"Ich oder der Alligator!" Keinen Tag länger will Homer Hickam der Ältere sein Badezimmer mit einem bissigen Reptil namens Albert teilen. Als der Bergwerksarbeiter seiner Frau ein Ultimatum stellt, muss Elsie lange überlegen. Schließlich ist ein Leben ohne Alligator doch sinnlos. Wie alles hier in Coalwood, West Virginia. Die ganze trostlose Stadt liegt unter einer schwarzen Staubschicht begraben. Und selbst vor ihrer Ehe hat die Große Depression keinen Halt gemacht. Trotzdem fällt Elsie die Entscheidung - unter einer Bedingung: Sie müssen Albert nach Hause bringen. Zurück nach Florida. In einem alten Buick. Mit Alligator auf dem Rücksitz - "Liebevoller kann man eine verrückte Geschichte nicht erzählen." - Elke Heidenreich
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
Anja H.
aus Bremen
5/5
10.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Die Reise beginnt
Ein Alligator ist nun mal kein Haustier und ein Badezimmer ist auch keine dauerhafte Lösung für ihn.Das weiß Homer schon lange, nur muß er noch seine Frau Elsie davon überzeugen.Sie liebt ihren Albert über alles.Hat sie ihn doch von ihrer ersten großen Liebe geschenkt bekommen,zu ihrer Hochzeit.
Nur das sie damals Homer und nicht ihre große Liebe geheiratet hat.
Nun lebt sie schon seit Jahren mit Homer und Albert zusammen in einen Bergwerkarbeiter Dorf,wo sie auch aufgewachsen ist.
Anfangs war Albert ja noch klein,aber nun ist er doch um einiges größer geworden.Und sie hat auch das Gefühl ,das Albert "unbedingt " nach Hause muß.Und zwar nach Florida.Das wäre auch dann die Gelegenheit ihre große Liebe wiederzusehen,die sie nie vergessen hat.
Also wird Albert in den Buick auf den Rücksitz verfrachtet und ein ganz besonderer Roadtrip beginnt für die drei.
Dieser Roadtrip ist was ganz einmaliges,zumal sie ja einen Alligator bei sich haben,der sich auch benehmen kann.Aber er kann auch,sehr gefährlich werden wenn es ernst wird.Auf ihrer Reise lernen Elsie und Homer viele verschiedene Gestalten kennen.Denen sie mal helfen können,oder ihnen wird geholfen.Aber sie geraten auch in brenzlige Situationnen,und treffen regelmäßig auf alte Bekannte.Ein sehr unterhaltsamer und tiefgreifender Roadtrip,der auch bei Homer und Elsie seine Spuren hinterlässt,und viel für die beiden tut.
Beste Leseunterhaltung die mich sehr gefangen hat,und viele Abenteuer mit Homer ,Elsie und Albert zum besten gab.
Bewertung
5/5
13.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein Road-Trip der ganz besonderen...
Ein Road-Trip der ganz besonderen Art: Eine spannende und verworrene Begegnung folgt der nächsten.
Bewertung
5/5
28.06.2016
Buch (Taschenbuch)
Eine abenteuerliche Reise aus...
Eine abenteuerliche Reise aus einer Bergarbeiterstadt ins sonnige Florida der 30er Jahre. Bekommt Homer seine Elsie?
Bewertung
4/5
02.04.2024
Hörbuch-Download
Schöne Geschichte
Schöne leichte Geschichte, als Hörbuch sehr angenehm zu hören.
Amüsante und heitere Kurzgeschichte für jung und alt
Gut und Humorvoll vorgelesen
eignet sich sowohl als Abendlektüre oder für eine längere Autofahrt
Bewertung
4/5
05.06.2018
Buch (Taschenbuch)
Skurriler Roadmovie – absurd und...
Skurriler Roadmovie – absurd und mit extrem schwarzem Humor! Für Fans von Jonas Johansson!
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5/5
05.01.2017
Buch (Taschenbuch)
Dieser Roman ist amüsant und schwermütig...
Dieser Roman ist amüsant und schwermütig zu gleichen Teilen und damit in meinen Augen einfach großartig. Langeweile kommt mit diesem Alligator nicht auf.
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5/5
30.07.2016
Buch (Taschenbuch)
Dieser Roman ist der absolute...
Dieser Roman ist der absolute Knaller! WITZIG und nachdenklich, RASANT und melancholisch-lebensphilosophisch. Eine obskure Mischung, genial gemacht. Ein riesen Lesespaß!
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4/5
11.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Liebevolles Rätselraten
Die Ehe zwischen Homer und Elsie wurde von einer Größe arrangiert, die Kismet genannt wird - oder Schicksal. Ganz zufrieden sind sie jedoch beide nicht mit dieser Situation: Elsie sehnt sich nach einem glänzenderen Leben als in Coalwood, der Bergbaustadt. Außerdem ist sie sich ihrer Gefühle zu Homer nicht sicher, der sie wiederum über alles liebt, aber sich partout nicht mit Albert anfreunden kann – dem Hochzeitsgeschenk einer alten Flamme seiner Frau. Albert ist ein Alligator.
„Albert muss nach Hause“ ist eine irgendwie wahre und sicherlich sehr erfundene Geschichte vom Zueinanderfinden, Träumen und sich selbst Verwirklichen. Sie soll den Eltern des Autors widerfahren sein, der sie nun also in Form dieses optisch sehr ansprechenden Romans zu verewigen versucht.
Die beiden Hauptfiguren sind, vermutlich gerade weil es sich um Hickams Eltern handelt, verherrlicht wie Paare in alten Liebesfilmen. Zwar weisen sie hier und da geringe (menschliche) Schwächen auf, sind jedoch wohl die schönsten Menschen der Welt und symbolisieren jeweils (auf den ersten Blick) gegensätzlich scheinende Charaktereigenschaften: Homer die Freundlichkeit, Zufrieden- und Bescheidenheit, Aufrichtigkeit und so weiter, ein ganzer Held eben. Auf der anderen Seite haben wir Elsie, die ehrgeizig nach Höherem strebt, Abenteuerlust verkörpert und sich die typischen Zwänge der Frauen ihrer Zeit keineswegs gefallen lässt. Eine sehr liebevolle Figurengestaltung.
Ich muss offen gestehen, dass ich noch immer nicht ganz verstanden habe, was nun der Wahrheit entspricht und was nicht. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich die Metaphern, von denen der Roman überquellt, insgesamt überhaupt erkannt habe – der Hahn, der immer wieder auftaucht und sich auf Homers Schulter wie zu Hause fühlt, scheint mir beinahe für gar nichts zu stehen. Wie ein blinkendes Verkehrsschild, welches uns lediglich darauf aufmerksam machen soll, dass es zwischen den Zeilen Tiefgründigeres zu entdecken gibt. Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, Albert noch einmal zu lesen, oder gleich mehrmals, um sich ganz dieser Schatzsuche zu widmen.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sodass man auch an den wenigen Längen des Romans keineswegs hängen bleibt. Auf einfach wirkende Art wird mal wohlige, mal schaurige und auch tieftraurige bis dramatische Atmosphäre erzeugt – was hier simpel erscheint, ist umso schwieriger zu bewerkstelligen und doch mit Bravour gelöst. Wie wenn man zig künstlerische Tricks und einen dicken Batzen Schminke anwendet, um möglichst ungeschminkt auszusehen (damit kenne ich mich bestens aus). Natural Look.
Manche Szenen wirken wie übergangslos aneinandergereiht, weil sie stets folgendem Muster unterliegen: Das Paar fährt, kommt irgendwo an, wo etwas stattfindet, was womöglich ihr Leben verändert, es aber höchstwahrscheinlich doch nicht tut. Und weiter geht die Fahrt.
Trotzdem wartet die eine oder andere Überraschung auf den Leser.
Zusammenfassend sei gesagt, dass es sich bei Albert muss nach Hause um einen der liebevollsten Romane handelt, die ich in letzter Zeit (je) gelesen habe. Eine klare Empfehlung für jeden, der etwas seelischen Urlaub braucht und sich in einem engen Buick (weil man den Rücksitz mit einem riesigen Reptil teilen muss) wohlfühlen möchte. Ein richtiger Inssofakuschelroman.
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