Die diskursive Verhandlung rassischer Identität. Die Debatte um Rachel Dolezal
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.06.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
504 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668243675
Rachel Dolezal hatte zu diversen Anlässen angegeben, Tochter einer weißer Mutter und eines schwarzen Vaters zu sein, was ihr in der dominierenden Anschauung innerhalb der US-Amerikanischen Gesellschaft eine schwarze Identität zuschreiben würde. Eine Identität, die sie sich auch selbst gab, indem sie in Bewerbungen für Arbeitsstellen mehrfach die Kategorie "African American" ankreuzte und indem sie in den von ihr veröffentlichten Artikeln über Rassismus die inkludierenden Pronomen "we" und "us" verwendete.
Im Anschluss daran wurde Rachel Dolezal zum Subjekt einer landesweiten Debatte, welche in der "Logik eines Gerichtsprozesses" (Brubaker 2016: 434) geführt wurde, wobei die meisten Kommentatoren zum Schluss kamen, dass sich Frau Dolezal des Betruges, in Form des Identitätsdiebstahls, schuldig gemacht habe. Der Fall löste jedoch auch eine tiefergehende Debatte über Beschaffenheit von Rasse und rassischen Kategorisierungen in den USA aus.
Auch in deutschen Medien wurde über den Fall im Sinne einer kuriosen Betrugsgeschichte berichtet, wobei der Tenor, derselbe war: Es wurde als Fakt dargestellt, dass Rachel Dolezal keine Afroamerikanerin sei, sich jedoch als solche ausgab, was sie wahlweise zur Lügnerin, Opportunistin oder gar Rassistin machte.
Ich möchte in dieser Arbeit darstellen, wie in der Debatte um die Person Rachel Dolezal die Kategorie Rasse als soziale Tatsache reifiziert bzw. ins Wanken gebracht wurde. Ferner möchte erörtern, ob eine Analogie der Kategorien Rasse bzw. Ethnie und Geschlecht analytisch sinnvoll ist und deshalb von "Cisracial" und "Transracial" gesprochen werden kann, das Konzept "Trans-" also auch über seinen Herkunftskontext hinaus analytisch sinvoll ausgeweitet werden kann.
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