Wahnsinn in der fantastischen Literatur. Exemplarische Untersuchung von Maupassants Erzählungen 'Le Horla' und 'Qui sait?'
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
29.03.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
339 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668181601
In Anbetracht dieses Themas spielt auch die Biographie des Autors eine Rolle, da er unter einer erblichen Nervenkrankheit litt und sich zusätzlich zwischen 1870 und 1876 mit Syphilis ansteckte, was später in fürchterlichen Qualen in Form von Migräneanfällen, Augen- und Magenschmerzen, Paralyse und geistigem Verfall endete. Um sein Leiden zu vermindern, nimmt er außerdem viele Medikamente und Drogen und wird letzten Endes paranoid und Opfer zahlreicher Halluzinationen. Man darf jedoch nicht den Fehler begehen und seine fantastischen Erzählungen als Episoden seiner Krankheitsgeschichte deuten, sondern vielmehr bot es ihm die Möglichkeit, seine qualvollen Lebenserfahrungen kunstvoll zu verpacken.
Um zu klären, inwiefern der Wahnsinn in beiden Werken zugegen ist und ob dessen Präsenz eine Auflösung des Fantastischen in das Unheimliche erlaubt, sollen im ersten Teil dieser Arbeit zwei unterschiedliche Definitionen für das Fantastische aufgeführt werden. Die erste Interpretation basiert auf der von Maupassant verfassten Chronik "Le Fantastique", wohingegen das Werk "Introduction à la littérature fantastique" von Tzvetan Todorov die Grundlage für die zweite Deutung ist.
Im Anschluss wird zuerst "Le Horla" und danach Maupassants letzte fantastische Erzählung "Qui sait?" auf die Rolle des Wahnsinns untersucht. Bei "Le Horla" liegt der Fokus unter anderem auf der allmählich wachsenden Vermischung von Realität und Übernatürlichem, den Experimenten der Hauptfigur oder der zunehmenden Konkretisierung des übernatürlichen Wesens. Die Interpretation von "Qui sait?" hingegen konzentriert sich intensiver auf die Darstellung der Hauptfigur, das zentrale übernatürliche Ereignis an sich, sowie den geistigen Zustand des Erzählers gegen Ende der Geschichte. In einem letzten Schritt werden sämtliche gewonnene Ergebnisse in einem Résumé zusammengetragen.
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