Der Einfluss von Stress auf Adipositas. Entwicklung eines Stressmanagement-Programms für adipöse Erwachsene Anhand des aktuellen Forschungsstandes
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
23.05.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
148 (Printausgabe)
Dateigröße
1396 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668223318
Es besteht eine unüberschaubare Vielzahl an Methoden zur Gewichtsreduktion. Die Grundlage und erfolgversprechendste Methode bildet die Basistherapie, bestehend aus einer Kombination von Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Jedoch ist für die psychosomatische Betrachtungsweise von Übergewicht und Adipositas ebenso ein multifaktorieller Verstehensansatz unabdingbar. Im Vordergrund jeder Therapie sollte immer die langfristige und dauerhafte Gewichtsabnahme bzw. -stabilisierung stehen. Folglich sollten alle Strategien auf eine sichere, nebenwirkungsarme, effektive und kostengünstige Vorgehensweise abzielen und eine Rückfallprophylaxe mit einschließen. Da psychosozialer Stress ein Prädiktor für Rückfälle in alte Verhaltensmuster ist, ist es sinnvoll, Methoden zur Stress- und Spannungsreduktion in verhaltenstherapeutischen Programmen zu vermitteln. Zudem scheint das Erlernen einer Entspannungsmethode förderlich, da Essen im Kontext von Adipositas häufig als dysfunktionale Entspannungsmethode Anwendung findet. Derzeit existierende Interventionsprogramme bestehen zwar überwiegend aus allen Eckpfeilern der Basistherapie, allerdings reflektieren sie die Faktoren genetische Disposition, Ernährung, Bewegung, mentaler Umgang mit dem Problem, soziale Situation sowie psychosoziale Konstellation mit unterschiedlicher Gewichtung, oftmals wird der Ernährungsmodifikation und der Bewegungstherapie jedoch die größte Bedeutung zugesprochen. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen, die Stressmanagement-Komponenten beinhalten und alternative Stressbewältigungsmöglichkeiten zum Essen in emotionalen Situationen aufzeigen, werden weitaus weniger praktiziert, weswegen nur eine geringe Anzahl wissenschaftlich evaluierter Studien aufzufinden ist.
Da die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas in der Erwachsenenbevölkerung in Deutschland trotz aller Bemühungen weiterhin auf hohem Niveau liegt, und Betroffene im Vergleich zu Normalgewichtigen vermehrt unter psychischen Störungen leiden, besteht diesbezüglich ein enormer Handlungsbedarf, an dem die vorliegende Arbeit ansetzt.
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