Der Philhellenismus in der deutschen Literatur der vorrevolutionären Zeit. Zum Griechenlandbild in Leopold Schefers Novelle "Palmerio"
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.05.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-21094-3
Der Philhellenismus war eine europäische Bewegung mit literarischen und politischen Ausprägungen, der mit dem griechischen Befreiungskampf gegen das osmanische Reich mit Ziel die Gründung eines Nationalstaates verbunden ist. Der Versuch der Zersplitterung des osmanischen Reichs durch die Gründung eines Nationalstaates war ein Unternehmen, das die europäischen konservativen Kreise zunächst bekämpfen wollten, besonders weil die europäischen Vielvölkerstaaten (hauptsächlich Österreich-Ungarn) sich vor ähnlichen Aufständen auf ihren Territorien fürchteten. Entgegen dem politischen Willen dieser Kreise, die sich hauptsächlich um die sogenannte Heilige Allianz und deren Seele, den österreichischen Außenminister Klemens Fürst von Metternich, versammelten, entwickelte sich unter dem Volk, aber auch unter den höheren Schichten der Gesellschaft, der Philhellenismus, der einen Kreis zur Unterstützung der griechischen Revolution bildete.
Im Rahmen des Philhellenismus wurden im deutschsprachigen Raum wichtige literarische Werke geboren. Wichtigster Vertreter des deutschen Philhellenismus war zweifellos der Dichter Wilhelm Müller, der schon in seiner Zeit wegen seiner "Griechenlieder" mit dem Beinamen "Griechen-Müller" bekannt wurde. Weniger bekannt ist der Dichter, Autor und Komponist Gottlob Leopold Immanuel Schefer und seine Novelle "Palmerio", mit welcher die vorliegende Arbeit sich befasst. Dieses philhellenische Werk entstand zwar 1823, d.h. zwei Jahre nach dem Ausbruch des griechischen Befreiungskriegs, spielt sich aber in der vorrevolutionären Zeit ab und basiert sich auf persönlichen Erfahrungen des Schriftstellers aus dem vorrevolutionären Griechenland . Dieses Interesse an das neugriechische Volk schon vor dem Jahr 1821 beweist die (jedenfalls selbstverständliche) Hypothese, dass der europäische und deutsche Philhellenismus nicht etwa aus einer Parthenogenese entstand (zumal weil auch der Befreiungskrieg selbst aus keiner Parthenogenese entstand), sondern dass der Samen dieser Bewegung schon in der vorrevolutionären Zeit offensichtlich präsent war.
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