Das Münster zu Bad Doberan. Versuch einer Baugeschichte
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- Deutsch ausgewählt
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
12.09.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
40
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
73 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-29276-5
Fachbuch aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: keine, , Sprache: Deutsch, Abstract: In dem Versuch zur Baugeschichte des Doberaner Münsters geht es um neue Überlegung zur Datierung des Baugeschehens auf Grund dendrochronologischer Baubefunde am Dachstuhl und daraus möglichen Schlußfolgerungen. Im Katalogbuch zur Ausstellung "Zeitschichten - Erkennen und erhalten - Denkmalpflege in Deutschland" berichten Tilo Schöfbeck und Karl Uwe Heußner über ihre dendrochronologischen Untersuchungen am weitgehend als original identifizierten Dachstuhl des Hochschiffes des Doberaner Münsters . Sie "brachte eine große Überraschung", nämlich: "Sämtliche beprobten Eichen, vom Chor bis in den Bereich des Langhauses hinein, wurden zwischen 1292 und 1296 in einheimischen Wäldern gefällt bis 1297 verbaut." Es ist bekannt, dass im Mittelalter der Baumeister Frischholz in seinen Dachstühlen verbaute. So konnte während der Trocknung unter der Last des Deckmaterials und des Windruckes eine gute Festigkeit des Verbundes erreicht werden. Im dendrochronologischen Gutachten von Andre Lutze und Dirk Brandt ist das bemerkenswerte Resümee zu lesen: "Die bisher aus den Schriftquellen, aber auch über die Einzelformen gezogenen Schlussfolgerungen zum Baubeginn, der Bauzeit und zur Vollendung des gotischen Kirchenbaues sollten nach diesen Ergebnissen erneut hinterfragt werden." Leider gibt es selten solche baugeschichtlichen Überlieferungen bei Zisterzienserklöstern wie z.B. von den Klöstern Ebrach oder Marienrode. Es gibt wenige Hinweise in der Kirchbergchronik . Mit einiger Sicherheit sind nur die Daten zur zweimaligen Errichtung des Klosters (1171 bzw. 1186) und zu den beiden Kirchweihen (1232 bzw. 1368) überliefert . Sonst schweigt sich das Kloster über seine Bautätigkeit ziemlich aus. Dieses Schweigen der Quellen bis ins 13. Jh. hinein spiegelt eine Haltung wieder, die der Zisterzienserabt Hugo Francigenus von Silvanes um 1165 zum Ausdruck gebracht hat: "Von den Gebäuden des Klosters (de materialibus edificiis) zu sprechen, erachte ich für überflüssig, da sie täglich erneuert werden; die alten werden abgebrochen und neue errichtet, und ständig zum Bessern verändert."
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