Erdgeschichte Südostbayerns Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf
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- Deutsch ausgewählt
14,80 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
09.06.2016
Abbildungen
235 Farb- und 49 Schwarzweißabbildungen
Verlag
Pfeil, FSeitenzahl
176
Maße (L/B/H)
24,6/17,4/2 cm
Gewicht
666 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-89937-211-3
Im Herbst 1975 suchte der damals 16-jährige Schüler Bernard Bredow zusammen mit seinem Freund Robert Omelanowsky im Gerhartsreiter Graben bei Siegsdorf mit einer Metallsonde nach Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges. Stattdessen fanden sie jedoch die Reste eines Mammuts – zuerst eine Rippe, beim Nachgraben viele weitere Knochen.
Die beiden wollten den Fund natürlich alleine bergen. Das gelang aber nur zum Teil, da sich die Fundschicht in den Berg hineinzog und sich durch die Grabung eine gefährliche Böschung ergab. Die beiden brachen daher ihre Privat-Grabung ab, hielten das Wissen um ihren Fund aber geheim.
Im April 1985 trat Bernard Bredow mit dem Mammut-Fund an die Öffentlichkeit. Ende April 1985 bekam auch der Siegsdorfer Gemeinderat erste Informationen über den »angeblichen« Mammut-Fund. Erst die lnaugenscheinnahme der Knochen durch Professor Dr. Kurt Heißig vom lnstitut für Paläontologie und Historische Geologie in München brachte die Sicherheit, dass es sich tatsächlich um Mammut-Reste, und nicht um die Knochen eines »gewöhnlichen Zirkuselefanten«, handelt.
Daraufhin wurde von Juni bis November 1985 im Auftrag der Gemeinde Siegsdorf eine groß angelegte Grabung zur Bergung der noch in der Fundschicht verborgenen Mammut-Knochen durchgeführt. Dabei kamen nach und nach auch noch Knochen von Höhlenlöwe, Wolf, Riesenhirsch, Urrind und Wollnashorn zutage.
Die Mammutreste waren zwar oft von Hyänen angefressen, aber wie sämtliche Knochen in der Fundschicht erstaunlich gut erhalten. Das lag an der Einbettung der Funde in einen sehr dichten Lehm, der eine Zersetzung der Knochen verhinderte. Zudem zeigte sich, dass die Skelette von Mammut und Höhlenlöwe ungewöhnlich vollständig sind. Es ist daher nicht verwunderlich, dass zu dieser Zeit bereits der Gedanke an ein »Mammut-Museum« gepflegt wurde.
Motor der gemeindlichen Aktivitäten in Sachen Museum war bis zu seiner Pensionierung 2010 Hans Steiner, der damalige Geschäftsleiter der Gemeinde Siegsdorf.
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