Produktbild: Klimaanpassung in Forschung und Politik

Klimaanpassung in Forschung und Politik

1

44,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.12.2016

Abbildungen

XX, mit 42 Amit 13 Abbildungengen, 13 Abb. in Farbe.

Herausgeber

Andreas Marx

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

Seitenzahl

260

Maße (L/B/H)

24/16,8/1,5 cm

Gewicht

547 g

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-658-05577-6

Beschreibung

Portrait

Dr. Andreas Marx, Leiter des Mitteldeutschen Klimabüros am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, koordiniert die Beiträge von mehr als 20 Fachautoren 

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.12.2016

Abbildungen

XX, mit 42 Amit 13 Abbildungengen, 13 Abb. in Farbe.

Herausgeber

Andreas Marx

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

Seitenzahl

260

Maße (L/B/H)

24/16,8/1,5 cm

Gewicht

547 g

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-658-05577-6

Herstelleradresse

Springer-Verlag GmbH
Tiergartenstr. 17
69121 Heidelberg
DE

Email: ProductSafety@springernature.com

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Wir haben noch eine Chance!

S.A.W am 16.08.2018

Bewertungsnummer: 1126108

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Klimawandel wird seit 40 Jahren diskutiert und ist seit 10 Jahren in Öffentlichkeit und Politik angekommen. Bereits 1997 wurden im Kyoto-Protokoll Maßnahmen zur Treibhausgasminderung beschlossen. Seit 1880 ist die Temperatur vor allem auf der Nordhalbkugel gestiegen, in der Arktis um 2,5 Grad. In Deutschland kam es ab 1970 zu einem schnellen Anstieg. 2014 überschritt die CO2-Konzentration den Wert von 400ppm, vor der Industrialisierung lag er bei 280ppm. Ab 450ppm kann das Klimaziel von +2Grad nicht gehalten werden. Bei Einhalten der derzeitigen Zusagen ergibt sich eine Erwärmung von 2,7Grad, bei Scheitern derselben von 3,6Grad. Klimaanpassung galt lange als riskant, da die Diskussion auf die Treibhausgasreduktion fokussiert wurde und Anpassungsstrategien den Misserfolg von letzterem implizieren. Regionen und Sektoren sind sehr unterschiedlich betroffen, weswegen die Anpassung regional sehr unterschiedlich erfolgen muss. Es braucht integrierte Maßnahmen zum Gewässer-, Boden- und Naturhaushalt. Der Wasserrückhalt dient z.B. auch dem Bodenschutz. Beim Bau kühlwasserabhängiger Industrieanlagen ist langfristig der Rückgang von Niederschlägen im Sommer zu berücksichtigen, bei Siedlungsflächen in Küstennähe der Anstieg des Meeresspiegels. Klimaanpassung braucht eine Integration von Politik horizontal und vertikal, auf allen Ebenen und über alle Sektoren hinweg. Es beginnt mit dem Wissen über die Klimafolgen und zielt auf die Senkung der Vulnerabilität von Mensch und Natur. Anpassungsbemühungen gibt es seit dem Jahr 2000 auf Grund extremer Ereignisse wie Dürren, Hochwasser etc. Viele Länder haben Klimawandelministerien eingerichtet oder die Umweltministerien mit der Klimaanpassung beauftragt. Abschätzung von Dürre- und Hungerkatastrophen kommt eine zentrale Stellung zu. Erhöhung von Deichen kann die Überschwemmungsgefahr vermindern aber nicht ausschließen. Risikosituation verteilen sich regional neu. Immer gibt es auch politische Handlungsalternativen, die das Katastrophenrisiko vermindern können. Meereis reflektiert bis zu 90% der einfallenden Strahlung, offenes Meer wandelt hingegen 90% in Wärme um. Das sommerliche Eis der Arktis ist in den letzten 30 Jahren um 50% zurückgegangen, zwischen 2025 und 2050 wird es verschwunden sein. In der Arktis gibt es eine positive Eis-Albedo-Erwärmungs-Rückkoppelung die die arktische Erwärmung verstärkt. Den Städten als Hitzeinseln kommt besondere Bedeutung zu. Die Maßnahmen können von einem Klimalotsen koordiniert werden, vor allem die Begrünung von Dächern und Fassaden tragen zur CO2- und zur Wärmeredutkion bei. Moore müssen wiedervernässt werden, da sie von allen Biotopen am meisten CO2 speichern. Die Stickstoffdüngung ist effizienter zu gestalten, um Lachgas zu vermindern, ebenso das Methan in der Rinderhaltung. Flussauen sind zu renaturieren zur Hochwasserregulation und zur Treibhausgasreduktion Ein sehr kluges Buch, das zeigt, dass wir sehr wohl viel tun können, um die Auswirkungen des Klimawandels abzupuffern. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Wasser und Eis. Ein Alpen-Klima-Krimi.“

Wir haben noch eine Chance!

S.A.W am 16.08.2018
Bewertungsnummer: 1126108
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Klimawandel wird seit 40 Jahren diskutiert und ist seit 10 Jahren in Öffentlichkeit und Politik angekommen. Bereits 1997 wurden im Kyoto-Protokoll Maßnahmen zur Treibhausgasminderung beschlossen. Seit 1880 ist die Temperatur vor allem auf der Nordhalbkugel gestiegen, in der Arktis um 2,5 Grad. In Deutschland kam es ab 1970 zu einem schnellen Anstieg. 2014 überschritt die CO2-Konzentration den Wert von 400ppm, vor der Industrialisierung lag er bei 280ppm. Ab 450ppm kann das Klimaziel von +2Grad nicht gehalten werden. Bei Einhalten der derzeitigen Zusagen ergibt sich eine Erwärmung von 2,7Grad, bei Scheitern derselben von 3,6Grad. Klimaanpassung galt lange als riskant, da die Diskussion auf die Treibhausgasreduktion fokussiert wurde und Anpassungsstrategien den Misserfolg von letzterem implizieren. Regionen und Sektoren sind sehr unterschiedlich betroffen, weswegen die Anpassung regional sehr unterschiedlich erfolgen muss. Es braucht integrierte Maßnahmen zum Gewässer-, Boden- und Naturhaushalt. Der Wasserrückhalt dient z.B. auch dem Bodenschutz. Beim Bau kühlwasserabhängiger Industrieanlagen ist langfristig der Rückgang von Niederschlägen im Sommer zu berücksichtigen, bei Siedlungsflächen in Küstennähe der Anstieg des Meeresspiegels. Klimaanpassung braucht eine Integration von Politik horizontal und vertikal, auf allen Ebenen und über alle Sektoren hinweg. Es beginnt mit dem Wissen über die Klimafolgen und zielt auf die Senkung der Vulnerabilität von Mensch und Natur. Anpassungsbemühungen gibt es seit dem Jahr 2000 auf Grund extremer Ereignisse wie Dürren, Hochwasser etc. Viele Länder haben Klimawandelministerien eingerichtet oder die Umweltministerien mit der Klimaanpassung beauftragt. Abschätzung von Dürre- und Hungerkatastrophen kommt eine zentrale Stellung zu. Erhöhung von Deichen kann die Überschwemmungsgefahr vermindern aber nicht ausschließen. Risikosituation verteilen sich regional neu. Immer gibt es auch politische Handlungsalternativen, die das Katastrophenrisiko vermindern können. Meereis reflektiert bis zu 90% der einfallenden Strahlung, offenes Meer wandelt hingegen 90% in Wärme um. Das sommerliche Eis der Arktis ist in den letzten 30 Jahren um 50% zurückgegangen, zwischen 2025 und 2050 wird es verschwunden sein. In der Arktis gibt es eine positive Eis-Albedo-Erwärmungs-Rückkoppelung die die arktische Erwärmung verstärkt. Den Städten als Hitzeinseln kommt besondere Bedeutung zu. Die Maßnahmen können von einem Klimalotsen koordiniert werden, vor allem die Begrünung von Dächern und Fassaden tragen zur CO2- und zur Wärmeredutkion bei. Moore müssen wiedervernässt werden, da sie von allen Biotopen am meisten CO2 speichern. Die Stickstoffdüngung ist effizienter zu gestalten, um Lachgas zu vermindern, ebenso das Methan in der Rinderhaltung. Flussauen sind zu renaturieren zur Hochwasserregulation und zur Treibhausgasreduktion Ein sehr kluges Buch, das zeigt, dass wir sehr wohl viel tun können, um die Auswirkungen des Klimawandels abzupuffern. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Wasser und Eis. Ein Alpen-Klima-Krimi.“

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