Ist die Raumkonstruktion im Film nur visuell? Auditiver Filmraum in "Der Herr der Ringe"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
02.08.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
47 (Printausgabe)
Dateigröße
1075 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656989813
Auch im "Lexikon der Raumphilosophie" werden unter den Einträgen Klang- und Hörraum nur die Attribute des Raums vermittelt, die den Klang eines Musikstücks verändern können oder wie der Raum die Musik transportieren kann. Der auditive Raum ist durch das Ohr vermittelter Raumeindruck. Von Fischer meint aber ähnlich wie Bordwell den Raumeindruck, der entsteht, wenn der Mensch auf Grund von Sprache oder Geräuschen die Quelle selbiger ausmachen kann und dadurch einen Eindruck des Raumes bekommt.
Doch ließe sich der auditive Raum auch in der Weise definieren, in der er dazu in der Lage ist, einen Raum zu charakterisieren, symbolisieren und darzustellen. Die Musik ist, insbesondere im Film, eine eigenständige Mitteilungsebene, die stark mit den Handlungssträngen, Figuren und Objekten verbunden ist und durch ebendiese Verbindung auch den Filmraum auditiv darstellen kann. Ein Beispiel hierfür stellt die Trilogie "Der Herr der Ringe" zur Verfügung. Mit über zehn Stunden musikalischem Material, von dem vieles als Leitmotiv konzipiert wurde, stellt "Der Herr der Ringe" ein gutes Ausgangmaterial bereit, um den Filmraum näher zu untersuchen und zu prüfen, inwiefern diese durch die Filmmusik geprägt werden.
Dazu muss zunächst der Begriff des Raums näher erläutert werden, da dieser mit vielen Bedeutungsebenen belegt ist und die Nutzung des Begriffs nicht mehr eindeutig ist. Zudem ist eine Theorie zur Filmraumkonstruktion nötig, die von David Bordwell in "Narration in the Fiction Film" stark an die Wahrnehmungspsychologie angelehnt ist, was für diese Arbeit sinnvoll ist, um die perzeptiven und kognitiven Vorgänge des Rezipienten während des Filmsehens besser beschreiben zu können.
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