderinnen etwas mit ihrer Stellung als Frau zu tun haben, findet man im Text zur Genüge. Da ermordet eine Frau ihre drei Kinder, die sie vorher als Druckmittel gegenüber deren jeweiligen Vätern benutzt hat. Klappte das nicht mehr, brauchte sie ein neues Kind, was gleichzeitig ein Todesurteil für den noch lebenden Nachwuchs war. Eine andere Serienmörderinnen findet immer wieder reiche ältere Herren zur Pflege, die sie bald umbringt, nachdem sie sich deren Vermögen im Todesfall gesichert hat. Männer kämen in beiden Fällen situativ für diese Taten gar nicht in Betracht. Doch was sagt das über die Andersartigkeit von weiblichen Morden aus? Nichts eigentlich, wenn man einmal die weibliche Ausgangslage weglässt. Diese Morde sind in der Regel ebenso hinterhältig und grausam wie entsprechende männliche Taten. Auch erscheint mir die mögliche Absicht des Autors, solche Morde aus der sozialen Situation oder anderen Umständen ableiten zu wollen, nicht zielführend zu sein. Denn das würde schließlich bedeuten, dass alle Menschen, die in vergleichbaren Situationen stecken, auch zum Mörder werden würden. Das aber lässt sich mit Sicherheit nicht nachweisen, weil das Gegenteil wahr ist. Dies kann man alleine schon an den Fallzahlen erkennen. Was bleibt also übrig? Die Schilderung dieser Taten und die Psychogramme der Täterinnen, die einen normal gearteten Menschen sprachlos machen. Meistens geschehen gewöhnliche Morde im sozialen Umfeld der Täter. Doch einige hier der geschilderten Fälle spielten sich weit außerhalb eines solchen Kontextes ab, weshalb sie auch nur selten durch polizeiliche Ermittlungen ans Licht kamen. Am schlimmsten dabei ist wohl der Fall einer abartigen Psychopathin, die völlig wahllos mordete. Übrigens musste diese Täterin nach ihrer Verurteilung im Käfig gehalten werden, weil sie selbst noch im Knast gemeingefährlich wurde. Dagegen klagte sie selbstverständlich, was beim Autor auf völliges Verständnis trifft, denn schließlich muss auch hier der Stern unserer Menschlichkeit hell leuchten. Diese Serienkillerin saß vor ihren Morden wegen massiver Brandstiftung ein und sollte nie entlassen werden. Ein Psychologe fand, dass das nicht nötig war. Man findet also auch zwischen den Zeilen genügend Material um sich zu wundern und seine eigenen Schlüsse zu ziehen. In einem Fall gehen am Ende dann doch die Pferde mit dem Autor durch. Nachdem einen dreifachen Totschlag einer Mutter an den eigenen Neugeborenen geschildert hat, findet man abschließend folgende bemerkenswerten Sätze: "Wie viele Frauen hätten unter ähnlichen Umständen auch gemordet? Wie viele werden es noch tun? Offenbar gibt es in vielen von uns, schlimmstenfalls in jedem Menschen, eine dunkle Seite, die wir noch nicht gut genug kennen, gegen die wir uns irgendwann nicht mehr wehren können oder wollen. Dann zählt ein Menschenleben nicht mehr. Eine ganz und gar unbefriedigende Feststellung, die manche unter uns einer Angst machenden Vorstellung in die Arme treibt: Dieser Mensch könnte ich selbst sein!" Was für ein Unsinn! Nur weil Stephan Harbot Antworten fehlen, vermutet er gleich einmal das Schlimmste. Man könnte allerdings auch vermuten, dass Menschen, die sich zu viel mit solchen Kriminalfällen beschäftigen, der Durchblick für deren statistische Häufigkeit abhanden gekommen ist, was sie zu der Vermutung treibt, dass wir alle potentielle Mörder sind, denn nichts anderes steht in seinem Buch. Am Ende des Buches findet man eine Untersuchung zu den Charakteristika von Tätern und Opfern solcher Verbrechen. Um es kurz zu machen: Damit kann man rein gar nichts anfangen, weil die Anzahl 38 einfach für statistische Aussagen zu klein ist. Bestenfalls kann man aus dieser Auflistung einige Hypothesen aufstellen, die eine größere Grundgesamtheit später statistisch beweisen oder widerlegen kann. Übrigens schreibt der Autor im Nachwort plötzlich: "Indes unterscheidet sich das charakteropathische Profil der Täterinnen signifikant von dem der Normalbevölkerung." Was denn nun? Hieß es nicht weiter oben noch, dass wir alle unseren dunklen Seiten haben und potentielle Mörder sein können? Manchmal wünschte man sich, Autoren würden ihre eigenen Texte besser lesen. Das Buch erweist sich als gute Quelle, um sich ein gewisses Bild von diesen abscheulichen Verbrechen zu machen. Man kann daraus ersehen, dass für solche Taten eine bestimmte Veranlagung vorhanden sein muss und ein entsprechendes Geschehen im Vorfeld, das es aus der pathologischen Sicht der Täterinnen zwingend erforderlich macht, zu solchen Taten zu schreiten. Keinesfalls aber rechtfertigen diese Taten die Schlussfolgerung, dass in jedem von uns ein solches Potential steckt. Das ist einfach absurd.

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Spannende Fälle

Charlene K. aus Berlin am 01.05.2018

Bewertungsnummer: 1100966

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Charles Manson, Joachim Kroll und Harold Shipman kennen diejenigen, die sich ein bisschen im Dschungel der Crime-Dokus und Kriminalliteratur tummeln sehr genau. Sie tauchen in diversen Formaten, in denen es um Serienmörder geht, immer wieder auf. Kaum beachtet sind hingegen Serienmörderinnen, die es gar nicht so selten gibt, wie man es zunächst vermutet. Stephan Harbort hat diesen Sachverhalt bereits 2008 in seinem Buch „Wenn Frauen morden“ aufgegriffen und von spektakulären Fällen berichtet. Im letzten Jahr erschien eine Art Fortsetzung, in der neue Fälle beschrieben werden. Allerdings sind auch neue Erfahrungen, neues Zahlenmaterial und neue Erkenntnisse in die Arbeit eingeflossen, was man als Leser positiv registriert. Leser*innen, die noch kein Buch des Autors in der Hand hatten, sollten vorgewarnt sein. Eine sehr gründliche Recherche, viele Interviews und ein klarer Blick auf die Ereignisse sowie ein gewisser Einblick in das Seelenleben der Täter*innen sorgen in den Büchern von Stephan Harbort für ungeschönte Beschreibungen und teils recht radikale Bilder, die sich im Kopf der lesenden Person festsetzen. Dies ist auch in dem Buch „Killerfrauen“ der Fall. Insgesamt werden sieben Fälle von ganz unterschiedlicher Natur dargelegt. So geht es mal um eine Patientenmörderin, aber auch um eine Mutter, die ihre Kinder heimlich zur Welt bringt und dann verschwinden lässt. Daneben tauchen ebenso eine Art „Schwarze Witwe“ und die Chefin einer Drückerkolonne auf. Alle Kapitel gleichen sich darin, dass Harbort die Fälle und die Ereigniszusammenhänge detailliert darstellt und mit Aussagen der Täterinnen und der Ermittlungsarbeit kombiniert. Somit erfährt man vom Leben vor der Tat bis hin zum Gerichtsprozess alle relevanten Punkte. Die üblichen Fragen wie es zu einer Tat kommen konnte und wie das Urteil lautetet, werden also beantwortet. Damit hat der Autor natürlich das Herz der kriminalistisch interessierten Leser*innen sofort gewonnen. Was das Lesen aber richtig spannend macht und dafür sorgt, dass man das Buch in einem Rutsch liest, ist die sehr klare und verständliche Sprache. Und hier ist mir im Vergleich mit einem älteren Buch, welches ich von Stephan Harbort gelesen habe, ein enormer Unterschied aufgefallen. Er konnte schon immer sehr bildhaft beschreiben und hat den Leser in die Geschichte hineingezogen, aber jetzt ist es noch runder, noch spannender. Durch ein ausführliches Vor- und Nachwort, einen Anhang und ein Literaturverzeichnis werden die eigentlichen Erzählungen noch ergänzt und wer sich weiterführend mit dem Thema beschäftigen möchte, erhält hier wichtige Hinweise. Man kann also sagen, dass das Werk alles enthält, was ein gutes Buch aus dem Bereich der True Crime-Stories ausmacht: Interessante Fälle, sehr gute Recherche, eine sprachlich wunderbare Ausarbeitung und umfangreiches Quellenmaterial. Sehr empfehlenswert!
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Spannende Fälle

Charlene K. aus Berlin am 01.05.2018
Bewertungsnummer: 1100966
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Charles Manson, Joachim Kroll und Harold Shipman kennen diejenigen, die sich ein bisschen im Dschungel der Crime-Dokus und Kriminalliteratur tummeln sehr genau. Sie tauchen in diversen Formaten, in denen es um Serienmörder geht, immer wieder auf. Kaum beachtet sind hingegen Serienmörderinnen, die es gar nicht so selten gibt, wie man es zunächst vermutet. Stephan Harbort hat diesen Sachverhalt bereits 2008 in seinem Buch „Wenn Frauen morden“ aufgegriffen und von spektakulären Fällen berichtet. Im letzten Jahr erschien eine Art Fortsetzung, in der neue Fälle beschrieben werden. Allerdings sind auch neue Erfahrungen, neues Zahlenmaterial und neue Erkenntnisse in die Arbeit eingeflossen, was man als Leser positiv registriert. Leser*innen, die noch kein Buch des Autors in der Hand hatten, sollten vorgewarnt sein. Eine sehr gründliche Recherche, viele Interviews und ein klarer Blick auf die Ereignisse sowie ein gewisser Einblick in das Seelenleben der Täter*innen sorgen in den Büchern von Stephan Harbort für ungeschönte Beschreibungen und teils recht radikale Bilder, die sich im Kopf der lesenden Person festsetzen. Dies ist auch in dem Buch „Killerfrauen“ der Fall. Insgesamt werden sieben Fälle von ganz unterschiedlicher Natur dargelegt. So geht es mal um eine Patientenmörderin, aber auch um eine Mutter, die ihre Kinder heimlich zur Welt bringt und dann verschwinden lässt. Daneben tauchen ebenso eine Art „Schwarze Witwe“ und die Chefin einer Drückerkolonne auf. Alle Kapitel gleichen sich darin, dass Harbort die Fälle und die Ereigniszusammenhänge detailliert darstellt und mit Aussagen der Täterinnen und der Ermittlungsarbeit kombiniert. Somit erfährt man vom Leben vor der Tat bis hin zum Gerichtsprozess alle relevanten Punkte. Die üblichen Fragen wie es zu einer Tat kommen konnte und wie das Urteil lautetet, werden also beantwortet. Damit hat der Autor natürlich das Herz der kriminalistisch interessierten Leser*innen sofort gewonnen. Was das Lesen aber richtig spannend macht und dafür sorgt, dass man das Buch in einem Rutsch liest, ist die sehr klare und verständliche Sprache. Und hier ist mir im Vergleich mit einem älteren Buch, welches ich von Stephan Harbort gelesen habe, ein enormer Unterschied aufgefallen. Er konnte schon immer sehr bildhaft beschreiben und hat den Leser in die Geschichte hineingezogen, aber jetzt ist es noch runder, noch spannender. Durch ein ausführliches Vor- und Nachwort, einen Anhang und ein Literaturverzeichnis werden die eigentlichen Erzählungen noch ergänzt und wer sich weiterführend mit dem Thema beschäftigen möchte, erhält hier wichtige Hinweise. Man kann also sagen, dass das Werk alles enthält, was ein gutes Buch aus dem Bereich der True Crime-Stories ausmacht: Interessante Fälle, sehr gute Recherche, eine sprachlich wunderbare Ausarbeitung und umfangreiches Quellenmaterial. Sehr empfehlenswert!

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Killerfrauen

von Stephan Harbort

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Rebecca Bäumer

Thalia Bergisch Gladbach

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5/5

Echte Mordlfälle - begangen ausschließlich von Frauen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bücher mit echten Mordfällen gibt es sehr vielen, doch dieses hier widmet sich ausschließlich Mörderinnen. Stephan Harbort beschreibt wie unterschiedlich Frauen im Gegensatz zu Männern morden das ihre Motive aber durchaus ähnlich sind. Ein sehr interessantes Buch das man am Ende mit einem Schaudern aus der Hand legt.
5/5

Echte Mordlfälle - begangen ausschließlich von Frauen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bücher mit echten Mordfällen gibt es sehr vielen, doch dieses hier widmet sich ausschließlich Mörderinnen. Stephan Harbort beschreibt wie unterschiedlich Frauen im Gegensatz zu Männern morden das ihre Motive aber durchaus ähnlich sind. Ein sehr interessantes Buch das man am Ende mit einem Schaudern aus der Hand legt.

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Jo Lütke

Thalia Nürnberg

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5/5

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Heftiger Einblick für alle, die an der Psychologie eines Serienmörders interessiert ist. Mal ein etwas anderes Leseerlebnis, welches aber mindestens genauso spannend ist wie ein Krimi - nur mit einem Perspektivwechsel!
5/5

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Heftiger Einblick für alle, die an der Psychologie eines Serienmörders interessiert ist. Mal ein etwas anderes Leseerlebnis, welches aber mindestens genauso spannend ist wie ein Krimi - nur mit einem Perspektivwechsel!

Jo Lütke
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