Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen. Sein sechzehnjähriger Begleiter ist nicht nur spurlos verschwunden, sondern auch der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die erfolgreiche Beamtin hat viele Feinde. Seine Ermittlungen führen ihn in die verfallenen Ruinen der Beelitz-Heilstätten. Hier trifft er auf junge Wilde, die ihr Territorium mit allen Mitteln verteidigen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
hapedah
5/5
06.07.2021
eBook (ePUB)
Auch der zweite Fall um KHK Toni Sanftleben hat mich gefesselt und begeistert
Am Havelufer wird die Leiche eines jungen Mannes aufgefunden, einer seiner Freunde, mit dem das Mordopfer in der Nacht unterwegs war, wird vermisst. Dessen Mutter, die Staatsanwältin Caren Winter, überredet Toni Sanftleben, in den aktiven Dienst zurück zu kehren, um die Suche nach ihrem Sohn zu leiten. Neben den Ermittlungen halten den Kommissar auch seine privaten Probleme auf Trab, zwar lebt seine lange verschollene Frau Sofie inzwischen bei ihm auf dem Hausboot, doch zwischen den Eheleuten hat sich eine Distanz aufgebaut, die Toni trotz aller Bemühungen nicht überwinden kann.
"Kalte Havel" von Tim Pieper ist der zweite Fall um den sympathischen KHK Toni Sanftleben, der mich, wie schon sein voriger Band auf ganzer Linie begeistert hat. Tim Piepers Schreibstil kenne und mag ich schon aus zwei anderen Regionalkrimis (ich bin mit Tonis fünftem Fall in die Reihe eingestiegen und lese nun die Vorgänger in chronologischer Folge). Daher hat der Ermittler schon einen Stammplatz in meinem Herzen und ich genieße es, mehr über sein privates Leben zu erfahren. Meiner Meinung nach gibt das dem Charakter Tiefe, so dass Toni für mich keine flache Papierfigur ist, sondern sich real und lebendig anfühlt, ich hoffe, bange und leide beim Lesen mit ihm mit.
Auch seine Ermittlungen sind spannend geschildert, immer wieder gibt es kleine Rückblicke, die das Geschehen aus der Sicht des Opfers und einige Male sogar aus dem Blickwinkel des Täters beleuchten. Dabei bin ich willig allen Spuren gefolgt, die der Autor für seine Leser ausgelegt hat, dennoch war ich von der Auflösung des Falles sehr überrascht. Auch in diesem Roman wird der Hintergrund im idyllischen Havelgebiet umfassend und bildlich beschrieben, im Rahmen der Handlung habe ich unter Anderem die Beelitzer Heilstätten erkundet und einiges über die regionale Geschichte erfahren. Damit hat Tim Pieper die für mich perfekte Mischung aus spannender Krimihandlung, Einblick in das persönliche Leben des Ermittlers und Beschreibung der Umgebung geschaffen, so dass ich dieses wunderbare Leseerlebnis gern weiter empfehle.
Fazit: Spätestens mir diesem Buch steigt Tim Pieper in die Ränge meiner liebsten Krimiautoren auf, seine Fälle sind spannend und Toni Sanftleben ist ein Ermittler, den ich mittlerweile sehr mag. Auch die Havelregion, in der die Geschichte spielt, ist einladend geschildert, so dass ich immer mehr Lust bekomme, mir die Schauplätze einmal selbst anzusehen. Für den fesselnden Regionalkrimi spreche ich mit Freude eine Leseempfehlung aus.
Wuestentraum
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Einfach klasse
Der Prolog startet schon spannend. Zwei junge Männer haben etwas vor, und Hendrik der ältere der beiden hat sich sogar ordentlich für sein Vorhaben bewaffnet. Alexander sein Freund begleitet ihn, ohne zu wissen, was sein Freund wirklich vorhat. Schnell wird klar, Alexander ist der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter. Am nächsten Tag wird Hendrik erschossen aufgefunden und Alexander ist verschwunden. Caren Winter wendet sich verzweifelt an Toni Sanftleben und bittet ihn, diesen Fall zu übernehmen und ihren Sohn zu finden. Eigentlich ist Toni noch beurlaubt, um sich um seine Frau Sofie zu kümmern, die nach 16 Jahren Verschwinden wiedergefunden wurde. Aber für Toni ist klar, Caren sofort zu helfen und kehrt früher als geplant in seinen alten Job zurück. Auch wegen bestehender Geldprobleme kommt ihm der frühere Beginn ganz recht.
Das alte Team ist da und vor allem Phong freut sich auf die Wiederkehr von Toni. Auch sein alter Chef, Kriminalrat Schmitz ist noch da, der sich gleich zu Beginn eine unsympathisch erscheinende Geste leistet, indem er Toni einen Geschenkkorb auf seinen Schreibtisch stellt, mit italienischen Spezialitäten sowie einer Flasche Barolo und einer Flasche Grappa, obwohl Schmitz von den Alkoholproblemen Tonis wusste. Man neigt dazu, zu glauben, Schmitz habe dies mit voller Absicht getan um entweder Toni zu ärgern oder ihn sogar wieder zum Trinken zu animieren.
Toni wirft sich sofort in die Ermittlungen, um so schnell wie möglich Carens Sohn Alexander zu finden. Es wird spannend bei alldem, was er nach und nach herausfindet und fiebert mit Toni mit, endlich Klarheit in den Fall zu bringen.
In Dunkle Havel ist es mir sehr nahegegangen, wie Toni Sanftleben nach seiner jahrelang verschwundenen Frau Sofie gesucht und wie er gelitten hat, vor allem wie sehr er sie liebt. Deshalb war auch dieses Thema für mich sehr interessant, wie es weitergeht mit den beiden, nachdem Sofie wieder bei ihm und seinem Sohn ist.
Tim Pieper hat einen wunderbaren, leichten und klaren Schreibstil, bei dem man nur so über die Seiten fliegen kann. Bildhaft beschreibt er die einzelnen Schauplätze Potsdams, so dass man eine klare Vorstellung von allem hat, wenn man es nicht persönlich kennt oder bereits dort war. Besonders die Beelitzer Heilstätten hatten es mir angetan, mit einer interessanten Vergangenheit, über die ich mir im Internet sogleich Informationen gesammelt habe. Die Charaktere sind realistisch und überwiegend sympathisch dargestellt. Besonders Toni, Caren Winter und Phong haben mir super gefallen.
Die Spannung war von Anfang an hochgehalten, steigerte sich am Ende zu einem absoluten Showdown, indem alle Fragen schlüssig beantwortet wurden. Durch viele falsche Fährten wurde ich immer wieder irrgeleitet und wusste bis zum Ende tatsächlich nicht, wer der wahre Täter war. Nur im Privatleben von Toni blieb einiges offen, was mich noch neugieriger auf den nächsten Band werden lässt. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall mit Toni Sanftleben und seinem Team.
Fazit: Absolut spannender Krimi, mit vielen falschen Fährten und bildhaft beschriebenen Schauplätzen Potsdams ist dieser Regionalkrimi ein wahres Lesevergnügen und sehr zu empfehlen.
Bewertung
aus Schönwalde-Glien
5/5
27.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Kalte Havel
ein super Krimi, kurzatmig, gerechter preis, sehr emfehlendwert. hat mir sehr gefallen, würde ich zu jeder Zeit wieder lesen und ich freue mich auf das nächste Band
peedee
5/5
30.04.2018
Buch (Taschenbuch)
Auch hier gibt es 5 Sterne
Hauptkommissar Toni Sanftleben, Band 2: Der Sohn der Staatsanwältin Caren Winter verschwindet spurlos und dessen Freund wurde ermordet. Sie benötigt dringend Hauptkommissar Toni Sanftlebens Hilfe. Er lässt sich nicht lange bitten, in den Dienst zurückzukehren, um die Ermittlungen zu leiten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einer friedlichen Stimmung – gefällt mir sehr gut.
Dies ist Band 2 einer Reihe; er lässt sich ohne Vorkenntnis des ersten Bandes lesen. Ich empfehle trotzdem, mit dem ersten Band zu beginnen, denn sonst verpasst man unterhaltsame, spannende Lesestunden!
Für Toni war es keine Frage, die Ermittlungen im Mordfall bzw. Vermisstenfall zu übernehmen. Kaum ist er zurück im Dienst, ist es, wie wenn er nie weggewesen wäre. Er leitet wiederum das Team mit Oberkommissarin Gesa Müsebeck und Kommissar Nguyen Duc Phong. Was war das Motiv für den Mord an Hendrik Spohr? Was wurde aus Alexander Winter? Wurde er eventuell verschleppt und anderorts ebenfalls ermordet? Oder lebt er noch und wird irgendwo versteckt? Die Zeit läuft gegen die Ermittlungen, denn je länger jemand vermisst wird, desto schlechter stehen die Chancen…
Caren ist eine taffe Frau; wenn sie das nicht wäre, könnte sie auch keine Staatsanwältin sein. Aber dieses Mal ist sie als Mutter selbst betroffen, was natürlich alles verändert. Bewundernswert, wie sie sich trotz allem gut hält und auf Tonis Fähigkeiten vertraut.
Nebst der beruflichen Herausforderung machen Toni persönliche Probleme zu schaffen: Er konnte seine Frau Sofie zwar vor längerer Zeit nach Hause bringen, aber es ist – verständlicherweise – nicht einfach für sie. Zudem wird Sohn Aroon flügge – er will ausziehen. Der Alkohol lockt ihn sehr, aber er will diesem Verlangen nicht nachgeben; nicht, solange er noch auf der Suche nach Carens Sohn ist.
Immer wieder werden Passagen aus Sicht der Täterschaft geschrieben – das kurbelt sämtliche Gehirnwindungen an, die sich damit beschäftigen, wer denn dahinterstecken könnte (ich gebe es zu, ich habe es nicht herausgefunden). Die Story war durchgehend sehr spannend mit einem für mich doch überraschenden Ausgang. Aber so soll es auch sein. Von mir gibt es hier wiederum 5 Sterne – vielen Dank für diese grossartige Unterhaltung.
Eliza
5/5
22.02.2017
Buch (Taschenbuch)
Spurlos verschwunden
Meine Meinung:
Kalte Havel ist nun der zweite Fall für Toni Sanftleben und auch dieser Fall hat es wieder in sich. Aber auch menschlich kann Toni mich wieder überzeugen.
Das Cover ist wie beim emons Verlag üblich gestaltet, die Farbgebung des Covers versetzt uns in die frühen Morgenstunden und erinnert an einen Neuanfang. Dies ist auch bei Toni ein Thema, trotz seiner Beurlaubung sorgt die Staatsanwältin Caren Winter dafür, dass Toni im Fall ihres verschwundenen Sohnes Alexander ermitteln darf. Sie vertraut ihm und seinem Gespür. Dabei war Toni eigentlich dabei sein Leben, nach der Rückkehr seiner Frau, neu zu ordnen. Aber es geht um das Leben des Jungen und so beschließt er diesen Fall anzunehmen und in den Dienst zurückzukehren. So ermittelt er nicht nur im Fall der Entführung von Alexander, sondern auch im Fall des Mordes an Alexanders Freund Hendrik.
Seine alten Kollegen freuen sich sehr, dass er wieder an Bord ist und vertrauen ihm und seinen Anweisungen, schnell greifen die neuen Informationen um sich. Dies ist auch gut so, denn es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, um das Opfer aus den Fängen des Täters zu befreien.
Der Roman wird in drei Erzählsträngen erzählt. Einmal aus der Sicht Tonis, aus der anonymen Sicht des Entführers und dann sind da noch die Rückblenden aus Sicht von Hendrik und Alexander.
Diese drei Stränge werden im Laufe des Romans immer mehr miteinander verknüpft, sodass es dem Leser ermöglicht wird gemeinsam mit Toni zu ermitteln. Der Roman zeichnet sich durch seine spannende und dennoch ruhige Art aus, die aber zu keiner Zeit einen Durchhänger erlebt, sodass man das Buch am liebsten in einem Rutsch lesen möchte.
Der Schreibstil des Autors ist, wie auch in seinen vergangenen Romanen, sehr gut zu lesen. Er lässt seine Figuren so agieren und sprechen, wie sie dem Charakter der Person entsprechen, was zur Authentizität beiträgt. Was mich an diesem Roman besonders fasziniert hat, sind die Orte an denen Tim Pieper seinen Roman spielen lässt. Sie sind nicht nur ungewöhnlich, sondern zugleich auch unheimlich, düster und geheimnisumwogen. Dies übt beim Lesen einen ganz besonderen Zauber auf den Leser aus.
Dieser Kriminalfall empfehle ich allen, die gerne einen unblutigen, aber nicht weniger spannenden Krimi lesen wollen. Wer sich dann auch noch in Potsdam und Umgebung auskennt, wird seinen ganz besonderen Spaß an diesem Roman haben.
Danke an Tim Pieper und den emons Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich hoffe, dass es einen dritten Fall von Toni geben wird, denn dieser Kommissar hat potential und ist ein sehr interessanter Charakter von dem ich gerne noch mehr lesen würde.
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5/5
17.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Im zweiten Teil der Havelreihe...
Im zweiten Teil der Havelreihe geht es „unheimlich“ spannend weiter. Mit Toni Sanftleben erlebt man perfekten regionalen Krimi, spannend, interessant und die Orte, viele davon kennt man, machen die Geschichte noch erlebbarer. Eine Reihe, welche uneingeschränkt empfehlenswert ist
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